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Insel Krk Kroatien 2015
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Reisebericht

Wenn zwei sich vertrauen und das Navi schuld ist 4.6.2014

Wieder ein unvergesslicher Tag, von dem wir in 10 Jahren noch sprechen werden.

Mittagsrast

Wir fahren um 9 Uhr morgens los und sind super gelaunt. Es steht eine ziemliche Wegstrecke an, wollen wir doch bis ins finnische Rovaniemi zum Santa Claus.

Es läuft gut, die Strassen perfekt, wieder kein Verkehr (Strasse) und wunderschöne Gegend. Auch kommen wir gut voran. So gut, dass wir plötzlich merken, dass unser Navi anzeigt, dass wir vor 7 km links abbiegen sollten. Also schnell kehrt bei einem der sehr vielen Vändeplats, zurück und Richtung Rovaniemi. Schon erreichen uns die ersten SMS von Freunden mit dem schadefrohen Lachen, dass wir wohl falsch gefahren sind, da wir umkehren. Internet vergisst nichts! Anita hat die Karte in den Händen, macht aber Fotos und ich habe das Navi programmiert...

Polarkreis

Die Strassen werden kleiner, der Verkehr weniger. Plötzlich sagt Anita: "Du, rechts oben hat es so ein Zeichen, wie wenn wir jetzt den Polarkreis überschreiten." "Kann nicht sein, den erreichen wir erst in Rovaniemi", antworte ich mir sicher. 

Eine halbe Stunde später finden wir einen traumhaften Platz direkt an einem See. Wir können nicht widerstehen und machen Rast. Wir essen sogar zu Nacht und überlegen uns, hier zu übernachten. Auch noch einen Blogzwischeneintrag mache ich, denn die gestrige Hilfe von Herrn Lüthi von der Swisscom wirkt Wunder. Mein Modem funktioniert jetzt auch hier in der Wildnis perfekt. Nach zwei Stunden geniessen, beschliessen wir, doch noch die 60km bis nach Rovaniemi zu fahren. Beim Abfahren werde ich ein bisschen stutzig, wohin uns das Navi führt und ich nehme zur Sicherheit doch noch die Strassenkarte hervor. 

Wo sind wir?

Langsam steigt Panik in mir hoch, ich weiss überhaupt nicht wo wir sind, auf alle Fälle nicht auf der Hauptstrasse Richtung Rovaniemi. Das Navi fliegt in die Ecke und ich versuche mit einem App unsere Koordinaten zu bestimmen. Ich traue meinen Augen nicht, schon weit über dem Polarkreis irgendwo in der Pampa! Navi aus der Ecke geholt und Rovaniemi programmiert: 263km! Das kann nicht sein. Ok, ab jetzt fahren wir nach Karte: Es gibt aber ein paar kleinere Strassen, das heisst, keine Autobahn, nicht rot, nicht gelb, sondern weiss und nicht grad die mit den breitesten Strichen. Strasse ist Strasse und geschätzte 2:30h bis Rovaniemi.

Wir fahren los, alles läuft super, aber unsere Abkürzung ist 35km Schotterstrasse. Wir sparen uns so sicher 100km. Die Landschaft ist noch herrlicher, wir sehen Elche, Rentiere und Hasen. Einfach traumhaft. Nur der Geschwindigkeitsschnitt fällt in sich zusammen. Obwohl unser Navi uns zur Umkehr zwingen will, ziehen wir es durch und kommen sogar wieder auf Hauptstrassen. Auch der Grenzübertritt nach Finnland geht problemlos, da keiner mehr am Zoll steht und schliesslich treffen wir um 23 Uhr in Rovaniemi ein. Ortszeit Mitternacht, da es hier eine kleine Zeitverschiebung gibt.

Navigiert haben wir mit Navigon auf einem Tablet. Es hat heute mehrmals total versagt, auch auf Hauptstrassen, die in der Karte angezeigt waren, wollte es partout einen riesen Umweg fahren. Ich werde ab sofort immer die Karte im Cockpit haben!

Aber, wir sind an Orten vorbeigekommen, die wir nie gesehen hätten und haben mehrmals Rentiere und Elche gesichtet. Die Elche sind ware Monster von der Grösse her. Es war aber ein sensationeller Tag.

Reisedaten

777km
9:22 h Fahrzeit (so lang? ist mir viel kürzer vorgekommen)
Sonnenaufgang: 2:54 Uhr
Sonnenuntergang: 23:30 Uhr
14 - 27 Grad morgens stark bewölkt, ab Mittag sehr sonnig
Mücken: ein paar gesehen, waren aber nicht hungrig
Internet via W-Lan Antenne, das Santa Claus Netz angezapft.

Externe Links

Übernachtung

Rovaniemi - Santa Claus Village**
Parkplatz

Direkt beim Santa Claus Village, 

Koordinaten: 66.542244,25.842536
letzter Besuch: 4.2018

Wir sind nicht lichtdicht und fahren durch Lappland 5.6.2014

es ist 6 Uhr morgens in Rovanjemi und ich bin schon wieder wach.

mit dem Nikolaus

Sonnuntergang an unserem Standort im Santa Claus Village 23:30 Uhr, Sonnenaufgang heute um 0:52 Uhr. In diesen 82 Minuten dazwischen findet die Abend- und Morgendämmerung statt, es ist keinesfalls nur ansatzweise Nacht. Es war taghell und in unserem Knutschi dringt mehr Licht ein, als uns lieb ist. Ich habe nicht sonderlich gut geschlafen und darum bin ich schon wieder auf. Ich erledige jetzt noch die wichtigsten Arbeiten vom Geschäft, was soll ich schon anderes machen?

Anita schläft noch den Schlaf der Gerechten!

Beim echten Nikolaus

Nach einem kleinen Frühstück auf dem Parkplatz zotteln wir los, um den Weihnachsmann zu besuchen. Es ist alles auf Kommerz ausgerichtet und bei 28 Grad nicht gerade weihnächtelig. Nur die Berieselung durch die Weihnachtsmusik aus den Lautsprechern gibt etwas Stimmung. Aber im Haus des Weihnachtsmannes gefällt es mir ganz gut. Es ist liebevoll gemacht und ich erfahre, dass der original Weihnachtsmann auch für die Drehgeschwindigkeit der Erde zuständig ist. Momentan lässt er es glaub langsamer drehen, denn ab heute werden wir für eine ganze Weile keinen Sonnenuntergang mehr erleben.

Nach ganz kurzer Wartezeit dürfen wir zu ihm. Er begrüsst uns persönlich und spricht sogar etwas deutsch, er kann ja alle Sprachen aller Kinder. Er ist wirklich nett und liebevoll. Natürlich werden vom Fotowichtel auch ein paar Fotos gemacht. Die kann man dann auch kaufen, der Fotowichtel ist auch ein guter Geschäftswichtel, denn die Fotos sind teuer. Zum Santa Claus selber durften wir aber gratis… Wir sparen uns aber die 7 € für den Postkartendienst, wo das Santa Claus Postamt die Karten dann auf Weihnachten versendet werden… Aber das Foto mit dem Schritt über den Polarkreis schiessen wir auch noch, obwohl wir ja gestern schon weit darüber waren.

Durch Lappland

Nach dem Mittag fahren wir noch nach Rovaniemi, um einzukaufen. Wir müssen via Augen und Bilder einkaufen, denn wir verstehen keine einzige Silbe finnisch, aber wir finden alles und unsere Vorräte werden verstaut. Anfangs Nachmittag ziehen wir dann endgültig weiter Richtung Norden.

An der ersten Tankstelle tanken wir auf, füllen auch frisches Wasser nach und ziehen weiter durch die schöne waldige Gegend. Wir halten oft, machen Fotos, sogar Schnee sehen wir. Das Wetter ist wechselhaft, ein paar wenige Tropfen regen, meistens aber blauer Himmel mit Wolken durchzogen und es wird immer sonniger, wie bis jetzt jeden Tag gegen Abend.

Wir kommen gut voran und in Inari fahren wir die 971 hoch, eine Nebenstrasse und nicht den direktesten Weg zum Nordkap. Das leisten wir uns, kommt doch ein See am anderen und wir sehen mehr Rentiere, wie Autos (echt wahr, wir haben gezählt, 14 Autos und 16 Rentiere auf 62km).

Schliesslich finden wir einen traumhaften Platz für unser Knutschi in einer Waldlichtung bei einem See. Besser könnte es nicht sein.

Reisedaten:

Km 433km
Fahrzeit: 6 Std.
Wetter: bewölkt, sonnig bei 15 – 28 Grad
Sonnenaufgang: 0:52 Uhr
Sonnenuntergang: keiner

Übernachtung

Supru - im Wald*****
frei

absoluter Traumplatz in einsamer Waldlichtung am See

Koordinaten: 69.3341,28.19311
letzter Besuch: 6.2014

Norge, wir kommen 6.6.2014

Wir passieren die Grenze mit einer Zollkontrolle und sind ein weiteres Mal von der Landschaft beeindruckt

die Landschaft wird rauer

Traumhaft

Es war ein traumhaftes erwachen heute. Idyllisch am See, Sonne und nur Vögel die zwitschern. Einen schöneren Übernachtungsplatz hatte ich noch nie. Wir bekommen nicht genug davon und machen es uns gemütlich. Dann hole ich mit unserem Kessel etwa 10x Wasser aus dem See und befreie unser Knutschi vom Staub. Die lange Schotterpiste vorgestern hat ihre Spuren hinterlassen. Eine halbe Stunde später glänzt unser Gefährt mit finnischem Seewasser in vollem Glanz.

Zur Belohnung gönne ich mir noch ein Bad im See. Allerdings ist das Wasser dann doch etwas kälter, wie ich zu Beginn gemeint habe.

Da die ganze Nacht die Sonne am Himmel stand, ist es am Morgen schon 27 Grad. Etwas nach zehn fahren wir dann aber schweren Herzens doch los. An unzähligen Seen vorbei Richtung Norwegen.

Zollübergang

Am Zollhäuschen stehen drei gelangweilte Zöllner, die uns aber sehr freundlich winken. Wir halten bei ihnen und sie beginnen mit uns zu schwatzen. Verstehen tun wir nichts, aber wir merken, dass es grosse Womofans sind und gerne unser Knutschi besichtigen wollten. Natürlich dürfen sie dass und sie interessieren sich für unsere Möbel und unsere Schränkchen. Sogar jedes Staufach wollen sie anschauen, ich glaube, sie waren beeindruckt. Danach begutachten sie auch unsere Garage, Kühlschrank und Eisfach und sprechen etwas von Kartoffeln. Leider können wir ihnen die nicht bieten, stattdessen bieten wir ihnen Chips an, doch die wollen sie nicht. Danach fragen sie uns wegen Euros und anderem Bargeld. Wollten sie ein Trinkgeld? Genommen haben sie dann aber nichts und ich glaube, ihnen hat unser Wohnmobil super gefallen, denn sie Nicken mit dem Kopf und weisen uns nach Norwegen. Allerdings der Dicke war etwas eitel, denn er wollte nicht, dass wir sie fotografieren. Das haben wir natürlich respektiert.

Kurz nach der Grenze ändert sich die Landschaft total, rauer, wilder, bergiger. Auch die Strassen rumpeln ein wenig mehr. Wir können uns wieder einmal nicht sattsehen und fahren langsamer, wie wir dürften. Die Strasse 98 führt uns hoch in die weissen Berge und oben bei der Baustelle fahren wir wieder 5 km Schotterpiste, alles reinigen von heute Morgen ist im Eimer…

Danach, nach Ilfjord finden wir wieder einen schönen Stellplatz mit Aussicht auf das Eismeer, das jetzt eislos ist. Aber wenn wir Glück haben und das Wetter so schön bleibt, mit genialem Blick auf die Mitternachtssonne (theoretisch).

Reisedaten:

Km 281 km
Fahrzeit: 4 ¾  Std.
Wetter: bewölkt, sonnig bei 16 – 27 Grad
Sonnenaufgang: -
Sonnenuntergang: -

Übernachtung

Landarsfjorden - Pampa****
frei

sehr ruhig, Sicht aufs Meer und Mitternachtssonne

Koordinaten: 70.41618,26.73249
letzter Besuch: 6.2014

Trödeltag 7.6.2014

Wir werden heute einen Trödeltag einschalten und umherlungern. Der norwegische Wetterbericht hat heute Nebel am Nordkapp und morgen Nachmittag schönes Wetter. Also werden wir erst morgen dort ankommen, so einfach ist das.

das Wetter ist durchzogen

Mit der Mitternachtssonne ist gestern nichts geworden. Gegen Abend sind dann Wolken und Nebel aufgezogen und die Temperatur wurde dem Breitengrad entsprechend angepasst – 8 Grad. Die Abendstimmung war aber trotzdem überwältigend, Nordmeer und Nebel. Nach dem Studium des Wetterberichts entschieden wir noch gestern Abend, heute einen „Servicetag“ einzulegen, einkaufen, Auto waschen, Wäsche waschen etc und erst am Sonntag ans Kapp zu fahren.

Wir fahren dem Meer entlang bis zum Nordkapp-Campingplatz 20km vor dem eigentlichen Nordkapp. Unterwegs sehen wir noch einen Wegweiser zum Silfar Canyon. Schnell angehalten und einen Spaziergang von 5 Minuten und schon sind wir im Silber Canyon. Wir kannten ihn nicht, finden ihn auch nicht sensationell aber wir waren hier.

Um 16 Uhr kommen wir im Nordkapp Camping an. Es ist mehr ein Stellplatz auf Asphalt, aber wir können hier unseren Knutschi waschen, es wiedermal an den Strom hängen, alles Entsorgen und wieder füllen. Und das wichtigste: meine holde Kunigunde darf endlich wiedermal ihre Haare föhnen und glätten. Obwohl sie auch ohne gemachte Haare die Schönste ist, glaubt sie es mir dies jeweils nicht. Frauen soll man aber machen lassen, wenn es um Schönheit geht, wir Männer sagen ja doch nur jeweils das Falsche.

Aber zurück zu unserer Reise: Das Wetter war bedeckt, 8 – 9 Grad und richtig nordisch. Die Fotos hatten dadurch etwas weniger Farbe, unsere Eindrücke sind aber dennoch überwältigend. Aber ehrlich gesagt, gestern war‘s dennoch etwas besser von der Landschaft her.

Hier in Norwegen sind die Strassen etwas rauher und holpriger, dadurch die Geschwindigkeit und auch der Benzinverbrauch etwas niedriger.

Ach ja, meine Kunigunde wurde im Tunnel unter dem Meer ganz ruhig und bleich. Aber kaum wieder über dem Meeresspiegel, knippste sie weiter drauflos….

Reisedaten

Km 275 km
Fahrzeit: 4 Std.
Wetter: stark bewölkt 7 – 9 Grad
Sonnenaufgang: -
Sonnenuntergang: -

Übernachtung

Honningsvag - Nordkapp Camping***
Stellplatz

ebener Stellplatz mit Autowaschmöglichkeit

Koordinaten: 71.02731,25.89032
letzter Besuch: 6.2014

Wir sind am Ziel !! 8.6.2014

Nach insgesamt 9 Tagen, 4071km, 52:38 Std. Fahrt sind wir am Nordkapp angekommen! Wir hätten etwas grandioses verpasst, hätten wir diese Fahrt nicht gemacht.

Nordkap

Die restlichen 21km bis zum Nordkapp starten wir um etwa 10 Uhr. Das Wetter ist bewölkt und neblig, aber der Wetterbericht hat ja ab ca. 11 Uhr auch Sonnenschein am Kapp. Die Strasse führt nun vielfach berghoch und plötzlich die ersten blauen Flecken am Himmel. Unser strahlen in den Gesichtern wird grösser und grösser und 10 km vor dem Ziel sind wir in einer riesigen Euphorie: wir sehen das Meer blau blitzen und glauben nun tatsächlich, dass wir nicht ein nebliges Nordkapp besichtigen müssen.

Nordkap

Nach der Zahlstation suchen wir uns auf dem grossen Schotterparkplatz ein schöner Platz mit Meersicht und es hält uns nichts mehr in unserem Knutschi. Jacke anziehen und raus. Die Tür schlägt es mir fast aus der Hand, und die Finger frieren am Griff fast fest. Ups, schnell wieder rein, nochmals eine Jacke anziehen, Mütze holen und zweiter Versuch. 6 Grad, stürmischer Wind, aber: Sonne!

Wir stürmen zur Weltkugel, machen ein paar Fotos solange der Himmel blau ist und besichtigen dann zum Aufwärmen die Nordkapphallen. Und wieder raus, Fotos machen, hinein, aufwärmen, raus, hinein, raus und so weiter. Zwischen durch ein erstes Mal um 12 Uhr, ein zweites Mal um 13:15 und um 14:00 Uhr draussen vor der Webcam posieren, damit uns die ganze Welt sehen kann. Es ist einfach nur fantastisch.

Shopping am Nordkap

Mit der Zeit beruhigen wir uns wieder und gehen mal Shoppen mit den Touristen… Diesmal bin ich  es, der unbedingt etwas will: ich sehe so eine rote Norwegerfliesjacke, mit Norwegerwappen und Nordkapp Schriftzug. Ist ja ein Schnäppchen! Sicher eine original Norweger Markenware, die jedem Wetter widersteht. Und das für nur 545 norwegische Kronen, ca 70 €. In der Schweiz kostet die mindestens 600 Franken, ach was, 800 oder mehr… Die muss ich einfach haben, schliesslich gehe ich in der Schweiz auch oft in die Berge und dort sind dann ja norwegische Wetterbedingungen. Meiner Frau schwätze ich noch ein ähnlich günstiges Topangebot auf und danach verlassen wir zufrieden den Shop

Nun mal geht’s ans Kartenschreiben an die Lieben zu Hause und wir bewundern natürlich die Bilder der Webcam, wo wir drauf sind.

Langsam glaube ich echt daran, dass wir heute die Mitternachtssonne am Nordkapp bewundern können. Das wär ja was! Oder wenn wir 24 Std hier sind, wir die Sonne von jeder Seite um uns herum scheinen sehen. Einzigartig…

Inzwischen sind Anita und ich auch noch Mitglied im Royal North Cape Club geworden. Für schlappe 125 Kronen pro Person, jetzt können wir unser Leben lang gratis auf das Nordkapp-Gelände, gut investiertes Geld, denn wir sind nicht zum letzten Mal hier!

Reisedaten

Km 25 km
Fahrzeit: 25 Minuten.
Wetter: windig, sonnig, bewölkt, 5 – 7 Grad
Sonnenaufgang: -
Sonnenuntergang: -
Eintritt Nordkapp: 48 Std 2 Personen und Wohnmobil: 490 Kronen

Externe Links

Übernachtung

Nordkapp - Nordkapp***
Parkplatz

keine Ent- und Versorgungsmöglichkeit

Koordinaten: 71.1687,25.7819
letzter Besuch: 6.2014

Mitternachtssonne 9.6.2014

wir haben noch nie ein so eindrückliches Naturschauspiel miterleben dürfen und sind dem lieben Gott unendlich dankbar, Mitternachtssonne am Nordkap!

die Weltkugel in der Mitternachtssonne

Das wir so etwas bei diesem Wetter erleben durften, ist einmalig. Sogar Norweger waren hier und haben gestaunt und mit Helikopter Filmaufnamen und Fotos gemacht. Es ist nicht alltäglich, dass am Nordkapp dieses perfekte Wetter herrscht, wenn die Mitternachtssonne scheint.

Ach ja, der Eindruck der Fotos täuscht, es ist taghell um Mitternacht und die Sonne scheint, wie wenn es Mittag wäre. Nur, sie scheint exakt von Norden!

Einen Tag, den wir nie vergessen werden.

Externe Links

In der weltweit nördlichsten Stadt 9.6.2014

Schweren Herzens haben wir uns bei schönstem Wetter vom Nordkapp durch ein letztes Winken in die Webcam verabschiedet und sind zum ersten mal wieder Richtung Süden gefahren.

nördlichste Fahrradtour

Über 100km in entgegengesetzter Richtung, unterm Meer hindurch bis nach Oderfjord. Uns kommen viele Wohnmobile entgegen, alle Grüssen uns durch Winken und mit Vorfreude auf ihr Nordkapp. Ob die alle nochmals solches Traumwetter haben wie wir? Es tut nämlich langsam zu und der Himmel wird bewölkt.

In Skaidi können wir unser Schmutzwasser und Toilette entsorgen plus frisches Wasser tanken. Danach fahren wir über die Kvalsund- Hängebrücke (die nördlichste der Welt) weiter bis nach Hammerfest und noch etwas weiter, bis wir einen Stellplatz anfahren, der im Womoführer Nord-Norwegen empfohlen wird. Direkt am Meer. Es ist schon genial, schauen wir gegen das Meer, haben wir Meerambiente, schauen wir in die andere Richtung, könnte man meinen, wir sind auf 2500m über Meer in den Alpen.

Meridiansäule in Hammerfest

Kurz nach unserer Ankunft fassen wir unsere Fahrräder und fahren zurück nach Hammerfest. Wir wollen die Stadt besichtigen und ich als gelernter Vermesser will noch ein Bild bei der Meridiansäule machen, das an die Vermessung des Erdballs erinnert. 1844 wurde von Schwarzen Meer bis nach Hammerfest genau 2821.853m gemessen, daraus wurde dann der Weltumfang berechnet.

Im grossen und Ganzen muss ich aber ehrlich zugegeben, wenn man knapp an Zeit ist, kann man sich den Abzweiger nach Hammerfest sparen. Die Stadt ist nicht sonderlich schön, auch die Anfahrt reisst uns nicht aus den Sitzen wie alles andere vorher. Das Hammerfest die erste Stadt war, die elektrifiziert wurden, hilft uns da irgendwie auch nicht weiter.

Nur rätseln wir, was mit den hunderten von Fischköpfen gemacht wird, die zum Trocknen an riesigen Holzkonstruktion aufgehängt wurden - Fischchips?

Daten

230 km - 3:50 Std.
Wetter: sonnig bis starkt bewölkt, 13 – 20 Grad
Sonnenauf- und Untergang: keiner

Übernachtung

Hammerfest - Forsol****
frei

direkt am Meer auf einem ruhigen Rastplatz

Koordinaten: 70.719066,23.821391
letzter Besuch: 6.2014

Für einmal trübes Wetter 10.6.2014

Wir starten von Hammerfest bei leichtem Nieselregen und tiefen Wolken. Die Stimmung an Bord ist trotzdem gut.

auch trüb eine schöne Landschaft

Treffen

Aus dem Radio erklingen Schweizer Rockmundart-Lieder vom iPod von Anita, wir bestaunen die Gegend weiterhin, Anita macht Fotos aus dem fahrenden Auto und manchmal stoppen wir kurz an den unzähligen Parkplätzen entlang der E6 (bei jedem gibt’s was schönes zu sehen). In Skaidi ent- und versorgen wir uns zum zweiten Mal und hinter uns fährt ein deutsches Womo an und womi6063 steigt aus und gibt sich aus dem Womoforum zu erkennen. Jetzt werden wir schon in Norwegen erkannt und ich fühle mich wie ein Star! Nach einem kurzen Gespräch geht’s für beide wieder weiter, ich denke, wir treffen uns nochmals, da wir in etwa die gleiche Route und den gleichen Zeitplan haben.

Museumsbesuch

Heute fahren wir einfach drauflos und haben keine Ahnung, wie weit es wir schaffen. In Alta sehen wir auf einem Parkplatz eine Ansammlung von Touristen und Wohnmobilen. Also nichts wie hin und es hat dort ein Museum. Also hinein und mal schauen, was es gibt. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, dass man für den Aussenrundgang 90 Minuten einrechnen muss. Na ja, die Felszeichnungen interessieren uns ehrlich gesagt, nicht wahnsinnig. Wir sind halt Kulturbanaussen, möchten aber niemanden zu nahe treten, der das super findet. Wir kürzen ab und sind 20 Minuten später wieder draussen…

Irgendwann denken wir, dass wir uns jetzt auf die Suche nach einem Stellplatz am Meer machen. Aussicht muss keine sein, da das Wetter immer noch neblig und feucht ist. Schon 1 km später kommt ein Wegweiser mit einem Wohnmobil drauf und wir zweigen ab. Nun sind wir in Sandbukt auf einem offiziellen Stellplatz beim Häfelchen. So müssen wir nicht mehr suchen, können Wasser verschwenden und auch die Toilette morgen wieder leeren. Ich habe unsere Reise mit dem ADAC-Stellplatz-App mitgeplant und für Norwegen sind da nach Gefühl nur 10% der Stellplätze und Campingplätze verzeichnet. Es hat also viel mehr, wie in diesem Verzeichnis.
So, meine Holde kocht heute Spätzle und ich freue mich drauf….

Reisedaten

300km
4:40 Std Fahrzeit
9 – 10 Grad
noch kein Sonnenauf und Sonnenuntergang
Mücken: keine
Internet via W-Lan Antenne, da ich zwei freie finde.

Übernachtung

Oksfijordhamn - Hafen***
Stellplatz Koordinaten: 69.907040,21.325144
letzter Besuch: 7.2014

Tromsø und Mitternachtssonne 11.6.2014

Gestern Abend haben wir eine Planänderung vorgenommen. Da wir noch sehr viel Zeit haben und das Wetter wieder besser werden sollte, beschlossen wir, über Tromsø und Fähre zu den Vesteralen und dann erst die Lofoten zu besuchen.

Brücke in Tromsø

Kurz nach unsere Abfahrt haben wir strahlend blauen Himmel und den gesamten Storfjorden (100km Autostrecke) haben wir einmal mehr das Gefühl, bei jedem Rastplatz halten zu müssen, da wir sonst etwas verpassen. Die Bilder mit dem blauen Meer und den weissen Bergen im Hintergrund sind für uns einfach eimalig.

In Nordjosbotn biegen wir Richtung Tromsø ab und immer noch diese Landschaft. Und dann sehen wir die Brücke die Tromsøbrua sowie fast die gesamte Stadt in der Sonne glänzen. Natürlich müssen wir diese Brücke fahren und danach sofort rechts und schon haben wir einen Parkplatz fast direkt am Hafen.

Stadtbummel und Seilbahnfahrt

Jetzt geht’s schnell, Fahrräder runter, Fototasche montieren und los in die Stadt. Wir merken, ins Fussgängerzentrum sind es nur gerade einige Meter, können wir also später noch machen, also kurz zurück und natürlich über die Brücke. Es ist ein bisschen kriminell, viele Fussgänger und Fahrradfahrer in beide Richtungen, nur ca. 1.10m breiter Streifen zwischen Leitplanke und Geländer für diese zwei Verkehrsteilnehmerkategorien. Aber wir kommen heil hinüber und merken, dass die andere Seite Brückenseite wegen Baustelle gesperrt ist. Normalerweise kommen sich die Fussgänger und Fahrradfahrer also nicht in die Quere. Nach der Brücke sehen wir einen Wegweiser mit einer Seilbahn drauf, dem wir natürlich interessiert folgen. Einen Kilometer später Ticket gelöst und schon fahren wir gemütlich auf den Hausberg von Tromsø.

Die Aussicht ist gigantisch! Wir sitzen da auf einem Berg, mit Turnschuhen wie Touristen, und geniessen den Ausblick über die Stadt und die Fjorde. Später fahren wir wieder hinab, besuchen noch die Eiskathedrale und machen uns danach zu Fuss in die Innenstadt. Wir beschliessen bei Beppe Pizzas unser Nachtessen einzunehmen. Mit dickem Bauch sind wir um Acht wieder bei unserem Knutschi und beschliessen, die 50km bis Sommarøy noch diesen Abend unter die Räder zu nehmen.

Tromsø und Sommarøy waren totale Glücksgriffe. Wenn wir euch nur unsere Gefühle zeigen könnten, es ist himmlisch! Wir stehen am Meer, etwa 20 kleine und grössere Insel vor uns, blauer Himmel, blaues Meer und die Mitternachtssonne scheint dunkelgelb.

Reisedaten

320km
5:10 Std Fahrzeit
12 - 19 Grad, sonnig
kein Sonnenauf- und -untergang
keine Mücken

Übernachtung

Sommarøy - ****
frei

ruhiger Platz direkt am schönen Meer

Koordinaten: 69.632307,18.025902
letzter Besuch: 6.2014

Inselhüpfen mit Fähren 12.6.2014

In der zweiten Nachthälte wurde es kalt und düster, darum beschlossen wir, unseren schönen Platz relativ früh zu verlassen, in Brensholmen einzukaufen und die 12 Uhr Fähre nach Botnhamn zu nehmen.

auf die Fähre

Allerdings besteht Botnhamn nur aus ganz wenigen Häusern und der Anlegemole der Fähre, weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit, dafür sehen wir die verspätete 10:15 Uhr Fähre ankommen. Schnell noch die Räder ins Womi verfrachtet und gleich auf die Fähre auffahren. Wie wir Schweizer natürlich sind, beim Kassier ehrlich unsere Länge des Wohnmobils mit „seven e half meters“ angegeben. Der Kontrolleur schaut nur schräg und verrechnet uns bis 7 Meter. Sieht unser Knutschi so klein aus?? Fast bin ich etwas beleidigt, aber ziemlich viel Kronen gespart und darum bin ich dann auch nicht verärgert…

Insel Senja

45 Minuten später können wir die Fähre schon wieder verlassen und wir sind auf der Insel Senja. Einer der wilderen und von Touristen unberührteren Inseln von Norwegen. Sofort finden wir im kleinen Dorfzentrum eine Einkaufsmöglichkeit und in einem kleinen Laden shoppen wir unsere Küche wieder voll. Manche Dinge sind extrem teuer, andere wieder ganz normal. Und welches in dem ganzen Gestell ist wohl Rahm? Schlussendlich finden wir alles und wir machen uns weiter auf den Weg.

Wir fahren einfach Richtung Gryllefjord am anderen Ende der Insel. Die Wolken hängen tief, aber es passt zu dieser wilden Natur und wir finden es wiedermal grossartig. Stoppen überall, machen Fotos. Auf einem Rastplatz treffen wir Landsleute, sprechen ein wenig mit ihnen und beim Weiterfahren schütteln Anita und ich gleichzeitig den Kopf. Wie kann man so kleinkariert und geizig sein? Ist das typisch für die Schweizer?

Die Strassen auf Senja sind enger wie bisher, es hat aber fast keine anderen Autos und überall gibt es Ausweichbuchten. Die Geschwindigkeit ist also nicht sehr hoch aber dadurch werden die Fotos aus dem fahrenden Auto gut. Uns gefällt die Insel wirklich gut, aber dennoch kommen wir schon um 14 Uhr in Gryllefjord an. Und wieder haben wir Glück. Die Fähre nach Andenens legt gerade an und wir können schon wieder als letzte kommend noch aufspringen.

Andenes

„Seven e half meters“ gebe ich am Einkassierer wieder an und wieder bezahlen wir nur für 7 m. Unser Knutschi ist wieder beleidigt aber mich als Zahler freuts natürlich. Die Überfahrt dauert fast zwei Stunden, der Seegang ist für Schweizer schon windig, aber sogar Anita übersteht die Überfahrt ohne dass es ihr schlecht wird.

In Andenes fahren wir mit dem Ziel los, den ersten besten Platz zum Übernachten zu benützen. Morgen soll es vielleicht etwas besseres Wetter geben und so könnten wir die Vesteralen dann mehr geniessen. Kurz ausserhalb des Ortes erspähen wir Wohnmobile am Meer und wir merken, dass dort ein offizieller Stellplatz liegt. Er ist schön gelegen, mit Strom und wiedermal mit etwas schnellerem W-Lan. Uns kann heute nichts mehr passieren und wir lassen den Abend in unserem Knutschi ausklingen. Um Mitternacht erleben wir noch einen fantastischen Mitternachtsregenbogen in der Mitternachtssonne über dem Meer. Einfach nur herrlich!

Reisedaten

96km
2:20 Std Fahrzeit plus ca. 2 ¾ Std Fähre
6 - 9 Grad, stark bewölkt
und noch immer keine Mücken
auch keinen Sonnenuntergang, geschweige einen Aufgang

Übernachtung

Andenes - Camping****
Stellplatz

Platz direkt am Meer, zu empfehlen

Koordinaten: 69.305168,16.068101
letzter Besuch: 6.2014

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