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Avignon Frankreich 2015
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Reisebericht

Gruss aus Pforzheim 3.6.2016

Einen Drittel der Strecke, nämlich 300km, sind wir heute gefahren, morgen nochmals 600km und dann sind wir in Rotterdam auf der Fähre.

Am Nachmittag musste ich alles alleine Packen, Anita war in einer Weiterbildung und kam erst abends nach Hause. Hoffentlich habe ich an alles gedacht! Ich habe Heizung laufen lassen, Kühlschrank auf Strom und Gas getestet, Wasser gefüllt, Sat-Verbindung geprüft. Alles ok!

Aber auch die Kleider habe ich natürlich nicht vergessen und den Kühlschrank mit dem nötigsten gefüllt.

Nach 300km über Österreich und Deutschland sind wir nun in Pforzheim auf dem Stellplatz gelandet. 48 Stunden stehen sind gratis, aber müssen wir jetzt bezahlen, da wir liegen möchten?

Morgen geht es weiter bis Rotterdam, 600km. Hoffentlich hat es nicht allzuviel Verkehr und Stau, wir müssen um 19 Uhr am Hafen eingecheckt haben, die Fähre nach Hull fährt dann um 20:30 Uhr los.

Übernachtung

Pforzheim - Enzauenpark***
Stellplatz

Die Stellflächen sind etwas schief, man braucht Keile. Sehr Stadnah.

Koordinaten: 48.897924,8.722142
letzter Besuch: 6.2016

Schon in Rotterdam am Hafen 4.6.2016

Bis jetzt lief alles wie am Schnürchen, wir haben schon am Fährhafen eingecheckt und warten, bis das Tor zur Fähre aufgeht.

Ohne Stau, ohne Zwischenfall und ganz entspannt kommen wir schon um 15 Uhr am Fährhafen an. Alles ist gut beschildert, immer Richtung „Europoort“ und dann kommen irgendwann nach 25km Autobahn dem Hafen entlang die Ausfahrt „Hull“. Ich habe es mir schwieriger vorgestellt. Beim ersten Schrankenhäuschen Pass und Reservationsbestätigung zeigen, das ganze wird gegen Tickets und Kabinenschlüssel eingetauscht und jetzt warten wir vor der Fähre auf den Einlass.

Als Tipp für Reisende, die auch viel zu früh dran sind. In Rotterdam dem Wegweiser Kinderijk folgen und dort die schönsten Windmühlen von ganz Holland besichtigen. Ist bestimmt viel schöner die Zeit dort totzuschlagen wie hier auf dem Fährterminal, es hat nämlich wenig bis nix hier.

Die 900 km stimmen ziemlich genau wie geplant und auch der Bordcomputer gab 10,1l Verbrauch an, stimmt haargenau mit den getankten Litern Diesel überein.

Sorry, ich musste vorhin ganz schnell zusammenpacken und einen Kilometer weiter der Kolonne von Womos folgen, die alle nach Hull wollen ;-), aber jetzt stehen wir wieder und ich kann weiter schreiben...

Fährüberfahrt Rotterdam - Hull 5.6.2016

Von Rotterdam nach Hull hat unsere Fähre von P&O Ferries 12 Stunden. Die Strecke beträgt 378km.

Abendstimmung

Einchecken

Übers Internet muss man die Fährfahrt reservieren und bezahlen. Je nach Wochentag sind diese Fahrten zum Teil relativ früh ausgebucht. Wir haben über zwei Monate zum Voraus gebucht und nicht mehr alle Möglichkeiten waren offen. Man muss also ziemlich früh dran sein.

Am Fährhafen öffnet dann die erste Schranke um ca. 16 Uhr. Dort muss der Ausdruck der Reservation abgegeben werden, Pässe gezeigt und schon erhält man die Bordingkarte und die Kabinenschlüssel. Das ganze dauert keine zwei Minuten, man muss das Auto nicht mal verlassen dafür.

Die eigentliche Fährauffahrt öffnet ca. um 17 Uhr. Mit dem PW muss man eine steile Rampe hochfahren in das dritte Autodek. Mit dem Womo nimmt man das ebenerdige Lastwagendeck. Die Einfahrt ist sehr geräumig, wird aber ziemlich voll parkiert und auch eng aufeinander. Ist aber kein Problem, es wird nicht gestresst und man wird genau eingewunken. Ab ca. 19 Uhr ist die Fähre dann voll und man darf nicht mehr zum Womo und auf die Autodeck. Also einen Rucksack mit Schlafanzug und Übernachtungsutensilien bereit machen, auch eine warme Jacke unbedingt einpacken.

Pride of Hull

Unsere Fähre ist von 2001 und war bis 2004 die grösste Fähre der Welt. Die Ausmasse sind riesig, 250 Pkw, 285 Lastwagen und 250 Container finden Platz darauf. Dazu hat es insgesamt 556 Kabinen für 1360 Passagiere, ist 215m lang, und fast 32m breit.

Nachtessen muss man bei der Buchung reservieren, hatten wir zum Glück nicht. Es geht da zu und Herr wie in einem Hotel auf Mallorca, schlangenstehen vor der Türöffnung. Es hat auch ein Starbucks Caffee, wo man leckeren Kaffee und kleine Zwischenverpflegungen zu sich nehmen kann. Zwei Dutyfreeshops für die übliche Ware und ziemlich viele Bars und Unterhaltung. Sogar ein Kino mit englischen Filmen gibt es.

Internet gibt es auch, 3 Pfund Sterling für 90 Minuten und ziemlich langsam.

Als Passagier kann man nur hinten hinaus auf verschiedene kleine Decks draussen. Von daher ist die Aussicht nicht wirklich interessant, da man nur nach hinten sieht. Allerdings sind die Decks sicher 30m über dem Wasserspiegel, also wirklich sehr hoch oben.

Wissenswertes

Kabinen müssen meines Wissens zu der Fährfahrt gebucht werden, sie sind aber ziemlich klein und die Betten müssen von der Wand runter geklappt werden. Die Matratzen sind sehr dünn und das Bett schmal. Dusche und WC ist klein, aber mit viel heissem Wasser und auch trockene Handtücher gibt es. Ringhörig ist es auch, die Leute der übernächsten Kabinen konnten wir jedes Wort verstehen, geschlafen haben wir aber trotzdem gut.

Wir hatten ruhigen Seegang, aber das Schaukeln auf dem Schiff spürt man deutlich. Anita ist nicht Seegängig und musste Reisetabletten einnehmen. Damit überstand sie die Überfahrt problemlos (war auch schon anders).

Mir gefällt es im Womo besser wie auf der Fähre und da bin ich froh, als wir wieder an Land fahren können, auf der linken Spur!

Die ersten Meter im Linksverkehr sind geschafft 5.6.2016

Runter von der Fähre und rein nach Hull

Ok, man muss Hull nicht wirklich durchqueren, wenn man weiter in den Norden will. Es lief eigentlich alles problemlos, bei den Kreiseln war es schon etwas ungewohnt, ihn linksherum zu umrunden. Ich fuhr hinter einem anderen Wohnmobilisten aus Luzern her und beim dritten Kreisel ist er dann voll und ganz in die Falle getappt! Rechtsherum in den Gegenverkehr und ein Hupkonzert. Ich wie ein Routinier links herum und weg.

Nach nur gerade 60km und einem Einkauf in einem Supermarkt in Bridlighton (ja, hier hatte mindestens dieser Supermarkt am Sonntag offen) kamen wir dann schon in Flamborouge ein. Aber ehrlich, ich war schon etwas kaputter wie sonst, die Konzentration auf den Strassen muss schon höher sein, Linksverkehr und gerade viel Platz hat man jeweils auf den Strassenseiten nicht…

Die Steilküste mit den Felsen und das Meer war eindrücklich, aber vom Hocker hat es uns dennoch nicht wirklich gerissen, war aber trotzdem sehr schön und zu empfehlen. Nach einem ausführlichen Spaziergang fuhren wir dann der Küste entlang Richtung Whitby, wo wir momentan auf einem schönen Campingplatz stehen.
Heute Abend gehen wir dann zu Fuss die Whitby Abby besichtigen, ein altes, verfallenes Kloster, das als Kulisse in den Dracula-Filmen gedient hat. Ich freue mich darauf, aber es muss schon noch etwas eindunkeln, damit es gruselig erscheint. Jetzt scheint ja die Sonne ;-)

Whitby Abby 6.6.2016

Bei blauem Himmel erleben wir die Klosterruine von Graf Dracula

Nach der Besichtigung von Flamborouge fahren wir auf schmalen Strassen Richtung Norden. Viele Kurven, rauf und runter und bei jedem Auto das entgegenkommt habe ich Angst um meinen Rückspiegel. Aber es geht alles gut, da man hier mit dem Lenkrad an der Strassenkannte fährt, hat nützt man jeden Zentimeter am Strassenrad aus.

Etwas später kommen wir wieder auf eine Hauptstrasse, die etwas breiter ist und wir kommen dann etwas entspannter an.
Eine Meile vor der Whitby Abby zweigen wir rechts Richtung Meer zum Whitby Abby Hollidaypark ab, ein schöner Campingplatz auf den Klippen über dem Meer. Schnell ist eingecheckt, Knutschi aufgestellt und wir bereit für die Besichtigungstour.

Zu Fuss geht’s es immer hoch über dem Meer dem ausgeschilderten Fussweg Richtung Whitby Abby. Schon von weitem sehen wir die Ruine und nach nur 30 Minuten stehen wir am Eingang und lassen uns auf englisch überreden, den 9-Tage-Heritage-Touristpass für zwei Personen zu kaufen. Für zwei Personen mit 53£ eigentlich noch recht happig, aber alles kostet Eintritt und wir können so die Sehenswürdigkeiten dieser Organisation gratis benützen, auch deren Parkplätze. Jeweils für zwei Personen kosten Whitby Abby schon 15£ und später in unserer Reise wird Stonhenge auch nochmals etwa 35£ kosten. Also haben wir den Pass schon bald amortisiert.

Whitby Abby

Das Besuchercenter ist nicht gross, es interessiert uns auch nur am Rande, da wir bei diesem schönen Wetter nach draussen wollen. Die alte Ruine ist ziemlich eindrücklich, auch wenn sie von weitem noch grösser ausgesehen hat. Alles schön gepflegt und wenn man sich vorstellt, wie hier früher gebaut wurde… Allerdings bin ich etwas enttäuscht, gruselig sieht sie bei solch Sonnenschein und blauen Himmel nicht aus.

Also wieder nach draussen und zum Friedhof, den wir erspäht haben. Bei diesem alten Friedhof sind die Grabsteine aus dem 18 Jahrhundert und sehen ziemlich schief in der Gegend rum. Es sieht top aus, allerdings gibt es fast keine wirklich guten Fotos mit Grabsteinen und Whitby Abby.


Viele Engländer benützen diesen Ort aber, um sich zu erholen, die Ruhe zu geniessen und über die gesamte Stadt von Whitby mit ihrem Hafen zu blicken. Hier hat übrigens der grösste Entdecker James Cook das Segeln gelernt…

Auch den Spaziergang zum Campingplatz zurück geniessen wir in vollen Zügen und können uns von den Klippen auf das Meer nicht wirklich satt sehen.

Übernachtung

Whitby - Whitby Holiday Park****
Camping

30min der Küste entlang bis zur Abby

Koordinaten: 54.486429,-0.590062
letzter Besuch: 6.2016

Der erste Steinkreis 6.6.2016

Heute geht die Fahrt weiter in den Lake District

Castlerigg Stone Circle

Morgens fangen wir gemütlich an, schlafen aus, geniessen die Aussicht über die Bucht und das Meer, leeren unser WC und füllen unseren Wassertank. Die Aussicht des Versorgungsplatzes ist einmalig, viele Campingplätze würden dies als Premiumplatz teuer vermieten.

Die Fahrt geht durch Whitby und quer durch ganz England auf die andere Seite. Es ist einmalig schön, nur Landschaft, Schafe und die Strasse die sich durch die Hügel und Täler windet. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie grün und menschenleer dieses Land sein kann.

Zwischendurch halten wir noch beim Brougham Castle, schiesslich haben wir ja jetzt freien Eintritt und freies Parking. Danach geht die Fahrt weiter bis zum Castlerigg Stone Circle. England hat nicht nur Stoneheng, sondern ganz viele solche kleinere Steinkreise. Die Strasse dorthin ist schmal und steil bergauf, aber ohne Probleme zu meistern.
Dort regen mich dann aber eine Gruppe Chinesen auf, die mit ihren Sonnenschirmchen mitten in den Steinen picknicken, so dass kein Foto ohne Menschen möglich ist. Nach etwa 90 Minuten geben wir auf und fahren 3km weiter ins Tal auf einen Campingplatz.

Vielleicht kehre ich beim Eindunkeln mit dem Rad zurück und mache dann ein paar Fotos, momentan sieht es aber nach Gewitter aus (und es geht steil bergauf…)

Abends besuchen wir dann den Steinkreis doch noch mit dem Rad. Eine super Idee! Wir sind ganz alleine und saugen die Energie dieses magischen Ortes inmitten einer tollen LAndschaft ganz in uns ein. Der schönste Steinkreis!

Übernachtung

Keswick - Camping and Caravanning Club Site****
Camping

grosser Campingplatz direkt an einem See

Koordinaten: 54.600916,-3.151306
letzter Besuch: 6.2016

Kalte Schweissperlen auf der Stirn 7.6.2016

Die Fahrt geht weiter Richtung Wales.

Caernarfon Castle

Trotz schlechtem Wetterbericht haben wir heute Morgen wolkenloser Himmel und schön warm. Wir müssen uns also nicht beeilen und geniessen das schöne Wetter. Gegen Mittag fahren wir dann südwärts durch den Lake Distrikt von Keswick nach Windermere. Hauptstrasse, aber irgendwie ziemlich eng, kurvig, hoch, runter und rechts entweder Steinmauern oder Hecken! Der linke Rückspiegel schrammt immer knapp am Kratzen vorbei und der rechte ragt auf die andere Strassenseite. Und wenn ein Bus oder Camion entgegen kommt, Augen zu und durch. Ich bin echt froh, als wir ohne Berührung endlich nach 40km auf eine breitere Strasse kommen und sich mein Schweiss an den Händen wieder trocknet.

Auf der Autobahn durch Liverpool beginnt es dann etwas zu regnen und bei diesem Wetter haben wir ja nichts Besseres zu tun, als zu fahren. Die Stimmung an Bord ist super gut und dann, als wir in Wales ankommen, beginnt es zu trocknen und wir sehen in der Ferne ein grosses Schloss. Nächste Ausfahrt Bangor raus, dieses Schloss wollen wir uns ansehen. Den Wegweisern Penrhyn Castle folgen, durch einen riesigen Park zu den Parkplätzen. Parken, Eintritt bezahlen (diese Sehenswürdigkeit gehört dem National Trust, dessen Mitgliederkarte wir nicht haben) und dann zu Fuss zum alten Schloss.

Es sieht fantastisch aus, so richtig englisch. Wir umrunden es, machen Fotos und können uns nicht satt sehen. Danach machen wir auch den Innenrundgang. Zum Glück lebte ich nicht in jener Zeit, dunkel, eng, irgendwie muffig, und von aussen viel grösser wie von innen. Aber die Fotos sind gut und der Halt hat sich gelohnt.

Danach fahren wir weiter nach Caernafon, dort auch wieder direkt zum Parkplatz am Meer bei der Festung. Irgendwie müssen wir aber durch die Fussgängerzone fahren, aber egal, wir kommen hin, bezahlen Parkgebühren und Eintritt (wieder National Trust).

Von dieser Festung bin ich noch mehr begeistert, wie beim Halt vorhin. Einfach super, überall kann man dunkle Treppen hinauf und hinunter nehmen, auf die höchsten Türme und immer wieder Sackgassen. Plötzlich pfeift der Billetkontrolleur im Hof und fordert alle Besucher auf, die Festung zu verlassen, es ist 17 Uhr. Mischt, wie kommen wir nun in den Hof? Treppen runter, Sackgasse, Treppen hoch, nach links, wieder Sackgasse. Als allerletzte finden wir endlich einen Ausgang. Mir fällt ein Stein vom Herzen!

Danach gibt es ein weiteres Problem. Mit unserem Knutschi können wir die Parkplatzausfahrt unmöglich passieren, viel zu eng und zu scharfe Kurve. Was machen? Also zur Einfahrt hinaus?! Uns bleibt nichts anderes übrig und der Parkplatzwächter lächelt und winkt uns zu. Der hat das genau gewusst! Und dann Achtung, mit Wohnmobil nur den Wegweisern zur A87 nach, denn für alle anderen Möglichkeiten sind die Durchfahrten zu niedrig oder zu eng. Keine Chance!

10 Minuten Später sind wir dann auf dem anvisierten Stellplatz Bryn Gloche (könenn wir sehr empfehlen). Kein Mensch hier, Rezeption schliesst auch um 17 Uhr. Was machen? Schon wieder kalter Schweiss auf der Stirn. Aber dann kommt ein anwesender Camper und klingelt an einer Geheimklingel an einer Geheimtür die Chefin heraus und wir kriegen doch noch einen sehr schönen Platz für heute.

Was für ein perfekter Tag, obwohl wir 300km gefahren sind!

Übernachtung

Gwynedd - Bryn Gloche****
Camping

Grosse Parzelle, irgendwie ein Mittelding zwischen Camping und Stellplatz

Koordinaten: 53.094760,-4.188144
letzter Besuch: 6.2016

Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch 8.6.2016

Dies ist kein Tastaturklemmer, sondern der offiziell längste Namen einer Ortschaft weltweit.

Gestern fuhren wir am Schluss nur drei Kilometer an dieser Ortschaft mit dem längsten Namen der Welt vorbei, ohne es zu wissen. Ein Grund also, heute Morgen zurückzukehren, unser Knutschi beim Bahnhofsgebäude unter dem Namen in Szene zu setzten und dann ein paar Fotos zu machen. Ein paar andere Fotografen mit Profiausrüstung beobachteten unser Treiben und als wir alles fertig im Kasten hatten, kamen sie auf uns zu und sagten, dass wir mitkommen sollen (wenigstens haben wir das so verstanden). Sie führten uns auf die andere Seite der Geleise und sagten „waiting hier“. Sie brachten ihre Kamers in Position, wir unsere und harrten den Dingen, die da passieren werden. Und keine fünf Minuten später kam ein nostalgischer Zug mit Dampflock vorbeigerauscht, vor dem Bahnhof mit dem längsten Namen! An der Anzahl der Fotografen ein seltenes Ereignis und ich habe sogar noch zum richtigen Zeitpunkt abgedrückt. Davon gibt es nun weltweit höchstens ein paar wenige Fotos! Was sind die echt wert?

Glücklich, mit diesem Foto wahrscheinlich schon unsere gesamte Englandreise finanziert zu haben, machen wir uns etwas später auf den Weg Richtung Süden. Wir durchqueren im Landesinnere ganz Wales, über einen Berg am anderen, eine Strasse schmäler wie die andere um endlich nach sechs Stunden Fahrt abgekämpft hoch über der Rhossili-Bay anzukommen.

Auf der Zugangsstrasse zu einem Campingplatz, breite der Strasse 2.76m (breite des Knutschis, 2.75m), fängt uns ein geschäftstüchtiger walisischer Bauer ab und verspricht uns einen super Platz, wenn wir ihm 300m folgen. Klar machen wir das und kurze Zeit später stehen wir mitten in einer Wiese, ganz alleine, weit und breit niemand auch nur Ansatzweise in der Nähe, hoch über der Bucht an der Sonne. Was für ein Traum!

Und es ragen sogar ein paar Stromsäulen aus dem Boden hervor, einen Wasseranschluss und 30Min nach Ankunft kommt der Bauer mit einem Rasenmäher und mäht noch die gesamte Wiese extra nur für uns.

Jetzt warten wir auf den Sonnenuntergang und erholen uns. Der Strand steht morgen auf dem Programm.

Externe Links

Übernachtung

Llanmadoc - Phillistone Caravan Park*****
Stellplatz

fast frei, ca. 10min zum Strand und Dünen, enge Anfahrt

Koordinaten: 51.616307,-4.266790
letzter Besuch: 6.2016

Rhossili Bay zu Fuss 9.6.2016

Eigentlich wollten wir einen Ruhetag machen, vier Stunden Wanderung wurden es schlussendlich.

Rhossili Bay

Wir haben so einen schönen Platz in der Natur, dass wir heute den ganzen Tag unser Knutschi nicht bewegen. Wir wollen zu Fuss „unsere“ Strände erkunden, wenn es Ebbe ist. Dafür müssen wir bis am Nachmittag warten, geniessen den Morgen so mit Nichtstun und Erholung.

Um 13 Uhr marschieren wir mit Rucksack los zum Strand hinunter. Der ist riiiesig und traumhaft, wir nehmen Richtung Rhossily Bay, das soll der schönste Strand Englands sein. Am Ende des ersten Strandes versperrt uns eine Klippe den Weg, eine Stunde warten bis das Wasser noch mehr zurückgeht, oder hinaufklettern. Wir entscheiden uns fürs Klettern, was bei den Brenneseln vielleicht nicht die beste Lösung war. Aber kurze Zeit später sind wir wieder auf einem Footpath und laufen durch endlose, grüne Sanddünen Richtung Norden.

Plötzlich öffnet sich uns ein atemberaubenden Blick und wir sehen diesen famosen Sandstrand vor uns, d.h. nicht den ganzen, er ist so lange, dass er am Ende im Dunst verschwindet. Wir natürlich sofort auf den Sand und beginnen unseren Marsch ans Wasser. Es ist extrem weit draussen und die Zeit vergeht wie im Fluge und wir merken nicht, wie uns die Sonne langsam aber unaufhaltsam leicht rötet…

Eine Stunde später sind wir dann wieder bei den Dünen und machen uns ungefähr Richtung Heimat auf.

Nach vier Stunden Fussmarsch sind wir abgekämpft wieder beim Wohnmobil, wir haben vielleicht 10 Leute getroffen, keine Bar, kein Shop oder andere Häuser, nur drei von den grossen Campingplätzen mit ihren reihenweise festinstallierten Wohnhäusern auf Rädern, dessen Räder nie gebraucht werden.

Uns hat diese Tour wahnsinnig gut gefallen, aber jetzt sind wir froh, uns etwas ausruhen zu können.

Übernachtung

Llanmadoc - Phillistone Caravan Park*****
Stellplatz

fast frei, ca. 10min zum Strand und Dünen, enge Anfahrt

Koordinaten: 51.616307,-4.266790
letzter Besuch: 6.2016

Englische mikrowellen Profiterols auf dem Campinggrill 9.6.2016

Wir haben unseren Fehlkauf zubereitet und ich weiss auch, das Profiterols eigentlich italienisch sind.

An unserem ersten Tag in England machen wir einen Grosseinkauf, Kühlschrank füllen. In meinem Hunger sehe ich bei den Top-Angeboten eine riesen Schachtel Profiterols mit einer Schokoladensauce. Sofort in den Einkaufswagen, bevor meine Holde Kunigunde dies bemerkt.

Abends habe ich sie dann probiert. Die Schokoladensauce war pampig und hart, die eigentlichen Profiterols schmeckten mehr nach Karton und irgendwie nicht durchgebacken. Abbruch und zurück in den Kühlschrank. Heute beim Abendessen ist unser Kühlschrank schon wieder ziemlich leer, nur die grosse Packung Profiterols ist immer noch drin. Also nehme ich sie nochmals hervor und beginne aus Langweile mal zu lesen. Aha, die sind für den Mikrowellengrill gedacht. Aber woher nehmen im Womo?

Der Gasgrill steht noch draussen, also nochmals anwerfen, die Profiterols in die noch nicht abgewaschenen Bratpfanne und unten einschieben. Vier Minuten warten, und dann die Pfanne oben auf die Kochplatte und die Schokosauce dazu geben. Ist gar nicht so einfach, wenn diese Sauce nicht aus dem Plastikbecher kommen will. Nach einem ziemlichen gekleckere habe ich dann die Schokolade in der Pfanne und sie wird auch langsam weich. Die Profiterols darin etwas wenden und fertig.

Echt jetzt, 5 Minuten später haben wir einen leckeren Dessert und der Fehlkauf war gar keiner!

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