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Griechenland 2017
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Reisebericht

Trenntoilette zum Dritten 13.3.2019

Nun habe ich schon drei Trenntoiletten in Wohnmobile eingebaut und alle wurden toll.

WC weggedreht

Fall Nummer 1 war unser eigener Einbau. Da war ich ganze drei Tage am Arbeiten, bis ich zufrieden war. Allerdings fand ich dazumal, dass es ziemlich perfekt wurde und hatte eine riesen Freude.

Nr. 2 war das Womo von Roland, gleiches Modell Womo und auch die gleiche Toilette von Tomtur. Da ich die gleiche Arbeit schon mal gemacht hatte, war es innerhalb eines Tages fixfertig und erst noch schöner wie bei unserem Womo. Was Erfahrung alles ausmacht! Nach jener Arbeit war ich richtig stolz und zufrieden und Roland hat eine riesen Freude an dieser tollen Toilette.

WC in Position

Fall Nummer 3 ist nun viel komplizierter. This und ich bauten in einen Kastenwagen, Challenger V 217 Exclusive, eine Trenntoilette von Air Head ein. Diese Toilette ist ein wenig kleiner und bei den engen Verhältnissen im Bad des Kastenwagens die einzige Möglichkeit. Und weil alles so eng ist und man ja auch bequem sitzen sollte, entschieden wir uns, einen Drehmechanismus einzubauen. Allerdings mussten wir zuerst die alte Toilette demontieren, damit wir sahen, wie es unter der Toilette aussah.

Unterboden

Es hatte dort super Platz um 5cm dicke Holzleisten anzuschrauben und einen stabilen Unterboden zu machen. Dann montierten wir eine wasserunempfindliche Hartplatte darauf und dichteten sie zur Duschwanne hin ab. Das WC montierten wir ebenfalls auf so eine Platte und suchten danach mit einer Kartonschablone den richtigen Drehpunkt. Dort in den neu erstellten Unterboden ein Loch 5cm tief bohren, so dass es nicht durch das gesamte Fahrzeug geht. Dann stiessen wir ein auf die richtige Länge abgeschnittenes Metallrohr satt in das Loch und hatten so eine perfekte Hülse für einen Stift.

drehbare Platte

Für diesen Stift drückten wir eine passende Flachkopfschraube durch die Platte, wo das WC montiert ist und schnitten dort das Gewinde ab. Und schon hatten wir den Drehmechanismus: die zwei Platten drehen sich jetzt übereinander ohne Spiel dazwischen.

Der Ausgang des Lüftungsschlauches führten wir durch die ehemalige WC-Klappe nach aussen. Das Geniale daran: wir montierten ein Stück Rohr an der neuen Zwischenwand, das bis zur Klappe reicht. So kann man die Klappe öffnen und schliessen, ohne dass Schlauch im Weg ist und bewegt werden muss.

WC-Klappe

Ich werde glaub zum Spezialisten für Trenntoiletten-Einbau…

Mit Kanonen auf Spatzen zielen 15.3.2019

Für die Abschaffung des CH-Klebers soll eine Volksinitiative herhalten

Wir Schweizer sind ja schon stolz auf die direkte Demokratie, jeder Schweizer Bürger kann Unterschriften sammeln, um eine Volksinitiative und eine Verfassungsänderung zu beantragen. Über diese Initiative kann dann das gesamte Schweizervolk abstimmen und dann wird je nach Resultat die Verfassung geändert oder eben nicht.

Und jetzt wird eine Initiative lanciert, die den CH-Kleber an den Schweizer Autos im Ausland überflüssig machen soll. Ausländische Autos müssen mit dem entsprechenden Ländercode markiert sein und die Schweizerische Autonummer ist nur mit einem Schweizerkreuz gekennzeichnet und nicht mit dem Ländercode. Darum müssen wir Schweizer im Ausland einen CH-Kleber drauf haben, damit uns der Carabinieri in Italien nicht eine saftige Busse aufbrummt.

Und jetzt wird in der Schweiz eine Initiative für die Abschaffung dieses Klebers lanciert. Eine Initiative und eine Volksabstimmung, die Millionen kostet für einen 3.50 teuren Kleber. Und dann steht in unserer Schweizer Verfassung irgend etwas, dass wir keinen CH-Aufkleber mehr brauchen. Ist doch ein Witz, oder? Vor allem wenn man weiss, dass den Kantone Bern und Zürich der Platz auf den jetzigen Autonummern in den nächsten 10 Jahren sowiso ausgeht und ein neues Schild kreiert werden muss. Dann ist es doch ein einfaches, das in einer kleinen Verordnung zu definieren, dass die Ziffern kleiner werden und das CH in die Autonummer integriert wird. Ersten ginge das viel schneller, zweitens viel günstiger und drittens brauchen wir das doch nicht in der Verfassung. Zum Glück hat dies wenigstens einer unserer ach so schlauen Politiker gemerkt und sich dem angenommen.

Unsere Demokratie kann auch missbraucht werden und das ist nun so ein Fall. Aber ich weiss jetzt, dass mein CH-Kleber sehr wahrscheinlich nicht mehr 10 Jahre halten muss…


Unterwegs ein Herzinfarkt, was nun 17.3.2019

Der Lebensretterkurs heute war sehr, sehr eindrücklich

Heute war für mich so ein Tag, auf den ich mich schon lange freute. Es fand den von mir initiierte Samariterkurs statt, wo wir lernen sollten, was bei Hirnschlag und Herzinfarkt als lebensrettenden Massnahmen unterwegs selber durchgeführt werden könnten.

Gespannt fuhren wir auf den Campingplatz Giessenpark in Bad Ragaz. Zum einen gespannt, was für Leute sich für diesen Kurs angemeldet haben und zum anderen wie der Kurs dann auch sein wird.

Zu erst wurden wir aber vom Campingplatz überrascht, der in einer wirklich tollen Umgebung liegt und perfekt für Spaziergänge und Erholung in der Umgebung ist. Kaum hatten wir unseren Platz bezogen, fuhren schon die anderen Teilnehmer mit den Wohnmobilen vor und keine fünf Minuten später waren wir schon in einer Vorstellungsrunde draussen lachend vereint.

Überpünktlich marschierten wir dann die 300m zum Kurslokal los, wo wir schon draussen begrüsst wurden. Und dann ging es auch sogleich los und mir wurde so richtig vor Augen geführt, dass ich doch sehr grosse Lücken haben, was bei einem Unfall oder lebensbedrohlichen Notsituation alles zu tun habe. Was man doch in den letzten 30 Jahren seit dem letzten Nothelferkurs vergisst oder was für neue Erkenntnisse es gibt und was heute anders gemacht wird, wie dazumal!

Ein erster Höhepunkt war dann das Bergen einer bewusstlosen Person aus einem Wohnmobil. Wer hätte gedacht, dass es aus einem Wohnmobil schwieriger ist wie aus einem normalen PKW? Und da ist dann die Ausschüttung von Adrenalin in Stresssituationen nicht nur für die zierliche Frau wichtig, dass man so übermenschliche Kräfte bekommt, damit man seinen Ehepartner innert nützlicher Frist aus dem Wohnmobil holen kann.

Bergung aus einem Wohnmobil

Danach ging es um das Erkennen von Hirnschlag und Herzinfarkt, das mit einem sehr, sehr eindrücklichen Film abgeschlossen wurde, was bei einem Herzinfarkt im Körper alles genau vorgeht. Nach diesem Film war jedermann/frau klar, wie wichtig das richtige Handeln in den ersten Minuten ist und auf was so geachtet werden muss. Dass bei einem Herzinfarkt jede Sekunde 50’000 Zellen des Herzmuskels irreparabel absterben können… Das war ziemlich starker Tobak, den man zuerst mal verdauen musste. 

Danach ging es dann erst recht ans Eingemachte, wie man mit einer Herzmassage und Beatmung die Überlebenschancen ungemein erhöhen kann, bis die Rettungskräfte eintreffen. Auch wurde uns sehr eindrücklich klargemacht, dass ein Defibrillator auch nur ein Hilfsmittel ist und man nicht verzweifeln muss, wenn kein solches Gerät in der Nähe ist. Gleichzeitig wurde aber auch allen klar, dass Herzmassage und Beatmung sehr, sehr anstrengend sind und wenn immer möglich durch mehrere Personen durchgeführt werden sollten. Und dass es legitim ist, das Brustbein oder Rippen der verletzten Person brechen zu müssen, damit das Leben gerettet werden kann.

Herzmassage

Ich glaube, das waren so ziemlich die nützlichsten Schulstunden in meinem Leben, auch wenn ich hoffe, sie nie anwenden zu müssen. Am Schluss ging es dann noch um Medikamente, Autoapotheken und Zollvorschriften. Und da sahen wir Teilnehmer dann ziemlich alt aus. Klar, jeder hatte eine Notfallapotheke im Fahrzeug, bei Drei von Vieren war aber das Ablaufdatum schon längst überschritten…

Autoaphoteken und Medikamente

Bei uns herrscht Handlungsbedarf, damit wir bei einem Notfall richtig ausgerüstet sind. 

Nach fünf kurzweiligen und interessanten Stunden haben wir extrem viel gelernt und konnten uns dann dem gemütlichen Teil mit dem Nachtessen widmen. Und da haben wir wieder ins Schwarze getroffen: das indische Restaurant auf dem Campingplatz ist der Hammer, also das Essen meine ich jetzt. Natürlich auch die Gespräche während und danach. Es ist einfach schön, wenn man mit wildfremden Menschen mit dem gleichen Hobby zusammen kommt und bis tief in die Nacht sehr gute Gespräche führen kann.

Ich freue mich schon auf morgen…

Dieser Lebensretterkurs für Wohnmobilbesatzungen wird übrigens auch in Zukunft an andern Orten und Daten durchgeführt. Jetzt wird zuerst die Rückmeldungen dieses Pilotkurses ausgewertet und die Inhalte leicht revidiert. Und dann haben noch mehr Wohnmobilisten die Möglichkeit, diesen Kurs zu absolvieren, wir halten euch auf dem Laufenden.


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Erfahrungsaustausch 17.3.2019

Keine Zeit für Besichtigungen

Heute war während dem Frühstück die Nachbesprechung des gestrigen Kurses (unter anderem). Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und trafen uns so schon beim Frühstück vor unseren Womos. Es wurden Tipps über Trenntoiletten, internationale Sim-Karten, alle möglichen Reiseländer, Rezepte für Camping-Menus, Gasüberfälle, Nähschnittmuster und noch vieles mehr. Und dann plötzlich lag Fleisch auf dem Grill, gefüllte Gläser auf dem Tisch und feiner Duft in der Luft.

Nix war es mit der Tamina Therme, Ausflug ins Heididorf, Waldlehrgangspfad oder Besichtigung der Tamina Schlucht.

Christine, Ruth, Anna-Töna Thöny aus St.Antönien, This und Mathias, vielen Dank für die schönen Stunden

Anita & Rolf

kein Spaziergang


kein Restaurant


keine Therme


keine Schlucht


Warnwesten und Verbandskasten 18.3.2019

Bestimmungen und Gesetzte der verschiedenen Ländern. Muss ich die jetzt haben oder nicht?

Es gibt verschiedene Länder in Europa mit verschiedenen Gesetzen und das trotz EU und Vereinheitlichung. Dazu gibt es meistens einen Unterschied zwischen gewerblichen Fahrzeugen und privaten. Hier lassen wir die gewerblichen Fahrzeugen mal aussen vor und konzentrieren uns auf unsere privaten Wohnmobile.

Warnwesten

Warnwesten sind in einigen Ländern obligatorisch, in anderen nicht. In der Schweiz sind sie nicht obligatorisch, in Frankreich als «strenges» Land gibt es jedoch für alle anwesenden Insassen eine Warnwesten-Mitführpflicht mit empfindlichen Bussen ab 90€. Alle anderen Ländern haben eine gesetzliche Regelung irgendwo dazwischen. Darum sollte für jedes Womo die Anzahl der mitgeführten Warnwesten mit der Anzahl Personen im Fahrzeug übereinstimmen. Achtung übrigens, wenn Kinder mitreisen: da wird dann schon mal kontrolliert, ob die Kinder eine Warnweste in entsprechender Grösse haben. Aber dies vorwiegend auch fast nur in Frankreich. In den meisten anderen Ländern brauchen nur die Personen eine Warnweste, die sich auf der Fahrbahn aufhalten… Die Warnwesten müssen übrigens «schnell» griffbereit sein, eine Warnweste in der Womogarage nützt also nichts, sie sollten im Fahrerhaus in der Tür aufbewahrt sein.

Fahrzeugverbandkasten

Auch hier gibt es verschiedenste Regelungen. In der Schweiz nicht obligatorisch, in vielen anderen Ländern schon. Darum am einfachsten so eine Fahrzeugsverbandkasten nach DIN 13164 in jedem Fahrzeug mitführen, ist ja auch sinnvoll. 

In Österreich steht zum Beispiel im Kraftfahrgesetzt Paragraph 102, Abschnitt 10

Der Lenker hat auf Fahrten Verbandzeug, das zur Wundversorgung geeignet und in einem widerstandsfähigen Behälter staubdicht verpackt und gegen Verschmutzung geschützt ist, sowie bei mehrspurigen Kraftfahrzeugen eine geeignete Warneinrichtung mitzuführen.

Ebenso ist in Deutschland eine Verbandkasten Pflicht. Nach § 35 h Absatz 4 StVZO genügt hierfür jeder Verbandkasten, der den Zweck zur Erste-Hilfe-Leistung ausreichend erfüllt. Der Verbandkasten soll fachgerechte Erste Hilfe am Unfallort ermöglichen. In Deutschland gibt es aber extra eine DIN-Norm für den Verbandkasten. Die DIN 13164 legt fest, welche Bestandteile in den Auto-Verbandkasten gehören. Zählt eigentlich nur für Deutschland, aber so ist man in ganz Europa auf der sicheren Seite.

Ablaufdatum

Ein Verbandkasten oder dessen Inhalt hat ein Ablaufdatum. Verpackungen werden porös und so ist deren Inhalt nicht mehr steril. Man sollte den Verbandkasten also jährlich einmal kontrollieren und gegebenenfalls ersetzen. 

In Deutschland sind Bussen für einen abgelaufenen Verbandkasten gleich hoch wie wenn kein Verbandkasten mitgeführt wird. Die offizielle Busse ist mit 5 € zwar ein Witz, aber ein aktueller Verbandkasten macht ja trotzdem Sinn.

Inhalt Verbandskasten nach DIN 13164

Das Erste-Hilfe-Set im Auto sollte folgenden Inhalt aufweisen:

  • 1 Heftpflasterrolle (5 m x 2,5 cm)
  • 14teiliges Pflasterset
  • 4 Wundschnellverbände (10 cm x 6 cm)
  • 1 Verbandpäckchen klein (K)
  • 2 Verbandpäckchen mittel (M)
  • 1 Verbandpäckchen groß (G)
  • 1 mittleres Verbandtuch (40 cm x 60 cm)
  • 1 großes Verbandtuch (60 cm x 80 cm)
  • 6 Kompressen (10 cm x 10 cm)
  • 2 Fixierbinden, DIN 61634-FB-6
  • 3 Fixierbinden, DIN 61634-FB-8
  • 2 Dreiecktücher DIN 13 168-D
  • 2 Tücher zur Hautreinigung/Desinfektion
  • eine Rettungsdecke (210 cm x 160 cm)
  • Erste-Hilfe-Schere
  • Einmalhandschuhe (mindestens 4)
  • Erste-Hilfe-Broschüre
  • Inhaltsverzeichnis


Bussgelder Schweiz 18.3.2019

Eine kleine Zusammenfassung der aktuellen Bussgelder in der Schweiz für Wohnmobilisten.

Parkieren eines Fahrzeugs auf einem Parkfeld, wenn diese Parkierungsfläche grössenmässig nicht für diese Fahrzeugart bestimmt ist
bis 2 Stunden40.-
um mehr als 2, aber nicht mehr als 4 Stunden60.-
um mehr als 4, aber nicht mehr als 10 Stunden100.-

Nicht vollständiges Anhalten bei Stopp-Signalen (Rollstopp)60.-
Nichtbeachten eines Lichtsignals250.-
Verwenden eines Telefons ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt100.-
Nichttragen der Sicherheitsgurten60.-
Verlassen des Fahrzeuges, ohne den Zündungsschlüssel wegzunehmen60.-
Missbräuchliche Verwendung der Warnblinklichter am stehenden Fahrzeug40.-
Unterlassen der Richtungsanzeige100.-
Fahren ohne Licht tagsüber40.-
Unnötiges Laufen lassen des Motors eines stillstehenden Fahrzeugs40.-
Halten auf einem Fussgängerstreifen bei stockendem Verkehr60.-
Nichtgewähren des Vortritts bei Fussgängerstreifen140.-
Halten an unübersichtlichen Stellen, namentlich im Bereich von Kurven und Kuppen80.-
Halten neben einer Sicherheitslinie, wenn nicht eine wenigstens 3 m breite Durchfahrt frei bleibt80.-
Halten auf einem Fussgängerstreifen80.-
Halten auf einem Radstreifen, wenn der Fahrradverkehr dadurch behindert wird80.-
Parkieren auf dem Trottoir, ohne dass für Fussgängerinnen und Fussgänger ein 1,5 m breiter Raum frei bleibt120.-
Parkieren vor einer Zufahrt zu einem fremden Grundstück bis 2 Stunden40.-
Beim Gewicht zählt eine Messtoleranz von 3%
Überschreiten des zulässigen Gewichts
um nicht mehr als 100 kg100.-
bei Fahrzeugen von nicht mehr als 3500 kg, um mehr als 100 kg, aber nicht mehr als 5%200.-
bei Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3500 kg, um mehr als 100 kg, bis 5 Prozent, aber nicht mehr als 1000 kg250.-

Überschreiten der zulässigen Achslast, wenn das zulässige Gewicht des Fahrzeugs nicht eingehalten ist
um nicht mehr als 100 kg100.-
bei Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3500 kg, um mehr als 100 kg, aber nicht mehr als 2 Prozent250.-
Überschreiten der zulässigen Achslast, wenn das zulässige Gewicht des Fahrzeugs eingehalten ist
um mehr als 2 Prozent, aber nicht mehr als 5 Prozent40.-
um mehr als 5 Prozent100.-

Nichtmitführen von Fahrzeug-, und Führerhausweis, Abgasdokument je40.-
Überschreiten der zulässigen Parkzeit
bis 2 Stunden40.-
um mehr als 2, aber nicht mehr als 4 Stunden60.-
um mehr als 4, aber nicht mehr als 10 Stunden100.-
Überschreiten Höchstgeschwindigkeit innerorts
a. um 1-5 km/h 40.-
b. um 6-10 km/h 120.-
c. um 11-15 km/h 250.-
Überschreiten Höchstgeschwindigkeit ausserorts und auf Autostrassen
a. um 1-5 km/h 40.-
b. um 6-10 km/h 100.-
c. um 11-15 km/h 160.-
d. um 16-20 km/h 240.-
Überschreiten Höchstgeschwindigkeit Autobahnen
a. um 1-5 km/h 20.-
b. um 6-10 km/h 60.-
c. um 11-15 km/h 120.-
d. um 16-20 km/h 180.-
e. um 21-25 km/h 260.-

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Ach so saubere Schweiz 20.3.2019

Es ist bedenklich, wie einfach Abfall weggeworfen wird. Da sind wir Camper ja grad Vorbilder

jedes Fähnchen ist ein Fundstelle eines Abfallstückes

Wir regen uns manchmal auf, wenn wir sehen, wo Menschen einfach gedankenlos Abfall wegwerfen. Geschockt hat uns das zum Teil in Griechenland, Italien und auch in Marokko. Für uns einfach unvorstellbar. Aber jetzt wird mir das brutal hart zu Hause in der ach so sauberen Schweiz direkt an meinem Wohnort vor Augen geführt. Wir sind kein Deut besser!

Die Schüler der 4. und 5. Klasse zogen entlang der Hauptstrassen in Sevelen los, lasen den Abfall zusammen und bei jeder Fundstelle eines Abfallstückes steckten sie ein rotes Fähnchen in die Wiese. Mit den 700 Stück kamen sie an zwei Strassen jeweils gerade 200m weit. Für die dritte Einfallsstrasse haben die Fähnchen nicht mehr gereicht. Und das bei uns! Wo alles so sauber sein soll!

Kommt man mit dem Auto nun in unser Dorf, wird man von einem roten Fahnenwald empfangen. Abfall eines einzigen Winters! Es sieht nicht nur bedenklich aus, es ist es auch in höchstem Masse. Warum sollten wir etwas tun gegen die Meeresverschmutzung und andere Länder verurteilen, wenn wir nicht mal vor unserer eigenen Haustüre Ordnung haben können? Wir sind keinen Deut besser wie Marokkaner oder Griechen, wir haben einfach mehr Geld, damit wir die Gemeindearbeiter bezahlen können, um die Strassenränder zu säubern. In der Schweiz werden jährlich 200'000'000 CHF aufgewendet, um Abfall aus der Landschaft zu entsorgen (Quelle BAFU).

Der Bund hat 2016 ein einheitliches Gesetz und Bussen für Littering abgelehnt, es ist nun wie vieles Kantons- oder Gemeindesache. Der Kanton Aargau führt auf Mitte 2019 100.- Busse ein, andere Kantone oder Gemeinden haben das zum Glück schon geregelt.

Wer in Lausanne einen Zigarettenstummel wegwirft oder den Kot seines Hundes nicht wegräumt und dabei erwischt wird, zahlt vor Ort 150 Franken. Etwas billiger kommt man in Zürich davon: Hier kosten Zigarettenstummel 80 Franken.

Eine besondere Erziehungsmassnahme hat sich der Kanton Solothurn einfallen lassen. Wer erwischt wird und dazu keine Reue zeigt oder sich gar weigert, seine Abfälle zu entsorgen, zahlt extra 20 Franken, die auf die Busse für Kleinabfälle (40 Franken), Hundekot (80 Franken) oder Kehrichtsäcke (250 Franken) aufgeschlagen werden.

Und jetzt mal ehrlich: Wir Camper entsorgen den Abfall auf unseren Reisen doch alle fachgerecht. Für die 5% unbelehrbaren müssen wir 95% vernünftigem Camper leider auch gerade Stehen. Und da gilt es in Zukunft noch mehr: wenn man so etwas beobachtet, die Person darauf ansprechen und zeigen, dass dies kein Kavaliersdelikt ist.

Aber ich bin immer noch sprachlos, wie viele rote Fähnchen bei uns eingangs Dorf an der Strasse stehen. Ein Kompliment an die Schüler mit dieser Aktion. Es macht Eindruck (aber hoffentlich beeindruckt es auch die «schlechten» 5%). 


Vorbereitung auf LifePo-Batterien 23.3.2019

Mit den neuen Batterien würde man viel Gewicht sparen bei gleichzeitig doppelter Leistung.

Bei diesen Vorgaben bin ich ja schon lange am überlegen und recherchieren, wie ich das bewerkstelligen könnte, ohne dass es mich finanziell ruiniert. Heute Samstag alleine zu Hause und ohne Termine konnte ich mich endlich in Ruhe dem Projekt widmen. Hier habe ich die Vorteile der Lithiumbatterien in einem älteren Beitrag aufgelistet.

Ich habe den Beifahrersitzt demontiert, ging ganz schnell, schliesslich hat meine Anleitung zum Batteriecomputer diesen Ausbau detailliert beschrieben. So war der Sitz dann schon nach 5 Minuten abgebaut.

Danach habe ich meine zwei bestehenden Batterien ausgebaut, um zu sehen, wie sie unter dem Sitzt genau befestigt sind. Nachher baute ich auch das Befestigungsblech aus, um zu schauen, ob man dort irgendwie mehr Platz schaffen könnte.

Batterien ausgebaut

Mein Problem: meine anvisierten neuen Batterien haben nicht die exakt gleichen Masse und sind 3cm höher als die alten. Und drei cm unter dem Sitz sind Welten. Die gute Nachricht: der Boden des Befestigungsbleches ist abgesetzt, das heisst, die hintere Batterie sitzt etwas tiefer, und hat daher etwas mehr in der Höhe Platz. Die hintere Batterie hat etwa 22cm Raum in der Höhe, die vordere 20cm. Es ist also alles ziemlich eng unter dem Sitzt, fast jeder cm ist ausgenützt.

ausgebautes Batteriehalteblech


Jetzt könnte ich auf dem hinteren Platz die 100Ah-LifePo von Autolsolar verbauen. Bei guter Qualität kostet diese Batterie 1650.- Diese ist aber 22cm hoch und auf dem vorderen Platz bringe ich da wegen der Höhe keine Zweite unter. Ich könnte das Halterblech nun selber konstruieren, das bringt auf dem vorderen Platz aber auch nur grad 1.5cm mehr Platz in der Höhe, reicht um 5mm immer noch nicht. Ich könnte nun auch die Super B 90Ah montieren, die hat die exakt gleichen Masse wie die jetzigen Batterien, kostet aber stolze 2350.- Bei zwei wären das 4700.- für doppelte Batteriekapazität und gleichzeitig 30kg Gewichtsersparnis.

Da wären mir zwei von Autosolar schon sympathischer für 3300.-, knapp mehr als die doppelte Kapazität und 26kg Gewichtsersparnis. Bei Autosolar gibt es übrigens am 12. April ein Einweihungsfest und 10% Rabatt auf alle Artikel. Es würde dann nur noch 2970.-. Wären stolze 1700.- weniger wie die Batterie mit den richtigen Massen (Schweizer Preise verglichen, kein Kauf im Ausland). 1700.- Ersparnis wegen 3cm die ich nicht habe… grrrr.

Batterien eingebaut

Geht eigentlich bei Lithium-Batterien eine Parallelschaltung mit einer kleineren Batterie? 1x 100Ah und 1x 50Ah? Dann hätte ich mein Platz-Problem gelöst und hätte 50% mehr Kapazität, 33kg Gewichtsersparnis und Kosten in der Höhe von 2290.-  Jetzt muss ich mich mal mit Autosolar in Verbindung setzen, bei der Solaranlage haben sie mich sehr gut beraten und das ist eben auch viel Wert.

Ich berichte, wie es weiter geht.

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Spargelrisotto mit Bärlauch 24.3.2019

Die Wälder werden langsam grün und der Bärlauch spriesst

Jetzt ist wieder Bärlauchzeit, wenn es in den Wäldern so herrlich duftet. Also hat Anita gestern einen Sack von den frischen Blättern gepflückt und Abends versprach ich Ihr dann grossmundig ein feines Nachtessen, das ich zubereite. Und meistens, wenn ich koche, muss es wohnmobiltaugleich sein, d.h. nur ein Pfanne wegen dem Abwasch, möglichst kein Wasser, dass weggeleert werden muss und mit Zutaten, die man im Womo meistens sowiso hat. Fantasie war gefragt.

Der Blick in den Kühlschrank fiel auf ein Pack frische Spargeln und das Hirn begann zu Arbeiten. Eine Stunde später servierte ich meiner Holden dann einen feinen Teller Spargel-Risotto mit Bärlauch. Es schmeckte tatsächlich fantastisch, aber vom Auge her könnte man noch mehr rausholen. Wir hatten nur noch Rotwein und dadurch wurde das Risotto ziemlich dunkel. Weisswein wäre wohl für das Foto besser geworden und statt weisse grüne Spargeln, wäre noch das i-Tüpfelchen gewesen. Ein weisses Risotto mit dunkelgünen Spargeln und Bärlauchpesto wäre doch der Hit!

Also von Anfang an.

Zutaten:

  • Bärlauchblätter (ca 40g das sind so etwa 15-20 Blätter)
  • Olivenöl
  • 200g Risotto
  • 400g grüne Spargeln
  • 1dl Weisswein
  • 9dl Wasser 
  • Butter,
  • 100g geriebener Käse (Paresan)

Zubereitung

Bärlauchblätter möglichst fein schneiden oder hacken und in etwa zwei Esslöffel Olivenöl einlegen und bis kurz vor dem Essen ruhen lassen.

Spargeln in 3-4cm lange Stücke schneiden und die dicken Dinger noch der Länge nach halbieren. Diese in der Pfanne mit Olivenöl etwa drei bis vier Minuten andünsten, danach in einem Teller zwischenlagern.

Zwiebeln hacken und in der gleichen Pfanne ebenfalls andünsten, das Risottoreis dazugeben und «anbraten» bis es glasig ausschaut. Mit einem dl Weisswein ablöschen und den Wein einkochen. Dann gebe ich im Wohnmobil einen Bouillonwürfel in den Reis und bedecke den Reis knapp mit Wasser. Nun immer so viel Wasser nachschütten, bis der Reis immer knapp bedeckt ist. Zwischendurch immer wieder rühren.

Nach etwa 10 Minuten die Spargeln in den Reis geben und mitkochen. Je nach Reissorte ist das Risotto nach 30-40 Minuten gar, die Pfanne vom Herd nehmen, 2 Esslöffel Butter unter das Risotto ziehen, den Käse dazugeben und vorsichtig mischen. Danach die vorbereitete kalte Bärlauchpaste ebenfalls unter das Risotto ziehen

En Guete

PS: der Abwasch ist schnell gemacht, eine Pfanne, zwei Teller und zwei Weingläser...

Sicherheitsausrüstung im Wohnmobil 25.3.2019

Was für Gegenstände für die Sicherheit gehören in ein Wohnmobil? Ein paar Überlegungen und Tipps.

Es gibt Sicherheitsausrüstung, über die man diskutieren und eine andere Meinung haben kann. Wenn man aber in Europa unterwegs ist, sind folgende Gegenstände Pflicht, auch wenn sie nicht in allen Ländern obligatorisch ist.

Pannendreieck

Muss in allen Ländern mitgeführt werden und darf nicht in der Garage untergebracht werden. Am Besten vorne in der Fahrkabine in einem Türfach oder bei Platz unter einem Sitz.

Warnwesten

Die Vorschriften sind nicht einheitlich. Fährt man aber im Fahrzeug für jede Person eine Warnweste mit, ist man auf der sicheren Seite. Aufbewahrung auch in der Fahrerkabine.

Verbandkasten

Muss in vielen Ländern mitgeführt werden und darf nicht abgelaufen sein. Das Haltbarkeitsdatum beträgt meist 5 Jahre. Also jährlich kontrollieren. Der Inhalt ist nach DIN 13164. Dieser Verbandskasten kann irgendwo im Fahrzeug aufbewahrt werden. Siehe separater Blogeintrag Verbandkasten.

Dies alles sollte zwingend mitgeführt werden.

Medikamente

Ratsam sind sicher auch noch ein paar Medikamente: Aspirin (medizinisches Allerweltsmittel gegen Schmerzen und für Blutverdünnung), Schmerzmittel Dafalgan, gegen Durchfall Kohletabletten oder Imodium, Bepanthen und Bepanthen Plus als Wundsalbe und Desininfektion, Aspégic gegen Kopfschmwerzen, gegen Reisekrankheit Stugeron, Sonnencreme, Fenistilgel gegen Verbrennungen und Stiche.

Feuerlöscher

Da können die Meinungen schon geteilt sein. Wir selber bevorzugen eine schnell griffbereite Löschdecke. Ein allfälliger Brand sollte grad zu Beginn damit zu bekämpfen sein. Nimmt man bei einem ganz kleinen Brand den Feuerlöscher, kann am Wohnmobil mehr kaputt gehen als es nützt und ist der Brand grösser, nützt weder ein Feuerlöscher noch eine Löschdecke, dann heisst es, so schnell wie möglich das Wohnmobil verlassen, die Nachbarn warnen und sich in Sicherheit bringen.

Ohne Gewährleistung, aber in folgenden Ländern ist das Mitführen eines Feuerlöschers Pflicht: Estland, Bulgarien, Griechenland, Montenegro, Rumänien, Russland und in der Türkei.

Ausführlichere Infos bei unserem separaten Blogbeitrag über Feuerlöscher.

Rauchmelder

Gibt es schon für wenig Geld und es ist ein kleines, einen Rauchmelder an der Womodecke zu montieren. Wir finden es sinnvoll.

Signallampe

Wir finden, dass eine Signallampe in jedes Wohnmobil gehört. Bei einer Panne nachts ist sie Gold wert und vielleicht kann man ja auch einem verunfallten Kollegen so aushelfen.

Taschenlampe

Eine gute Taschenlampe hat noch nie geschadet.

Gaswarner

Auch wenn es aus meiner Sicht keine Gasüberfälle gibt, wenn sich jemand sicherer damit fühlt, soll er sich einen installieren. Aber bitte keinen, der in eine Zigarettenanzünder zu stecken ist. Ein Gaswarngerät muss ganz unten installiert sein, damit es auch nützt. Allerdings verbrauchen Gaswarngeräte dauernd Strom.

Kohlenmonoxid Sensor

Ist günstig, einfach zu montieren und läuft auch mit Batterie. Kohlenmonoxid-Warner hätten schon einige Leben gerettet, auch in Wohnwagen oder Wohnmobilen.

 

Und hier noch ein paar Teile, die nicht unbedingt zur Sicherheit gehören, aber über die man sich auch Gedanken machen sollte

Ersatzrad

Da scheiden sich die Geister. Wir führen keines mit. Das Problem ist wieder einmal das Gewicht. Aber dann muss man auch einen stabilen Wagenheber, Kreuzschlüssel, Sicherungsmaterial und eine Luftpumpe (oder Kompressor) mitnehmen. Wir haben einfach die Standartbox von Fiat mit Reifenfüllmittel dabei.

Abschleppseil

Obligatorisch in Albanien, Mazedonien, Montenegro und Serbien. Wir finden aber, es gehört in jedes Wohnmobil, wie schnell kann man so auch einem andern Verkehrsteilnehmer helfen.

Überbrückungskabel

Sollte man irgendwie auch immer dabei haben, ist aber nirgends obligatorisch.

Ersatzbirne für Lichter

Ist in einigen Länder Pflicht (z.B. Frankreich), einen vollständiges Set aller Ersatzbirnen für die Lichter mitzuführen. Und ist ja auch nicht schlecht, wenn man unterwegs eine Lampe selber reparieren kann.


Habe ich da noch etwas vergessen oder nicht bedacht? Einfach einen Kommentar abgeben. Dank.


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