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Anita Ostfriesland 2012
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Reisebericht

Maus im Haus 18.3.2018

Wir sind gestartet aber vorher und nachher überschlugen sich noch die Ereignisse.

unser Siux


So früh haben wir noch nie begonnen, unser Wohnmobil zu beladen. Ein Ding nach dem andern wird nach aussen getragen und in die Garage oder den Wohnbereich eingeladen. Alles klappt vorerst wie am Schnürchen. Allerdings finde ich dann mein Ladekabel für meine Fotodrohne nicht. Und nicht nur ich mit meinem Männerblick, auch Anita hat keine Ahnung, wo es sein könnte. Wir suchen das gesamte Haus ab, jeder Schrank, jede Schubade, die gesamte Werkstatt. Schöner Mist. Na gut, jetzt müssen wir unterwegs irgendwo ein Ladekabel für eine Dji Phantom 3 kaufen. Wird ja schon irgendwo eins geben.

Dann, nach dem Mittagessen springt die Abwaschmaschiene nicht an, keinen Wank. Müssen wir jetzt noch von Hand abwaschen? Und sie ist total voll, also gibt das viel Arbeit. Als ich dann unter die Spühle krieche um das Unheil doch noch abzuwenden, stehen mir die Haare zu Berge: überhall Mäusekot. Mischt, wir haben eine Maus die das Kabel angefressen hat. Der Übeltäte ist schnell gefunden, heisst Siux, hat vier Pfoten und ist unsere Katze. Sie ist ja so anschmiegsam und lieb, kann keiner Maus was antun. Allerdings beim Jagen ist Siux schon gut, er bringt die Mäuse aber immer lebendig ohne Schramme herein, zeigt sie uns und verliert danach das Interesse. Bis wir die jeweils wieder eingefangen und nach draussen befördert haben... Da haben wir schon einige Stunden Mäusejagd in unserem Haus absolviert. Diese Maus ist ihm wohl durch die Lappen, bevor Siux uns informiert hatte. Bei den Fröschen, Eidechsen, Blindschleichen und Vögeln ist unsere Jagd jeweils bedeutend kürzer. Aber jetzt haben wir wirklich keine Zeit, noch Jagen zu gehen, der Abwasch muss noch gemacht werden und auch sonst sind noch einige Dinge zu erledigen. Also wird der Vater von Anita (unser Nachbar) informiert, dass er den Auftrag hat, diese Maus so schnell wie möglich zu finden, einzufangen und aus dem Haus zu befördern.

Dann, als endlich alles Abfahrbereit ist, fahren wir noch schnell auf die Waage und sind geschockt: 160kg über 3.5t und wir haben doch keine Fahrräder dabei (aber sonst alles voll, Wasser, Gas und Diesel). Also zu Hause noch schnell 60l Wasser ablassen dann sind wir wenigstens im Limit von den 3% Wiegetoleranz.

Aber irgendwie schaffen wir es doch, um 17 Uhr loszufahren, so wie wir es geplant hatten. Die Teilstrecke heute geht bis Waiblingen zu Otts Traumwelt, dort haben wir morgen mit Klaus abgemacht. Wir wollen neue Matratzen für unser Womo. Habe ich jetzt Waiblingen geschrieben? (Ich schreibe nämlich den Blog auf dem Parkplatz bei Otts Traumwelt in Waiblingen) Mischt, wir müssen ja in die Filiale in Welzheim! Schöne Scheisse, wie kann ich nur so blöd sein und unser Navi nach Waiblingen programmieren? Also alles wieder zusammenräumen und ein paar Kilometer weiter nach Welzheim….

Nachtrag folgt in einer Stunde, wenn wir am richtigen Ort sind…

So, nun sind wir hier in Welzheim, die Matratzenfabrik von Klaus, mit dem ich schon einige Jahre losen elektronischen Kontakt hatte. Morgen gibt es eine Schlafberatung, dann ein Probeschlafen auf einer neuen Matratze und am Dienstag wird die ausgewählte Matratze angefertigt und bei uns im Womo installiert und dann geht es weiter nach Norden. So der Plan...

1. Etappe
320km
-4 bis +3 Grad

Weiter geht es im Chaos 19.3.2018

Wir lassen uns in Sachen Matratzen beraten und haben ein Wasserleck

unsere neuen Unterbetten

Nachdem wir gestern ja nicht den ruhigsten Tag hatten, hofften wir heute auf etwas weniger Überraschungen. Aber wir hatten uns irgendwie getäuscht. Morgens nach dem aufstehen bemerkten wir eine riesige Eisfläche unter unserem Wohnmobil. Von wo kommt den dieses Wasser. Schnell bemerken wir, dass unser Boiler tropft. Aber das kann nur dieses unglückliche Entlüftungsventil des Boilers sein. Aber um das zu beheben, haben wir keine Zeit, wir haben eine Beratung bei Otts’s Traumwelt, wir wollen endlich mal schlaue Matratzen für unser Womo. Der Verkäufer besichtigt zuerst mal unser Betten im Womo. Urteil: schlechter Lattenrost, aber gar nicht so schlechte Matratze. Dann im Geschäft klärt er uns auf, auf was wir achten müssen, worauf es ankommt und was für Möglichkeiten wir haben. Wir liegen probe auf verschiedenen Rosten, verschiedenen Matratzen und was ich jetzt echt nicht gerechnet hätte, man merkt tatsächlich einen Unterschied bei den verschiedenen Bettunterbauten.

viele verschiedene Matratzen

Klar auch die Matratze unterscheiden sich und dort spüren wir sogar die verschiedenen Einschnitte des Kaltschaummatratze, aber dass ich bei den Unterbauten unter der Matratze auch einen Unterschied merke, verwundert mich schon. Eine Stunde später ist klar, wo ich mich am wohlsten fühle. Auch Anita hat ihre Matratze ausgesucht.

Probeliegen von Anita

Wir kriegen als Unterbau das Froli-Star-System und als Matratze irgend eine gute (wie sie genau heisst, kann ich euch im Moment nicht sagen, dass schreibe ich dann morgen). Nachdem wir ausgelesen haben, kommt der Verkäufer grad mit der Stichsäge ins Wohnmobil, zersägt und demontiert unsere Rostlatten und keine halbe Stunde später stehen wir ohne Betten da. Eine halbe Stunde später ist das Froly-System eingebaut, unsere ausgewählten Testmatratzen eingebaut und bezogen und wir fertig zum probeschlafen. Es ist allerdings erst Mittag, also kann ich mich jetzt um das Wasserleck kümmern.

Es ist wirklich wieder das Entlüftungsventil, das nicht dicht ist. Wir wollen sechs Wochen weg, also müssen wir ein neues besorgen. Damit wir nicht weiter Wasser verlieren, klemme ich den Entlüftungsschlauch zu und wir suchen einen Wohnmobilhänder in der Nähe. Der erste hat Ausnahmensweise heute zu, steht gross an der Einganstüre. Beim zweiten werden wir sehr freundlich bedient, haber in der Werkstatt haben sie genau dieses eine Ventil nicht auf Lager. Sie senden uns 10 km weiter zu einem andern Händler. Dort bekommen wir genau diese eine Ventil und schon machen wir uns auf den Heimweg und füllen inzwischen noch unsere Lebensmittel Vorräte auf.

Wieder auf dem Stellplatz von Ott’s Traumwelten staune ich, warum jetzt unter dem Auto beim Kühlschrank Wasser tropft? Was zum Henker ist denn das jetzt wieder? Ein paar Minuten später merke ich, dass meine Abklemmung des Entlüftungsschachtes wohl keine gute Idee war, denn jetzt tropft das Ventil statt aus dem Fahrzeug einfach voll ins Fahrzeug Eine riesen Überschwemmung. Schöner Mist, also die Abklemmung sofort Rückgängig machen und bestmöglichst rund um den Boiler trocknen.

Während dem Trocknen fährt hinter uns ein Womo „Büssli“ mit St.Galler Kennzeichen hin und Ruth und This steigen aus. Sie wohnen praktisch von uns im Nachbarsdorf und wir haben schon ganze Abende diskutiert und geschwatzt. Klar dass nun auch hier das Zusammensitzen losgeht und wir nicht wissen, wie schnell die Zeit wieder vergeht. 

Besuch aus der Heimat

Irgendwann klopft es an unsere Womotür und es stehen Leo und Klaus draussen, die Chef’s von Ott’s Traumwelt. Wir haben uns mit ihnen zum Abendessen verabredet, kennen wir sie doch auch schon verschiedenen Wohnmobilforen- und Gruppen im Internet. Also Ruth und This aus unserem Womo werfen (sorry ihr beiden) und mit den beiden Einheimischen gehen wir in die gute Pizzeria gleich um die Ecke. Auch hier geht die Zeit wie im Fluge und schon ist es 23 Uhr, bis wir wieder im Womo sind und endlich unsere Testmatratzen so richtig testen können.

Wir haben das Gefühl, dass Leo und Klaus uns extra so lange aufgehalten haben, dass wir so richtig Müde sind und auf ihren Matratzen sofort einschlafen und dann das Gefühl haben diese Matratzen sind einfach spitze. Ist das wohl ihr Trick, damit sie so gut verkaufen? Oder ist es doch eher so, dass wenn wir uns morgen früh entscheiden, die Matratzen zu kaufen, diese schon am Mittag auf den cm auf unsere Masse zugeschnitten sind?

Um das Wasser kümmere ich mich nun morgen, jetzt will ich ins Bett und endlich Testschlafen zu können.

Wir werden morgen über unsere Nacht berichten.

Externe Links

Wohnmobil-Matratzen von Otts Traumwelt 20.3.2018

Wir wollen unseren Schlafkomfort im Wohnmobil verbessern und stoppten dadurch in Welzheim.

Auf dem Weg nach Lappland machen wir einen Stopp bei Ott’s Traumwelt in Welzheim. Diese Firma hat sich seit längerem auf Matratzen im Wohnmobil spezialisiert. Zu verdanken haben wir das Leo und Klaus, denn das Mitbesitzerehepaar ist jede freie Minute mit ihrem eigenen Wohnmobil unterwegs. Klaus hatte mir schon immer gute Tipps in Wohnmobilforen gegeben und da war es nun eine Ehrensache, dass wir da vorbeifuhren und uns beraten liessen.

Bei der Firma hat es extra ein paar Stellplätze für Wohnmobile, Strom, Wasser, WLan ist alles vorhanden, aber kein Satelliten empfang, da man unter einem Dach steht.

Die Chefs inspizieren zuerst die Schlafgelegenheit im Wohnmobil, schauen sich den Unterbau und die Matratze an, messen aus und dann geht es in das sehr schöne Geschäft. Dort erhält man eine grundsätzliche Beratung, auf was man achten muss, was wichtig ist und was es alles für Möglichkeiten gibt, den Schlafkomfort zu verbessern. Danach kommt das Probeliegen, man kann verschiedene Härtegrade und Unterbaus probieren, die Fachleute schauen, wie man liegt und ob bei z.B. bei der Seitenlage die Wirbelsäule gerade ist. Wichtig ist, wie weit die Schulter und das Gesäss in der Matratze versinkt. Ich als Laie merke tatsächlich grosse Unterschiede, nicht nur bei den verschiedenen Matratzen, auch beim Unterbau ob Lattenrost oder Froli-System. Die Fachleute sehen meisten schon vor mir, ob ich mich im Bett wohl fühle oder nicht. So war es für uns ein leichtes, das passende System zu finden.

Für Anita war eine weiche Matratze perfekt, ich brauchte die etwas härtere. Aber wir beide fanden, dass dieses Froli-System den besten Schlafkomfort brachte. Also kam ein Handwerker mit der Stichsäge in unser Womo und schnitt den bestehenden Lattenrost kurzerhand heraus. Eine halbe Stunde später war das Froli-System schon montiert und auch unsere ausgewählten Test-Matratzen im Wohnmobil.

Die Nacht schliefen wir dann in dem neuen System und es war echt ein grosser Unterschied zum alten Bett. Anita hatte keine Nackenschmerzen und kein gewurstel mit dem Kissen mehr, und ich fühlte mich auch wohler, obwohl wir bis anhin im Womo nie schlecht geschlafen hatten. Allerdings ist das neue System mit Matratze rund 1.5cm höher wie das alte und dadurch konnten wir den Mückenschutz bei den Fenstern nicht mehr so perfekt runterziehen.

Morgens wurde dann das ganze nochmals im Wohnmobil angeschaut, die Masse etwas korrigiert und jetzt wird alles innerhalb ein paar Stunden auf die ganz genauen Masse zugeschnitten und zugenäht. Wir werden also gegen Mittag schon alles bereit haben und der Mückenschutz ist auch wieder perfekt.

Wir sind rundum zufrieden und hätten das mit der Schlafgelegenheit im Wohmo eigentlich schon viel früher optimieren sollen. Unser ursprüngliche Lattenrost war sehr, sehr günstig produziert und keinesfalls optimal. Die Matratzen waren dann nicht mal schlechte Qualität, also viel besser wie der Lattenrost.

Die Mittelteile wurden in der Höhe auch etwas angepasst und dadurch etwas weicher.

Wir haben das Gefühl, dass wir wirklich sehr gut beraten wurden und jetzt in unseren Womobetten das Optimum herausgeholt haben. Besser kann man es in unserem Womo nicht machen.

Das Ganze hat uns etwa 1200€ gekostet, aber wie gesagt, wir haben hier nun das absolute Optimum und man hätte eine merkliche Verbesserung auch schon für die Hälfte des Preises erwirken können. Aber wenn schon, dann schon, der Schlaf ist ja wichtig und das Aufstehen ohne irgendwelche Rückenbeschwerden oder eingerostet Glieder ist uns was wert.

Da alles innerhalb kurzer Zeit abläuft, Beratung, Probeschlafen und Produktion ist eine Voranmeldung dringend notwendig.

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Stau und Schnee 20.3.2018

Endlich machen wir uns weiter auf den Weg nach Norden.

unser heutiger Übernachtungsplatz

Vormittags regeln wir das alles mit unseren neuen Matratzen, um elf Uhr wären wir fast abfahrbereit. Aber wir verquatschen drei Stunden mit unseren Freunden und halten auch den Chef von Ott’s Traumwelt noch auf. Was es da alles zu berichten gibt?

Da auch unser Entlüftungsventil vom Boiler nicht mehr tropft können wir uns dann nach 14 Uhr auf den Weg Richtung Norden machen. Noch bevor wir auf der Autobahn sind, sehen wir einen grossen Mediamarkt, wo wir natürlich sofort auf den Parkplatz zusteuern und hoffen, dass ich noch ein Ladekabel für meine Fotodrohne kaufen kann.

So ein riesiger Saftladen, die haben nicht mal eine einzige Fotodrohne, geschweige denn ein Ladekabel dafür. Schöner Mist, also weiter. Und dann kriechen wir im Schneegestöber über die deutschen Autobahnen, von einem Stau zum nächsten. Es will einfach nicht wirklich laufen. Nach 260km fahre ich in Bayreuth raus und beauftrage Anita, einen Stellplatz zu suchen. Während ich ihr den Auftrag gebe, sehen wir schon ein Womowegweiser und keine 10 Minuten später stehen wir auf einem Parkplatz mit Entsorgung. Das ging ja fix. Für Wohnmobilisten ist Deutschland schon ein Paradies, echt jetzt.

Anita kocht nun noch ein Risotto und dann gehen wir heute früh in unsere neuen Betten schlafen. Da haben wir ganz sicher süsse Träume.

Morgen müssen wir noch 550km fahren und die Fähre startet erst um 22 Uhr abends ab Rostock, also kein Problem, wir haben Zeit und können sogar ausschlafen.

Übernachtung

Bayreuth - Parkplatz Husbil***
Stellplatz

mit Entsorgung direkt am Roten Main und erstaunlich schön gelegen, obwohl fast mitten in der Stadt.

Koordinaten: 49.944597,11.594065
letzter Besuch: 3.2017

Am Fährhafen Rostock 21.3.2018

Es klappt wieder nicht ganz alles aber unsere Laune ist trotzdem gut

wir warten auf die Fähre

Zum ersten Mal erwachen wir auf unseren eigenen, angepassten Matratzen. Sie sind ein Stück weicher wie die alten und man liegt wirklich gut darin. Es schmerzt weder Rücken noch Nacken…

Das Wetter ist schön, aber kalt und so brechen wir dann auf Richtung Rostock. Die Fahrt ist echt entspannt, wenig Verkehr, gute Strassen und eine Traumlandschaft: weisse Felder, blauer Himmel und Natur. Da müssen wir unbedingt mal ein paar Tage verbringen. Wir haben also schon wieder neue Ziele aufgeschrieben, aber jetzt müssen wir einfach weiter.

Zwischendurch stoppen und essen wir etwas, aber es geht entspannt rund um Berlin immer Richtung Norden. Je weiter wir in den Norden kommen, desto wärmer wird es und desto weniger Schnee liegt auf den Feldern. Schliesslich sind wir gegen vier in der Nähe von Rostock und sehen noch einen Mediamarkt und einen Aldi. Also stoppen wir kurz und ich gehe nochmals in das Elektronikgeschäft, vielleicht haben sie ja doch ein Aufladekabel für meine Fotodrohne. Wieder nix, aber Anita findet endlich noch eine Schutzhülle für ihr Spezialhandy. So ist wenigstens sie zufrieden und auf dieser Reise wird es wahrscheinlich keine Luftbilder geben, ist ja auch nicht so wichtig.

unterwegs in Norddeutschland

Die 10km zum Hafen gehen auch ohne Probleme vorbei und wir sind viel zu früh hier. Gleichzeitig merkt Anita, dass die Hülle doch nicht passt, wieder die falsche genommen. Die Enttäuschung steht ihr ins Gesicht geschrieben und sie schaut mich mit so einem traurigen Dackelblick an, dass ich drehe und wir wieder zurückfahren, die Hülle gegen eine richtige umtauschen und zum zweiten Mal zum Hafen fahren.

Um 17 Uhr richten wir es uns hier auf dem Parkplatz ein und Anita beginnt, mir die Haare zu schneiden. Schliesslich haben wir Zeit und ich fühle mich mit ganz kurzen einfach wohler. Als ich danach duschen will, haben wir kaltes Wasser und die Heizung blinkt so komisch. Aber fünf Minuten später läuft sie dann doch wieder und ich kann wenig später doch noch mit warmen Wasser duschen. Aber nun merken wir, dass der Kühlschrank nicht kühlt. Bei der Anzeige aber keine Fehlermeldung. Irgendwie ist bis jetzt auf dieser Reise der Wurm drin. Aber der Kühlschrank ist jetzt auf dieser Nordreise auch nicht soooo wichtig, da können wir die Esswaren auch vor das Womo stellen.

mein Coiffeuer

So um die 21 Uhr werden wir verschiffen können und dann morgen früh uns aus Schweden wieder melden.

Ach ja, wir haben hier noch unseren Dieseltank und auch den Gastank gefüllt. Der Diesel ist in Deutschland wesentlich günstiger wie in Skandinavien und LPG Tankstellen gibt es dort auch nicht mehr ganz so häufig.

  • 586km (alles Autobahn)
  • Durchschnittsverbrauch: 11.6l Diesel
  • Temperatur von -3 bis +9 Grad

Smygehuk - am südlichsten Punkt Skandinaviens 22.3.2018

Wir sind sozusagen im Tessin des Nordens, allerdings ist der Schneesturm eher mit nördlichem Einfluss.

Smygehuk

5:20 Uhr: Die Nacht auf der Fähre war sehr angenehm, aber auch sehr kurz. Erst um 23 Uhr waren wir mit unserem Womo als fast letztes Auto und einziges Womo auf der Fähre. Danach sind wir gleich in unsere Kabine und um halb zwölf versuchten wir zu schlafen. Schon ganz kurze Zeit später schon wieder eine Lautsprecherdurchsage: In einer Stunde legen wir an! Hä, das ging aber schnell. Mit einem Blick auf die Uhr würden wir schon um 4:18 Uhr in Trelleborg anlegen. Ich habe mir die Nacht länger vorgestellt. Bis um 4 Uhr bleiben wir in den Betten liegen, ziehen uns an und werden auch schon aufgefordert, uns zu unseren Fahrzeugen zu begeben. Vor 5 Uhr morgens sind wir im stockdunkeln und in einem gewaltigen Schneesturm auf Schwedischen Boden. Keine Passkontrolle, rein gar nix einfach weiterfahren und an der ersten Kreuzung halten wir uns rechts.

16km vom Hafen liegt der südlichste Punkt Schwedens, sogar von der ganzen Skandinavischen Halbinsel. Den müssen wir natürlich grad auch noch besuchen, denn hier gibt es auch ein Denkmal für Akka, der Leitgans aus dem Roman von Selma Lagerlöfs „Nils Holgersson“.

Die Strassen werden weisser, Sicht gleich Null, dafür kein Verkehr.

Jetzt sitzen wir auf dem Parkplatz am Meer, der Schnee und Wind peitscht um unser Womo und wir warten, bis wir etwas sehen. So früh waren wir noch nie an einem Aussichtspunkt! Anita verkroch sich noch unter die Bettdecke auf die weichen Matratzen, die auf dem Schiff waren pickelhart.

Momentan zweifeln wir etwas, ob wir die richtige Wahl getroffen haben, im März nach Lappland reisen zu wollen. Im Web habe ich nämlich grad noch gesehen, dass Rovanjemi, einer unserer Stationen, die Stadt in Europa ist, die am meisten Schnee hat: 94cm und Tromsö, eventuell ein weiteres Ziel, in dieser Rangliste an zweiter Stelle liegt. Hätten wir besser die Winterreifen drauflassen sollen? (ist ein Witz, wir haben sie drauf, auch die Schneeketten haben wir im Gepäck...)

7:00 Uhr Der Rundgang ist ziemlich kurz, es bläst ein sehr eisiger, starker Wind aber der Punkt hier ist echt schön gemacht und lädt bei besserem Wetter zum Verweilen ein. Aber weil es heute nicht so ist, werden wir in Kürze weitere ziehen.

0 Grad, eisiger Wind, Schneeregen
16km vom Fährhafen

Erster Tag in Schweden 22.3.2018

Wir haben alles, von Schneesturm und blauem Himmel bis zugefrorene Seen und peitschendes Meer

Vadstena Slot grad neben dem Stellplatz

Bei schlechten Wetter kommen wir nach dem südlichsten Punkt auf der skandinavischen Halbinsel in Kaseberga an. Eingangs Dorf gibt es einen Parkplatz von wo direkt ein Fussweg zu den Ales Stenar führt. Nach etwa 10 Minuten Fussmarsch ist man auf einer schönen Anhöhe über dem Meer bei dem Steinoval in Form eines Schiffes, die ca. 600 n.Ch. aufgestellt wurden. Leider können wir diesen wirklich grandiosen Ausblick nicht wirklich geniessen, es zieht ein bitterkalter Wind vom Meer her und auch der Schneeregen macht das Ganze nicht unbedingt angenehmer.

Ales Stenar, die Steine in Schiffsform und eine Verrückte

Wir beschliessen weiter zu fahren und ich überlasse Anita das Steuer. So kommen wir dann wieder gut voran und plötzlich wird auch das Wetter immer besser. Plötzlich haben wir Sonnenschein und blauer Himmel, genau in diesem Moment überholen wir einen LKW mit der Aufschrift: Das Leben will gefeiert werden! Genau so ist uns zumute und uns geht es unheimlich gut. Wir lieben Schweden und die leeren Autostrassen, das defensive Fahren und die wunderschöne Gegend.

das Wetter wird besser

Gegen 15 Uhr landen wir dann in Vadstena auf einem wunderschönen Stellplatz mit direkter Sicht auf den Vätternsee und gleichzeitig auf das imposante Schloss. Wir haben es wiedermal perfekt getroffen. Auf dem Stellplatz sind zwar die Wasseranschlüsse abgestellt, aber ebenso auch der Kartenzahlautomat, wir stehen hier also gratis, wunderschön und sogar mit Strom.

Selbstverständlich machen wir einen Spaziergang und besichtigen heute den dritten Ort, aber der erste bei schönem Wetter. Der Vätternsee ist bis weit aussen dick mit Eis bedeckt und auch der Schlossgraben wäre jetzt für etwaige Angreifer kein Problem mehr. Es ist ein echt beeindruckender Platz und auf einer Schwedentour unbedingt Besuchens wert.

Keine Strasse, sondern ein Fluss

Da unser Kühlschrank irgendwie mit Gas nicht mehr geht, mussten wir heute viel Fleisch essen, damit es nicht schlecht wird. Allerdings haben wir jetzt gemerkt, dass der Kühlschrank mit Landstrom kalt wird, also haben wir irgendwo ein Gas-Problem. Aber eben, es ist nicht so dringend, denn Kühlen können wir hier fast überall…

Für das, dass wir noch keine 24 Stunden in Schweden sind, haben wir schon echt viel gesehen...


Übernachtung

Vadstena - Stellplatz****
Stellplatz

sehr schön gelegen, direkt am See und beim Schloss

Koordinaten: 58.445540,14.880748
letzter Besuch: 3.2017

Kupfermine in Falun 23.3.2018

Kennt ihr das: wart schnell einen Moment, ich muss aufs WC! ?

Kupfermine Falun

Wir schlafen wieder sehr gut auf unseren neuen Matratzen und haben nachts auch kuschelig warm, obwohl wir die Heizung nur auf Stufe eins haben. Nachts wurde es diesesmal nur -1 Grad. Am Vätternsee ist es neblig, also hält uns hier nichts mehr. Aussen Thermomatte entfernen, innen den Iso-Vorhang, alles zusammenräumen und ich sitze schon angeschnallt auf dem Fahrersitz. „Wart mal noch schnell, ich muss noch aufs WC“ tönt es plötzlich. Kein Problem, wir haben es nicht eilig. Als ich dann endlich den Zündschlüssel drehen darf, drehen auch die Räder, aber am gleichen Ort. Mischt, klar, es ist eisig, aber topfeben und ich komme nicht mal vom Stellplatz weg. Kann so was sein und wir wollen noch bis ans Nordkapp? Auch der zweite Versuch schlägt fehl. Aber schon kommt mein Wohnmobilnachbar und schiebt seine Antirutschdinger unter meine Vorderräder. Damit komme ich problemlos weg. Ich bedanke mich sehr und wir schwatzen noch ein paar Minuten, obwohl wir uns gegenseitig nicht verstehen. Schwedisch beherrsche ich einfach nicht. Allerdings ist klar, solche Antirutschmatten muss ich auch haben.

einer von vielen zugefrorenen Seen

Wir fahren weiter, der Nebel verschwindet und irgendwo sehen wir ein Einkaufszentrum. Sofort steuern wir den Parkplatz an und ich will grad losstürmen da tönt es: Wart mal schnell, ich muss noch aufs WC. 

Es hat hier vier grosse Einkaufszentren, aber bei keinem sieht man aussen an, was es drinnen hat. Beim ersten nur Lebensmittel, beim Zweiten Lebensmittel und keine Antirutschmatten, beim Dritten Gartenmaterial und beim vierten Elektronik. Etwas weiter weg sehen wir ein weiteres Center mit dem Namen Biltema. Von Aussen auch nicht ersichtlich, was es drinnen verbirgt. Aber ein wahrer Traum: ein riesiger Baumarkt ohne Baumaterialen, aber Werkzeuge, Campingartikel, Bootszubehör, Hauhaltsartikel, einfach alles. Vom Anker für Boote bis Abdeckplannen für Schneescooter, Campinggeschir, Wasserkanister, einfach ALLES und noch viel mehr. Dort finden wir dann auch die Antislirmatta, genau die gleichen, wie mein schwedischer Helfer am Morgen. Die müssen einfach gut sein! Als wir endlich wieder draussen sind und ich den Motor starten will: Wart noch einen Moment, ich muss noch aufs WC.

die neuen Antiruschmatten

Etwas später haben wir ein kurzes Stück Autobahn und auf einem kleinen Rastplatz mit den roten WC – Häsuchen hat es in Schweden jeweils auch eine Toilettenentsorgung für Womos. Ich muss dort endlich wieder mal unseren Urinbehälter leeren. Und als ich dann grad noch den Wassertank füllen will, merke ich, dass ich keine Giesskanne dabei habe. Ok, kann man ja mal vergessen. Also beschliessen wir, beim nächsten Biltema wieder zu halten. Kurz vor dem Abfahren: Wart mal schnell….  Das kann ja nicht wahr sein! Warum können Frauen nicht auf die Toilette wenn die Blase voll ist? Ich meine ganz voll und sie dann ganz, aber wirklich ganz leeren? Dann sollte das doch einige Stunden reichen, oder? Natürlich denke ich das nur und sage: „ok, Liebling, mach nur“.

Kurze Zeit später sehen wir einen weiteren Biltema wo wir dann auch noch stoppen und ich mir einen super sensationellen faltbaren Wasserkanister kaufe, viel Besser wie jede Giesskanne. Vor der Abfahrt muss ich dann auch mal noch auf das WC und mache eine stinkwichtige Sitzung. Und dann hat es kein Klopapier auf der Rolle! Gibt es denn so was? „Sorry, habe ich das nicht gesagt?“

Bergwerksgebäude

Irgendwann kommen wir dann doch noch in Falun an und fahren auf den Stellplatz bei der Kupfermine. Selbstverständlich machen wir einen Spaziergang um die Mine, wo über 1000 Jahre lang im Tagbau Kupfer gewonnen wurde. Das Loch ist auch entsprechend gross, denn im 17 Jahrhundert lieferte diese Mine 2/3 des gesamten Kupferbedarfs weltweit. Nebenprodukte des Bergbaus ist das rote Farbpigment Falunrot, das zu Schwedens Nationalfarbe wurde und tausende von Häusern so gestrichen worden sind. Diese Farbe wird hier noch immer produziert. Leider hat das Museum im Winter nur an den Wochenenden offen, einen Besuch liegt daher nicht drin.

es hat schon noch Schnee

Jetzt machen wir es uns gemütlich und ach ja, der Kühlschrank funktioniert auch wieder.

  • Kilometer: 309km
  • Benzinverbrauch 9,6l / 100km
  • Temperatur: -1 bis 6 Grad

Übernachtung

Falun - Kupfermine***
Stellplatz

einfach, ruhig, direkt bei der Mine, kein Strom

Koordinaten: 60.601904,15.614709
letzter Besuch: 3.2018

Erste Zweifel über unseren Entscheid 24.3.2018

Heute kommen erste Zweifel auf, ob wir es bis ans Nordkap schaffen

es könnten noch lange 1700km werden

Zuerst läuft alles reibungslos. Wir fahren über schöne Strassen durch Schweden. Links Fichten- und Birkenwälder, rechts Birken- und Fichtenwälder. Wir beschlossen gestern noch, Walter und Anette in Selbu zu besuchen. Selbu liegt in Norwegen und ist für uns eigentlich kein Umweg, auch, weil wir dort dann grad auch noch LPG-Gas tanken können. Je weiter nördlich wir kommen, desto weniger Gas-Tankstellen gibt es. Und wenn es so richtig kalt ist, reicht unser Gasvorat für etwa 8 Tage, also sind wir um jede Tankstelle froh.

Auf den Inlandsvägen Richtung Norwegen tönt es dann vom Navi so: der Strasse für 124km folgen. Sind die 124km und die Ortschaft durch kommt die nächste Anweisung: folgen sie dieser Strasse für 145km. Links Fichten- und Birkenwälder, rechts Birken- und Fichtenwälder. Nur der Schnee ist manchmal mehr und manchmal etwas weniger. Die Strassen sind aber Schwarz geräumt, also das heisst, die Hauptstrassen. Will man links und rechts abzweigen ist entweder gar nicht geräumt, will heissen, die Strasse ist unter ca. 50cm Schnee oder dann eben nur weiss. Zum Glück müssen wir aber auf der Hauptstrasse bleiben. Der Schnee links und rechts wird immer höher, wir durchkreuzen ein schwedisches Skigebiet wo es aber mehr Schneemobile wie Skifahrer gibt.

stundenlang...

An der Grenze zu Norwegen kontrolliert uns niemand, wir könnten da voll durchrasen, wenn sich nicht der Strassenbelag schlagartig ändern würde. Statt auf Asphalt fahren wir nun auf einer dicken Schnee- und Eisschicht, es sieht rutschig aus und durch die hohen Schneemaden auf der Seite wird es auch enger. Das kann doch nicht sein, dass wir schon auf der Höhe Trondheim schneebedeckte Strassen haben! Es sind noch 1700km bis ans Nordkap, wie sollen wir je da hochkommen?

Die Geschwindigkeit nimmt ab und meine Sorgen zu. Vielleicht war es doch ein Fehler, dass wir um diese Jahreszeit in den Norden fahren wollen? Werden wir mit unseren Winterpneus, die schon den Sand von Marokko drauf haben, es bis ans Nordkap schaffen?

und die schönen Rastplätze sind nicht geräumt

Auf einem kleinen Parkplatz stoppen wir und bewundern die Gegend. Der kommt mir irgendwie bekannt vor. Ist das nicht genau der gleiche Parkplatz, auf dem wir vor vier Jahren im Schneegestöber vom Juni übernachtet haben? Aber klar, es scheint so, dass wir hier nur immer bei Schnee durchfahren.

Nun geht die Strasse aber wieder den Berg Richtung Trondheim hinunter, die Temperatur wird wärmer und der Schnee verschwindet von der Strasse. Es wird doch noch alles gut und wir müssen nicht die gesamten restlichen Kilometer auf Schnee fahren.

aber es ist sehr schön

Nach 18 Uhr treffen wir dann in Selbu ein und werden freudig empfangen. Wir richten uns vor dem Haus mit Sicht auf den Selbusjøen ein und quatschen dann den ganzen Abend bis tief in die Nacht, während dem wir vergeblich auf Nordlichter warten.

Hätte heute nicht sein sollen, aber es war trotzdem sehr schön.

  • 525km
  • 10,1 l /100km Diesel
  • 0 – 7 Grad

Ach ja, aus dem normalen Radio kommt in Norwegen wirklich nix, die haben nur noch DAB+

Eis an und unter den Rädern 25.3.2018

Wir sind nun endgültig im skandinavischen Winter in Östersund angekommen

Eissonne an den Rädern

Morgens verquatschen wir mit Anette und Walter den ganzen Vormittag und als wir nach dem Mittag endlich abfahren wollen, kommen wir nicht weg. Die Einfahrt ist zu steil (oder einfach schlecht geräumt)…;-) Aber Walter holt seine Schneefräse hervor und befreit vor dem Knutschi den Platz vom Schnee. Ich hätte am liebsten selber mit der Schneefräse etwas herumgefräst, aber einem Einheimischen nimmt man sein Werkzeug nicht weg.

Beim zweiten Versuch klappt es dann knapp und wir können uns mit vielen Tipps wieder auf die Reise machen. Walter und Annett waren vor zwei Jahren im Hochwinter mit ihrem Womo am Nordkap und da hat er als fast Norweger mehr Erfahrung wie wir.

Allerdings sein erster Tipp um LPG zu tanken an einer Shell-Tankstelle am Flughafen schlägt fehl, LPG gibt es dort keines mehr. Aber ein paar Kilometer weiter gibt’s noch eine Zweite bei einer Autogarage, die wir dann auch finden. Aber diese Säule akzeptiert unsere Kreditkarten nicht, wir können machen, was wir wollen, es fliesst kein Gas. Da ist guter Rat teuer. Die nächste kommt erst in Alta und das ist in Nordnorwegen. Zur Not würden wir es bis dahin mit 1 1/2 Flaschen Gas irgendwie schaffen, aber das ist ja nicht unbedingt der Zweck, dass wir überall Gas sparen müssen. Also fahren wir zur ersten Tankstelle zurück und fragen. Aber sie können nicht helfen, Gasflaschen könnten sie uns anbieten, aber das nützt uns momentan noch nix und diese könnten wir überall auftreiben. Wir fahren wieder zur kaputten LPG-Säule vier Kilometer weiter und versuchen nochmals unser Glück. Wir haben tatsächlich Glück, ein junger Norweger steht grad da und will in seinem Auto wegfahren. Wie es sich herausstellt, ein Angestellter der per Zufall hier ist.

an der LPG-Tankstelle

Ich erkläre ihm mit fliessend Norwegisch, dass die Säule nicht tut. Er schaut etwas ungläubig und probiert dann unsere Kreditkarte. Nachdem er feststellt, dass unsere Kreditkarte defekt ist, probiert er nun seine und diese funktioniert zum Glück auch nicht. Nun schaut er verdutzt drein und fragt uns, ob wir fünf Minuten Zeit hätten. Er geht ins Büro und startet die gesamte elektronische Anlage neu und siehe da, danach wird unsere Kreditkarte anstandslos akzeptiert und wir können voll tanken.

Es fühlt sich in Skandinavien mit vollem Gastank gleich viel besser an und so fahren wir gut gelaunt weiter Richtung Schweden zurück. Es schneit, aber die Strassen sind geräumt und nass. Es geht ziemlich gut vorwärts, wir überschreiten die Grenze zu Schweden und passieren immer noch bei Schneefall Are, dort wo jeweils die Skirennen stattfinden. Nun sinkt die Temperatur dann ziemlich schnell auf -5 Grad und so setzt sich der Schnee an und nicht nur dass, wir fahren die letzten 60km auf einer richtigen Eisschicht, Bremsweg schätzungsweise 500m. Zum Glück geht fast alles geradeaus und es ist sehr übersichtlich. Von den Schweden, die uns überholen lassen wir uns nicht jagen denn einige fahren auch schön brav hinter uns her und überholen auch nicht, wenn sie könnten. Wir haben also anscheinend für die Verhältnisse ein gutes Reisetempo.

ziemlich übersichtlich...

Unser Tagesziel ist Östersund, wo es eine Übernachtungsmöglichkeit direkt am zugefrorenen See und doch fast mitten in der Stadt gibt. Bis wir dort sind müssen wir aber noch einige Kreisel meistern und bei einer Ampelanlage mit steigender Strasse schwitze ich ein wenig, ob wir da überhaupt je wieder wegkommen. Aber ganz sachte geht es und wir kommen gut auf dem Parkplatz am See an.

...aber arschglatt

An unserem Knutschi haben sich überall vereiste Plastiken gebildet, die schönste ist am Raddeckel und die faszinierendsten an der Seite. Die kleinen Eiszapfen schauen alle nach vorne in die Fahrtrichtung! Sowas habe ich echt noch nie gesehen.

  • 266km Tagesstrecke
  • 10,0 l Dieselverbrauch
  • +1 bis -5 Grad (diese Nacht solle es -12 Grad werden)

Nachtrag: auch früher abfahren hätte nix gebracht, die E14, die wir gefahren waren, war vorher wegen einem Erdrutsch gesperrt. Wir haben so allerdings nichts mitbekommen...

Übernachtung

Oestersund - beim Bahnhof/See***
Parkplatz

direkt am See und im Winter geräumt

Koordinaten: 63.177826,14.630928
letzter Besuch: 3.2018

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