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Finnland 2018
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Reisebericht

Ein paar Erinnerungen 5.2.2019

das passt doch jetzt zu dieser Jahreszeit.

Kein Dieselfahrverbot in der Schweiz 6.2.2019

Warum das ganze Dieselfahrverbot wirklich ein kleiner Witz und in der Schweiz nicht nötig ist

Grundsätzlich bin ich ja eher Umweltschützer, oder wäre es mindestens gerne. Immerhin fahren wir seit einigen Monaten mit einem E-Auto umher, das den Strom von Sonnenkollektoren bezieht. Und die Dieselfahrverbote in Deutschland haben mich bisher eigentlich nur wenig interessiert: wir fahren selten in die Städte und dann lassen wir die mit dem Wohnmobil halt weg.

Aber heute bin ich stutzig geworden: die jährliche Pressemitteilung von StrasseSchweiz mit einer Broschüre mit den neusten Zahlen der Automobilindustrie, wie Staustunden, Neuzulassungen, Mitarbeiterzahlen, Steuerbelastungen (auf einem Liter Diesel liegen in der Schweiz 89,7 Rappen Steuern)und so Krimskams. Aber ein Abschnitt interessierte mich wirklich und überraschte: Luftschadstoffe.

Zum Beispiel Stickstoffdioxid : Belastung 1991 im Zentrum von Bern und Lausanne 63 µ/m³, zehn Jahre später noch 42 µ/m³, und 2018 nur noch 35 µ/m³. Das gleiche Bild in Zürich und Lugano (von 50 auf 26 µ/m³) und auf dem Lande von 23 auf 13 µ/m³. Nur in der Nähe der Autobahn in Härkingen fiel der Wert unterproportional von 43 auf 34 µ/m³. Das lässt mich darauf schliessen, dass dort wo viele Lastwagen fahren, der Wert nicht so stark gesunken ist, wie in den Stadtzentren mit vielen PW’s.

Noch krasser ist es beim Feinstaub: Bern sank von 57 auf 19µ/m³, Härkingen Autobahn von 39 auf 16 µ/m³ und auf dem Land von 30 auf 13 µ/m³. 

In Deutschland wird Diesel gerade für diese zwei Schadstoffe verantwortlich gemacht.  Aber haben die Deutsch andere Luft wie wir? Wenn ich die Grenzwerte von Basel anschauen, die genau gleich sanken wie der Rest, dann schwappt wohl keine dreckigere Luft von Deutschland in die Schweiz.

Darum echt, wenn 1991 so dreckige Luft gang und gäbe war (und ich in dieser Zeit Radrennen mit maximaler Sauerstoffaufnahme fuhr), warum verbietet man 2019 mit dreifach sauberer Luft die Dieselmotoren?

Obwohl ich ja immer für Umweltschutzmassnahmen bin, scheint das Dieselfahrverbot in Deutschland tatsächlich ein schlechter Scherz zu sein, auch wenn es mich nicht betrifft.

Anmerkung: Man muss aber auch beachten, dass in dieser StrasseSchweiz vor allem Verbände und Firmen Mitglieder sind, die mit Automobilen zu tun haben. Also ob es wirklich ganz so Objektiv ist, ist die andere Frage, aber weit von der Wahrheit sind diese Zahlen sicher nicht.


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Ende des Münz-Chaos 7.2.2019

Endlich haben wir im Womo unser Kleingeld schnell zur Hand

Ich weiss, die Deutschen werden sich über mein Problem totlachen, aber ich habe bis jetzt die Euromünzen nicht wirklich im Griff. Vor allem, dann wenn es schnell gehen sollte oder an der Kasse im Einkaufsladen. Als da mühsam 2.75€ hervorkramen schnell eine Note zücken und schon hat man wieder noch mehr Münz. Und ich hasse es, wenn mein Portemonnaie zu schwer ist und mir die Hosen in die Knie runter zieht.

Im Wohnmobil hatten wir bisher eine Blechbüchse mit allerlei Kleingeld drin, die hatte aber einen furchtbaren Nachteil: es war sehr mühsam, das Kleingeld passend herauszuklauben und wenn man mal viel Kleingeld brauchte, war von der jeweiligen Währung ganz sicher viel zu wenig drin.

Ab heute haben wir endlich die Lösung, die für uns ideal ist. Wir haben zwei Münzspender bestellt und erhalten, einer für Euro und der andere als universal für andere Währungen. Und wenn wir so an eine Zahlstelle auf der Autobahn hinfahren, nehme ich den Münzspender, und kann so ganz einfach die richtigen Münzen in den Zahlkasten werfen. So können wir unsere Euro-Münz-Kleingeld-Berg endlich mal abbauen. Und wir wissen nun auch, wo das 1€  Stück ist für den Stromkasten oder auch, dass wir genug Kleingeld für 9.50 haben, um einen Stellplatz zu bezahlen.

Im 6-fach Euro Münzspender hat es für ca. 25€ Kleingeld platz und im 8-fach Universal halt je nach Währung (ca. 50 CHF)

Klar, die meisten finden dieses Stück oder die Idee idiotisch, aber ich finde sie einfach genial und habe Freude wie ein kleines Kind. Und wehe einer vor mir an der Autobahn hat dann zu lange, um sein Kleingeld passend zu finden, dann drücke ich auf die Hupe, fuchtle mit den Armen und fluche wie ein Rohrspatz...


Bahnhofstrasse 9.2.2019

Seit 30 Jahren spaziere ich zum ersten Mal wieder durch die Bahnhofstrasse in Zürich

Paradeplatz

Am Bahnhof Zürich entscheide ich mich, bis zum Bürkliplatz zu laufen, und zwar durch die Bahnhofstrasse. Das letzte Mal durch die prunkvollste Strasse der Schweiz bin ich vor über 30 Jahren das letzte Mal spaziert. Für das kleine Bloggertreffen bin ich etwas zu früh dran heute, also Zeit für diesen Bummel.

Kaum biege ich in diese Strasse ein, komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es wird Werbung gemacht für 1GB Glasfaserleitungen für Private (zu Hause habe ich 10x weniger und es ist das schnellste, was bei mir zur Verfügung steht), unmengen Menschen kommen mir entgegen, englisch sprechend, indisch oder chinesisch, Mütter mit violetten Haaren oder pensionierte Damen, herausgeputzt wie auf Brautschau. Sogar die Schachtdeckel meinen, sie seien etwas Besseres und sind mit Sunrise oder sonst was angeschrieben. Und zwischendurch joggt eine junge Frau dem See entgegen. Etwas später beobachte ich zwei Instagram-Tussis, die von einem dritten in Pose dirigiert werden und ihr Handtäschchen präsentieren müssen. Ich fühle mich fremd hier, als Aussätziger, als einer vom Land, ähnlich wie jene die dazumal bei meinem letzten Besuch noch am Platzspitz hausten.

Bahnhofstrasse

Auch ein Blick auf die ausgehängten Speisekarten vor den Restaurants können mich nicht erwärmen, die Preise sind exorbitant, auch in den Schaufenstern der Schmuckgeschäfte. Egal, wenn die Zürcher mehr verdienen wie ich, sie brauchen das…

Dann kommen die Banken, ich spaziere nun schon etwa an der dritten UBS-Filiale vorbei. Es ist Samstag, die Schalter geschlossen, bevor ich dann den Paradeplatz durchquere. Tote Hose, trostlose Gebäude, wird ja wahrscheinlich alles digital abgewickelt. Und für diesen Platz soll ich beim Monopoly 80'000 hinblättern? Das spare ich mir beim nächsten Spiel! 

Irgendwie ist das nicht meine Welt hier, aber das wusste ich doch schon, denn sonst würde ich hier wohnen. Ich bin nur froh, gibt es so viele Leute, die Städte so toll finden, denn wenn die alle auch noch auf dem Land wohnen wollten, wo kämen wir dann hin?

Und dann mache ich doch noch eine spannende Entdeckung: die Schweizerische Nationalbank. Hab gar nicht gewusst, dass die in Zürich sitzt und nicht in Bern? Na gut, darüber nachgedacht habe ich nie, aber eigentlich ist es ja logisch, ist die auch in Zürich bei den anderen Banken. Ein paar Chinesen machen Fotos vom Gebäude, ich auch.

Schweizerische Nationalbank

Danach komme ich beim See an und habe die gesamte Bahnhofstrasse durchlaufen. Es reicht wieder für die nächsten 30 Jahren und freue mich jetzt, die andern Blogger zu treffen.

Zur Verteidigung von Zürich muss ich aber auch gestehen, nach der schönen Schifffahrt auf dem See laufe ich der Limmat entlang zum Bahnhof. Und hier ein ganz anderes Bild, richtig romantisch, schön beleuchtet und irgendwie doch Heimat. Aber ein Städter werde ich trotzdem nicht…


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Pickerl online mit grosser Schwäche 10.2.2019

Gute Möglichkeit aber warum ist das so gelöst?

Ab diesem Jahr kann das österreichische Pickerl online gelöst werden. Eigentlich ja eine gute Idee, zu Hause vor den Computer das Pickerl kaufen und dann ab nach Österreich. Und für uns Schweizer mit Wechselnummer darf man mit beiden Autos das Pickerl benützen. Das Pickerl ist an die Autonummer gebunden, nicht an die Windschutzscheibe. Eine gute Sache, und vor allem auch, da dies mit der 10-tages, 2-monate oder Jahresvignette funktioniert.

Aber jetzt kommt noch der Hammer: Wenn man die Vignette online übers Internet kauft, hat das 18 Tage ! Bearbeitungsfrist. (achtzehn Tage!!). Wenn man das Pickerl also heute auf der Webseite kauft, ist es erst ab dem 28. Februar gültig! Jetzt mal ganz im Ernst: ist das ein schlechter Witz? Druckt da am nächsten Arbeitstag ein Beamter die Bestellung im Büro aus, verpackt es in ein Couvert, schickt es per B-Post nach Wien zu einem andern Beamten, dort landet es auf einem Stapel und wenn der nächste Beamte Zeit hat, wird das Formular mit der Schreibmaschine abgetippt, ein Doppel abgelegt und das andere Doppel an die kontrollierende Polizei gesandt? Ich begreife es echt nicht, warum das Pickerl 18 Tage vorher gekauft werden muss.

Und man bedenke, ich kaufe das Pickerl auf der Webseite, 5 Sekunden nach dem Kauf kann ich auf der Webseite die Gültigkeit abfrage und da steht: Gültig ab 28. Februar. Das Pickerl ist also schon Sekunden nach der Bestellung im System und was macht es dann Sinn, dass ein Jahrespickerl erst 18 Tage später gültig sein soll. Ein JAHRESPICKERL ist doch mindestens vom 1.1. bis 31.12. gültig oder? 

Der prüfende Polizist sieht, dass das Jahrespickerl erst später gültig ist, aber schon gekauft. Warum soll denn eine Jahrespickerl NICHT das ganze Jahr gültig sein?!?

Aber zum Glück gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten: nach dem Grenzübertritt in Hohenems gibt es Automaten, wo man das digitale Pickerl kaufen kann, gültig ab sofort und wenn man eine Klebeetiketten wie bisher kauft, ist sie auch sofort gültig. Also ändert sich eigentlich nichts, nach dem Grenzübertritt muss gestoppt werden und ein Pickerl gekauft werden.

Ausser man weiss schon vorher, dass man in 18 Tagen nach Österreich muss.

Sorry, aber jetzt weiss ich, warum es früher Österreicherwitze gab, erleben diese nun einen neuen Aufschwung?

Nachtrag: inzwischen habe ich herausgefunden, warum so ein Pickerl 18 Tage Verarbeitungszeit hat:

Aufgrund des Rücktrittsrechts bei Onlinekäufen gilt ansonsten eine Wartezeit von 18 Tagen. So will die Asfinag verhindern, dass man nach 18 Tagen Autobahnnutzung vom Kauf zurücktritt und so für diese zwei Wochen praktisch eine Gratis-Vignette hat.

Jetzt mal echt: habt ihr das gewusst und senden darum Onlinehops ihre Artikel auch erst nach 18 Tagen, vielleicht braucht man das Bestellte ja zu früh...

Tipp: bei der Online-Anmeldung sich nicht als Privatperson registrieren, sondern als Unternehmer, dann gilt es sofort.

Nachtrag 2: ich werde nur noch hässiger... ich bin jetzt von meinem Kauf per Email zurückgetreten und will jetzt als Unternehmer eine neue Vignette kaufen, geht aber nicht, da meine Autonummer erst ab 28.2. registriert ist. Ich kriege Schübe...

Kurzfristig ins Tannheimertal 12.2.2019

Wir entschliessen uns kurzfristig, morgen in den Schnee zu fahren. Ab Anfangs Nachmittag sind wir wieder unterwegs.

Ab nach irgendwohin 13.2.2019

Der Campingplatz im Tannheimertal ist voll, Alternativen sind gefragt.

Die Hiobsbotschaft kommt heute morgen, sie haben keinen Platz mehr auf «unserem» Campingplatz in Grän. Mist, wäre so toll dort, super viel Schnee, Wellnesbereich und Loipe vor der Türe. Aber morgens kann ich mich grad noch nicht darum kümmern, Notfall im Geschäft. Aber um 10 Uhr ist auch dieser behoben und grad als ich mich um einen neuen Campingplatz kümmern will, ein anderes Telefon: «Wir bringen ihnen vor dem Mittag noch das neue Stehpult.» Wow, jetzt schon? Das ist mein Geburtstagsgeschenk von meiner Holden Kunigunde, ein höhenverstellbares Pult, mal zum Stehen, mal zum Sitzen. Ich freue mich wie blöd darauf, aber momentan heisst das wieder, der Campingplatz muss warten. Pult abräumen, Computer und Bildschirme abmontieren, altes Pult auseinanderschrauben und abtransportieren, sauber machen, und schon klingelt es.

Eine Stunde später ist mein neues Stehpult installiert, Computer laufen wieder, Bildschirme auch und die elektrische Höhenverstellung schon 10x ausprobiert. Jetzt ist es höchste Zeit, irgendwo noch einen schönen Campingplatz zu finden. Eigentlich wollten wir um 13 Uhr losfahren und das ist es jetzt schon mal und wir wissen noch nicht mal wohin und es ist noch gar nichts eingeräumt im Wohnmobil.

Ich schaue schnell im Internet nach, wo es einen Campingplatz mit Wellness hat. Irgendwie ist mir jetzt der Wellnessbereich grad wichtiger wie das Langlaufen. Ich werde in Nenzing beim Alpencamping fündig, perfekt, ist nämlich nur eine halbe Stunde von uns weg, quasi grad um die Ecke. Ich rufe zur Sicherheit schnell an und sie haben tatsächlich noch Platz.

Danach räumen wir in Ruhe unser Knutschi ein, ich erledige noch meine aufgestauten Arbeiten und so können wir tatsächlich nach 16 Uhr doch noch abfahren.

Als wir ankommen, sind wir zuerst etwas enttäuscht, ein Schattenloch, grosse Baustelle, nicht viel Schnee. Aber das kann ja auch täuschen, denn es ist ja schon gegen Abend. Der Empfang der Dame an der Reception ist sehr freundlich und das angegliederte Restaurant sieht mit all dem Holz einfach perfekt aus, typisch Österreich halt. Ein Platz für unser Knutschi ist schnell gefunden und dann machen wir uns auf, den Wellnessbereich zu erkunden.

Das kleine Hallenbad ist echt super schön gemacht, auch alles Holz und uns gefällt das Ganze schon mal sehr gut. Sauna haben wir noch nicht gesehen, berichten aber dann morgen darüber, ebenso liefern wir dann noch Fotos.

Uns gefällt es hier bis jetzt. Und vor allem, wir sind wieder unterwegs und können unser Wohnmobil geniessen.

Ach ja, das elektronische Pickerl hat dann doch noch geklappt mit der Online-Reservierung, dafür habe ich vergessen, eine Schweizer Vignette für unser Knutschi zu kaufen…


Übernachtung

Nenzing - Alpencamping****
Camping Koordinaten: 47.181882,9.682722
letzter Besuch: 2.2019

Mengschlucht 14.2.2019

Wir erkunden die Umgebung des Alpencamping Nenzing zu Fuss

Nach einem ausführlichen Frühstück im Womo mit frischen Brötchen kommt ziemlich genau nach 9 Uhr die Sonne hinter den Bergen hervor. Strahlend blauer Himmel, schönsten Wetter und ziemlich warm. Wir öffnen vorne an der Windschutzscheibe unsere Aussenabdeckung, klappen den Innenvorhang auf das Armaturenbrett und lassen vom Sonnenlicht unser Knutschi heizen.

Auf dem Wanderweg

Während es in unserem Knutschi immer wärmer wird, machen wir uns für einen Spaziergang bereit. Wir wollen die Umgebung des Campingplatzes erkunden und marschieren los. Schon nach wenigen Metern sticht uns ein Wegweiser ins Auge: Mengschlucht 1 Std. Wäre ja perfekt für uns. Also marschieren wir zuerst etwas den Berg hoch und dann geht es auf ganz schmalen Waldwegen tief runter. Manchmal mit Altschnee überdeckt, manchmal schneefrei. Es geht wirklich steil in die Schlucht runter bis wir endlich dann am Wasser sind.

ganz unten in der Schlucht


Eine Brücke führt über den Bach und auch eine Infotafel erklärt die Geschichte rund um den Wasserlauf. Wir machen einige Fotos und spazieren dann dem Wasserlauf und dem Berghang nach oben. Nach 90 Minuten sind wir wieder auf dem Campingplatz und geniessen vor dem Womo die Sonne, bis diese dann Mitte Nachmittag wieder hinter dem Berg verschwindet.

Natürlich verschwinden wir noch im Wellnessbereich und geniessen die Zeit zu Zweit und erholen uns vom Spaziergang. Man muss ja nicht übertreiben.

hier entspannen wir

Und was jetzt? Wie lassen wir den Valentinstag ausklingen? Ideen sind gefragt!

Das war doch ein Scherz, meine Valentinsüberraschung für Anita ist doch von langer Hand vorbereitet! Wir sind zusammen hier im Restaurant «Himmelwärts» essen gegangen und es war echt super lecker! Ambiente absolut top, Bedienung top (auch wenn es ein Kellner und keine Kellnerin war) und das Essen fantastisch. Nur zu empfehlen.

und hier schlagen wir die Bäuche voll


Übernachtung

Nenzing - Alpencamping****
Camping Koordinaten: 47.181882,9.682722
letzter Besuch: 2.2019

Dünserberg mit kleiner Schwebebahn 15.2.2019

Ein Ausflug auf die Sonnenseite des Tales vom Campingplatz aus

Heute Morgen schlendern wir zur Reception des Campingplatzes und fragen dort nach, was wir für mögliche Ausflüge machen können, ohne unser Womo zu bewegen. Wir sollen doch auf den Dünserberg, das sei fantastisch dort und sehr, sehr sonnig. Die freundliche Dame sucht uns sogar die Abfahrtszeit des Busses in Nenzing hervor. Wir müssen aber vom Campingplatz die zwei Kilometer bis ins Dorf runter zu Fuss absolvieren. Halb so schlimm, wir wollten ja sowieso etwas Sport treiben. Aber wir verhängen natürlich unsere Abmarschzeit und müssen uns dann echt beeilen, zwischendurch joggen wir schon einige Meter, aber wir schaffen es noch auf den letzten Drücker und schon fährt ein grosser Bus an die Haltestelle. Zum Glück frage ich den Chauffeur noch, ob er zur Talstation in Schnifis fährt, aber er schüttelt den Kopf. Aber hinter dem Bus fährt gleich der kleine Ortsbus vor und dort sind wir dann am richtigen Ort. Wir lösen zwei Tageskarten für je 3.60 € und sind schon 15 Minuten später an der Talstation der Schnifis-Bahn.

Henslestüble

Es ist ein winzig kleines Schwebebähnchen für 5 Personen pro Kabine, und für nur 10.50 € pro Person fahren wir bis auf über 1300m ü.M direkt zur Bergstation mit dem Henslestüble. Der schön sonnigen Terrasse und dem Bergpanorama können wir nicht widerstehen und setzen uns grad mal hin. Nach einigen Getränken und auch einem Mittagessen machen wir uns danach doch noch auf, den Sagenweg dort oben abzulaufen. Es wäre aber besser gewesen, wenn wir die Schneeschuhe mitgenommen hätten. Haben wir aber nicht, diese liegen immer noch in der Garage unseres Womos auf dem Campingplatz. So stapfen Anita und ich mit unseren Schuhen dem gestampften Weg den Berg hoch, sinken hin und wieder bis in die Knie in den Schnee, schwitzen an der warmen Sonne und können dafür bei jeder Sagen-Tafel eine kurze Pause machen. Anita kämpft sich jeweils bis ganz vor die Tafel und liest mir dann die kurze Sage laut vor. Das ist doch top Service! Allerdings sind die Sagen ja ziemlich brutal: von Kindern, die im Wald sterben, traurigen Prinzessinnen und alten Bärenjägern. Anita liebt Sagen und jede soll ja einen wahren Kern haben…

Anita liest mir eine Sage vor

Nach einer Stunde erreichen wir dann den Sendemast Dünserberg. Ein atemberaubender Ausblick vom Säntis bis zum Piz Buin. Einfach nur herrlich und wir sehen sogar unseren Hausberg zu Hause, den Alvier, an dessen Fuss wir wohnen.

Alpenpanorama

Irgendwann rutschen, stapfen, sinken wir im nässer werdenden Schnee wieder zur Bergstation zurück, wo wir natürlich nochmals im Hänslestüble einkehren. Danach nehmen wir die kleine Gondel und fahren damit ganz ins Tal, denn wir wissen nicht genau, wann der Bus von dort zurück nach Nenzing fährt. An der Talstation müssten wir dann fast 50 Minuten warten, aber in der Sonne ja kein Problem.

Aber schon als die nächste Gondel unten ankommt, ist Anita mit einem aussteigenden Passagier am flirten und die Österreicher sind ja sehr hilfsbereit und offenherzig. So haben wir keine 40 Sekunden später die Einladung, dass uns dieser einheimische Passagier mit seinem Privatauto nach Nenzing fährt. Und als er dann merkt, dass ich ehemaliger Radprofi bin, er selber auch Sportler und Juniorenlandesmeister war, ist schnell beschlossen, dass er uns bis zum Campingplatz bringt. Wenn das kein Service ist? Immerhin einmal, wo mir der Promi-Status etwas bringt…

So kommen wir problemlos wieder bei unseren Womo an und haben den perfekten Ferientag an der Sonne erlebt. Auch dieser Ausflug ist zu empfehlen.

Und jetzt, sollen wir nochmals in Bad, um noch mehr geniessen zu können?

die Reception und Restaurant des Campingplatzes


Übernachtung

Nenzing - Alpencamping****
Camping Koordinaten: 47.181882,9.682722
letzter Besuch: 2.2019

Nix los 16.2.2019

oder habe ich nur eine Schreibblockade?

Ich sitze hier im Womo am Compi und studiere krankhaft einer Geschichte von heute nach. Was haben wir erlebt, worüber lohnt es sich zu schreiben? Wir hingen heute nur faul herum und haben uns kaum 100m vom Womo wegbewegt, da ist unser Horizont heute ziemlich eingeschränkt. Aber muss das nicht zwischendurch wiedermal so sein, wenn man auf Erholungstripp ist? Und irgendwie langweilig wurde es uns dann doch nie.

Nachmittags wurden wir von Daniela und Röbi, unseren Womonachbarn und Womobloglesern, zum Apéro eingeladen. Natürlich verquatschen wir uns wieder, das heisst, ich beginne zu quatschen und lasse mich zu Einzelmonologen hinreisen über Marokko, Kroatien und Nordkappreisen. Ich weiss echt nicht, ob wir da nochmals eingeladen werden und es die beiden schon tief bereuen. Und als wir dann endlich freiwillig gehen, muss es dann doch plötzlich wieder schnell gehen, wir verpassen beinahe die Brötchenbestellung für morgen.

Danach inspizieren wir das erste Mal die drei verschiedenen Saunas (oder Saunen?) und schrubben uns gründlich sauber, bevor wir dann doch noch in den Innenpool gehen. Aber da machen fünf Rotzgoofen den Pool unsicher, obwohl der Bereich für Kinder eigentlich ab halb sieben gesperrt ist. Wir könnten uns jetzt aufregen, machen wir aber nicht, die Kinder können ja nichts dafür und schliesslich haben wir ja selber auch fünf gross gezogen. Aber irgendwie war doch der Anstand in unserer Zeit schon noch etwas grösser, oder? Und so staunt man eigentlich nicht, dass Stellplätze geschlossen sind, weil sich nicht alle an Regeln halten können, wenn schon Erwachsene in einem Wellnessbereich ihre Aufsicht nicht wahrnehmen können. Aber wie gesagt, wir regen uns nicht auf (echt jetzt) und diskutieren zu zweit, ob das eventuell Wohnwagen-Fahrer sind. Und schlussendlich sind wir bei der Frage angelangt, ob so ein Campingplatz lieber die Wohnwagen- oder die Wohnmobilfahrer hat und ob es im Verhalten auf so einem Platz grosse Differenzen zwischen den beiden Gruppen gibt. Würde es sich mal lohnen, dieser Frage nach zu gehen? Aber die Idee verwerfe ich wieder, denn ehrliche Antworten wird man ja nicht bekommen, die Campingplatzbetreiber wollen je weder die einen noch die anderen vergraulen und vom Verdienst her werden die Wohnwägeler mehr einbringen, da sie länger auf einem Platz stehen. Vermute ich mal. Könnte ja sein. Würde ich jetzt mal glauben. 

Man echt, wer bis jetzt durchgehalten hat, diesen Blogbeitrag zu lesen, ist eine harte Nuss. Immerhin weiss ich das morgige Thema schon, da wird es dann wieder etwas spannender.

Ach ja, und das tolle, wunderschöne Restaurant auf dem Campingplatz ist proppenvoll, so dass Anita jetzt doch noch selber kochen muss…


Übernachtung

Nenzing - Alpencamping****
Camping Koordinaten: 47.181882,9.682722
letzter Besuch: 2.2019

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