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Avignon Frankreich 2015
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Reisebericht

Klimakeilriemen gerissen wegen eigener Schlamperei 27.3.2019

Schon zum zweiten Mal ist unser Keilriemen der Klimaanlage gerissen, wir sind aber selber schuld.

Foto: Anna Matuschek

Letzten Sommer machte unsere Klimaanlage im Ducato keinen Wank, das heisst, sie kühlte einfach nicht. In der Garage stellten sie dann fest, dass der Keilriemen des Klimakompressors fehlte. Dann ist ja klar, wenn die Klimaanlage nicht läuft, kann sie auch nicht kühlen. Oliver Staub, der Chef meiner Garage meinte nur, das habe er jetzt noch nie erlebt, dass einfach so ein Riemen fehlt.

Ich habe nächtelang studiert, wann das passiert sein könnte, bis mir einfiel, dass wir im Winter Lapplands eines Morgens unser Motor beim Starten nur geröchelt hat, begann zu rauchen und zu stinken und dann gab es einen Knall und der Motor lief normal. In jenem Moment hat es wohl diesen Keilriemen gesprengt. Dass wir dann bei -20 Grad nicht gemerkt hatten, dass die Klimaanlage nicht lief, ist irgendwie verständlich, oder?

Diesen Winter in Balderschwang vor der Nachhausefahrt röchelte, qualmte und stank der Motor genauso bis zum Knall, und da wusste ich irgendwie, dass dieser Keilriemen schon wieder gerissen ist. Eile war ja wieder nicht angesagt wegen der Klimaanlage.

Heute brachte ich unser Knutschi in den Service und sagte zu Oliver, er solle mal nachschauen, ob der Klimakeilriemen noch da ist. Das könne gar nicht sein, dass dieser schon wieder fehle, ein fachmännischer Blick in den Motorraum reichte ihm dann, um das aber doch festzustellen.

Nun liess ihm der Ehrgeiz keine Ruhe, um herauszufinden, warum bei mir dieser Keilriemen schon wieder fehlte. Und, ich bin selber Schuld wegen einer Schlamperei!

Ich habe meinen Fiat-Motorraum ja extra für den Winter wasserdicht von oben abgedichtet. So dass nicht Schmelzwasser in den Motorblock rinnen kann und dort fest gefriert. Und am nächsten Morgen wenn der Motorblock verreisst ist, kann die Einspritzdiese kaputt gehen und der Motor ist hin. Ist übrigens schon einigen Wohnmobilfahrern passiert und ist sau teuer.

Ich war so schlau, dass ich die Abwasserschläuche durch den Motorraum führte und der Motor so geschont wird. Allerdings habe ich viel zu wenig gut geschaut, wo ich diese Schläuche durchführe und einer endete gerade über dem Keilriemen. Und dann trat das ein, was ich ja eben verhindern wollte: das Schmelzwasser lief im Abwasserschlauch planmässig ab und gefror dann unplanmässig auf dem Keilriemen. Der war so fest eingefroren, dass er sich keinen Millimeter beim Start des Motos bewegte und dann halt riss.

Zum Glück war es nur dieser eher simple, fast unwichtige Keilriemen und keine anderen Teile des Motors. Wenn ich mir vorstelle, was passiert wäre, wenn ich in der Pampa von Lappland der ganze Motor Hopps gegangen wäre.

Und eines gibt mir auch noch eine Bestätigung: hätte ich diese Abwasserschläuche nicht verlegt, wäre mein Motor wahrscheinlich schon zweimal kaputt gegangen…



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Unterhaltskosten Wohnmobil nach 5 Jahren - unsere exakten Zahlen 31.3.2019

Ein günstiges Hobby haben wir nicht, aber ich bereue keinen Franken

In den ersten fünf Jahren hat unser Womo 3211.- pro Jahr an Unterhalt gekostet. Eigentlich eine sehr hohe Zahl und da sind die Kosten für die Ferien, Amortisation und Ausbau gar nicht eingerechnet. Auch müssen wir nichts für einen Parkplatz oder Eisntellplatz bezahlen, da wir unser Womo im Freien vor dem Haus parkieren. Wenn ich bedenke, dass wir so pro Übernachtung (400 Übernachtungen in fünf Jahren) jeweils 40.- sFr. zu den Übernachtungsgebühren des Stellplatzes dazurechnen sind...

Es ist auch zu sagen, dass wir mit dem Womo viel unterwegs sind und eher einmal zu viel in den Service fahren, wie zuwenig, so dass wir auf den Reisen möglichst keine Pannen haben. Die Anschaffung des Womos und dadurch die Abschreibungen habe ich extra nicht eingerechnet, das ist ja unser Hobby.

Diese Kosten setzten sich wie folgt zusammen: (in CHF)

1. Service (2. Jahr) nach 40‘000 km inkl. Kleinmaterial und Reparatur Bremsverschleissanzeige900.-
2. Service (3.Jahr) inkl. Kleinmaterial und neue Bremsbeläge vorne1250.-
3. Service (4.Jahr) 450.-
4. Service (5.Jahr) 530.-
Zwischenservice vor Marokko 400.-
Zwischenservice nach Marokko (Staubfilter,etc)300.-
5. Service gross nach 95’000km (6. Jahr)2180.-
1xGastest100.-
5x Dichtigkeitstest in fünf Jahren500.-
10x Wechsel von Sommer- auf Winterpneus oder umgekehrt, inkl. Lagerung der nicht gebrauchten Pneus (lassen wir jeweils in der Garage wechseln)1000.-
Abnutzung und Kauf von zwei neuen Sommerpneus (50’000km)350.-
Abnutzung und Kauf von 4 Winterpneus650.-
Abnutzung und Kauf von 4 Sommerpneus (95'000km)550.-
Verkehrssteuern 5 Jahre Kanton St.Gallen4545.-
Versicherung Haftpflicht und Vollkasko drei Jahre9800.-
Total Unterhaltskosten Wohnmobil23’505.-
Einsparung Wechselnummer Zweitfahrzeug- 7000.-
Total Kosten mit Zweitfahrzeug16'505.-
Jährliche Unterhaltskosten nach dem 5. Jahr3301.-

Man muss aber bedenken, dass ich die nächsten drei Jahre sicher keine neuen Pneus mehr kaufen müssen, auch wenn wir viel fahren.

Einschenken tun vor allem die Versicherungen, Steuern und der Service. Der Rest kann fast vernachlässigt werden. Ok, wir haben das Womo als Zweitfahrzeug mit einer Wechselnummer. Dadurch ist unser zweites Auto von Verkehrssteuern und Versicherung befreit. Das ergibt noch eine Ersparnis von ca. 7000.- insgesamt.

Nicht viel ändern kann ich bei den Steuern, die sind in meinem Wohnkanton halt höher wie in anderen Kantonen aber immer noch tiefer wie z.B. in Zürich. Ihr Zürcher Wohnmobilhalter tut mir echt leid…

Die Unterhaltskosten des Womos nerven mich überhaupt nicht, wenn ich bedenke, wieviel Freude es mir bereitet, aber ein billiges Hobby ist es sicher nicht. Und wenn man die Urlaubskosten dazurechnet, würden allemal Hotelferien drinliegen. Nicht so viele wie mit dem Womo, aber ganz sicher auch schöne Ferien an schönen Destinationen. Aber welcher Womofahrer will das schon?


Teillösung gegen Überladung 1.4.2019

Endlich ist eine Lösung gegen das Übergewicht der Womos auf dem Markt.

Es dauerte lange, aber endlich ist eine Lösung für übergewichtige Wohnmobile auf dem Markt. Alles kann zwar nicht kompensiert werden, aber im Idealfall liegt eine Ersparnis von 75kg drin. Im Herbst soll dann sogar einen Zusatzoption auf den Markt kommen, dass insgesamt bis 150kg Gewicht einsparen soll.

Das Prinzip ist so einfach wie es eigentlich auch schon alt ist und basiert auf der Technik von Luftballons, die mit Helium gefüllt sind. Helium ist etwa 7x so leicht wie Luft. Pro Kubikmeter Luft kann so beinahe ein Kilogramm Gewicht eingespart werden. Komprimiert man nun 80 Kubikmeter Helium und presst dies mit Hochdruck in einen geschlossenen Hochdrucktank, kann rund 72kg Gewicht eingespart werden. Für diesen Druckbehälter wurde ein neuartiges Verfahren entwickelt, damit auch dieser möglichst leicht ist und die gesamte Gewichtsersparnis nicht in Luft auf geht. Möglich wurde dies durch eine Hülle aus dünnen zweilagigen Aluminiumblechen. Da dieser Tank keine Ventile oder Öffnungen haben muss, konnte er mit nur gerade 780g extrem leicht gebaut werden. Die Firma HelioFix aus Andorra bringt diesen Tank noch diesen Monat auf den Campingmarkt. Die Tests verliefen sehr positive und wurden im Januar erfolgreich abgeschlossen.

Die gesamten Gewichtsersparnissen von 75kg können aber nur in einer Hochdruckwetterlage erreicht werden. Aber das ist genau dann, wenn die meisten Camper hoffentlich unterwegs sind. Bei Schlechtwetterlage ist die Gewichtsersparnis lediglich bei etwa 68 kg (Ist physikalisch bedingt, bei Hochdruck ist der Effekt grösser wie bei Niedrigdruck).

Montiert wird der Tank am Besten in der Nähe der Hinterachse, da diese meistens ja sowiso zu schwer ist. Die Montage ist aber sehr schnell und einfach, da keine Leitungen gezogen werden müssen. Allerdings muss die Montage immer in einem geschlossenen Gebäude stattfinden, denn sonst könnten sich diese Tanks bei unsachgemässer Montage auf Nimmerwiedersehen in die Lüfte entschweben, haben sie doch gefüllt ein Eigengewicht von minus 70kg. Das Problem mit dem Versand wurde inzwischen auch gelöst, ist aber nicht wirklich kundenfreundlich. Der Tank wird momentan in einer Holzkiste mit 70kg Ziegelsteinen geliefert, was eine Gesamtgewicht von rund 2 kg ergibt. 

Die Masse dieses Heliofix sind 99x23cm in Zylinderform. Können also sehr gut der Länge nach unter die Hinterachse eingebaut werden. Leider wird dadurch die Bodenfreiheit etwa um 8cm eingeschränkt, dürfte aber Angesichts der rund 70kg Gewichtsersparnis in Kauf genommen werden.

Der Preis ist mit 856.- € recht happig, wenn man von einem Materialwert von knapp 100€ und Produktionskosten von 80 € ausgeht. Aber auch hier zählt wie vielfach einfach nur das Marketing und die Gewinnoptimierung. Was ist ein Wohnmobilfahrer bereit zu bezahlen, um sein Übergewicht zu reduzieren? Eine Gewichtsreduzierung mittels LifPo-Akkus kommt pro kg Einsparung auf rund das vierfache der Kosten. Auf Grund dieses Trends dürften die Preise des Heliofix längerfristig eher steigen wie sinken.

Es ist übrigens von den Strassenverkehrsämtern verboten, zwei Heliofix pro Fahrzeug zu montieren. Der Grund erschliesst sich mir aber nicht.



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Auf dem Testsieger unterwegs 2.4.2019

Der TCS hat zum ersten mal Van-Sommerreifen getestet und war ziemlich enttäuscht.

Letze Woche hatten wir unser Wohnmobil im grossen Service und brauchten neue Sommerreifen. Schon wieder, dachte ich, aber wenn das Profil unten ist, bleibt nichts anderes übrig.

Normalerweise bin ich ein Kind von Markenprodukten. Das kommt wahrscheinlich von meiner früheren Tätigkeit als fahrende Werbesäule bei den Profi-Radfahrern. Ich habe dort 13 Jahre lang Geld von Markenprodukten verdient, die ein Profi-Radteam unterstützen. Dadurch kaufte ich natürlich auch meistens Markenprodukte, da ich ja indirekt von deren Werbeausgaben lebte. So hat sich bei mir in der dann verewigt, dass ich mich im Zweifelsfall für ein Markenprodukt entscheide.

Nun, bei den neuen Sommerpneus hat mich mein Garagist darauf aufmerksam gemacht, dass in einem Test des TCS das NoName-Produkt einen besseren Testwert abgeliefert hat, als die Markenprodukte. Ob er mir diesen Pneu montieren sollte, der wesentlich günstiger sei.

Klar sagte ich zu und jetzt fährt mein Knutschi mit dem Apollo Altrust umher. Laut Testbericht «Bestnote auf trockener Fahrbahn», «Bestnote auf nasser Fahrbahn», «Gut im Treibstoffverbrauch» und «Gut im Verschleiss».

Reifen sind ja schlecht selber zu testen und darum nehme ich jetzt den TCS-Reifentest zum Vergleich. Dort schneidet dieser Apollo Altrust in ungefähr gleich gut ab wie Pirelli, Goodyer, Nokian und Continental. Je nachdem, ob man nun die Sicherheit oder den Benzinverbrauch und den Verschleiss mehr berücksichtigt, ergibt es sich eine andere Reihenfolge. Der Apollo ist in der Sicherheit der Beste.

Während den Recherchen bin ich noch auf den gleichen Test des ADAC gestossen. Die beiden Verbände testen also zusammen ihre Pneus. Beim ADAC ist aber der Test noch etwas besser beschrieben. Dort finde ich auch heraus, dass der Goodyear Pneu fast die doppelte Laufleistung des Apollo hat. Wäre da Goodyear die besser Lösung gewesen? (alle hier erwähnten Pneus sind aber mindestens 20% teurer als der Appollo).

Wegen der Laufleistung habe ich nun ausgerechnet, wie weit ich mit meinen bisherigen Reifen gekommen bin. Mit den Winterreifen fuhren wir ca. 42000km bis wir sie ersetzen mussten, Mit den Sommerreifen hinten 55'000km und vorne 30’000km. Da hatten wir bis anhin Reifen der Marke Kleber drauf (dem Testverlierer).

Ach ja, einen Beitrag warum wir keine Ganzjahresreifen fahren, haben wir schon mal behandelt.


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Wer kommt mit an einen Schleuderkurs? 3.4.2019

Wir besuchen am 28. April einen Schleuderkurs mit unserem Womo und freuen uns drauf…

Sonntag, 28. April, 8:00 Uhr in Regensdorf, Neue Dällikerstrasse 1, Antischleuderschule Regensdorf ASSR

Bald ist es soweit. Ich werde das erste Mal in meinem Leben einen Schleuderkurs besuchen und das erst noch mit unserem Knutschi. Ich habe vor zwei Jahren schon den LKW-Führerschein gemacht, wo ich echt unheimlich viel Zusätzliches gelernt habe. Letzthin haben wir nun auch einen Lebensrettungskurs absolviert, unsere Sicherheitsausrüstung im Womo aufgerüstet und jetzt fehlt eben nur noch der Schleuderkurs. Und dann sind wir Top vorbereitet.

Etwas mulmig wird es mir schon, wenn ich bedenke, dass ich mit unserem vollgeladenen Knutschi voll auf die Bremsen steigen muss oder bei Regen unser Fahrzeug zum Schleudern bringen soll. 

Aber es soll ja nicht ganz so schlimm werden. Bei der ASSR gibt es extra eine Fahrstrecke, die aus spiegelglattem Metall besteht, so rutschen die Fahrzeuge natürlich viel früher. Man muss also nicht mit Vollgas in die Kurve rasen, um zu schleudern. Es wird am Kurs aber nicht nur geschleudert, auch die Fahrzeugmasse muss man selber vor einem Tor einschätzen, ob man da durchkommt oder nicht. Das Fahrzeug wird auch noch exakt ausgemessen und gewogen, damit man dann wirklich weiss, wie gross und schwer es genau ist. Ach ja, dass der Bremsweg auch noch getestet wird, ist ja auch klar. Wahrscheinlich bleibe ich mit meinen neuen Testsiegerreifen augenblicklich kleben auf der Strasse…

Das gute an diesem Kurs: am Samstag kann man ab 18 Uhr anreisen und auf dem Gelände im Wohnmobil übernachten. So dass man am Sonntag bei Kursstart um 8:00 Uhr nicht noch lange anfahren muss. Der Kurs findet auf dem Gelände der ASSR in Regensdorf statt und kostet 380.- CHF, 100.- werden vom Fonds für Verkehrssicherheit bezahlt und als Mitglied des SCCV erhält man nochmals 60.- Rabatt auf die Kurskosten. Gesamtpreis mit allen Vergünstigungen also nur noch 220.- CHF. (Begleitperson 50.- auch für das Mittagessen)

Für Sonntag, den 28. April hätte es noch Platz für drei weitere Womos, wer also Interesse hat und am Samstag-Abend noch etwas zusammensitzen will, soll sich anmelden… Die nächsten Kurse finden dann am 19. Mai und 16. Juni statt.

Nachtrag 4.April 8:00Uhr: der Kurs vom 28. April ist ausgebucht, für die andern beiden hat es noch Platz

Inhalt und Theorie:

Sitzposition, Lenkradbedienung, Blicktechnik, fahrphysikalische Einflüsse, Bremstechniken, Masse und Gewicht, Ladungssicherung

Praktische Übungen:

Ausweichmanöver, Bremsen und Ausweichen, Übungsparcours mit dem eigenen Fahrzeug


Nachtrag 11.4.2019: eine Begleitperson kostet 50.- und sollte bei der Anmeldung im Feld Bemerkung eingegeben werden. 

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Seitliches Panoramafenster 4.4.2019

Wir träumen von einem grossen Fenster beim Tisch

Wäre doch eine coole Idee oder? Am Tisch essen und das Gefühl haben, man sitze fast draussen. So etwas haben wir bei einem Womokollegen in Marokko gesehen und waren grad begeistert. Allerdings müssen solche Ideen bei uns immer etwas reifen und auf den richtigen Zeitpunkt warten. Aber jetzt wäre es eigentlich soweit, dass wir bereit wären, das jetzige Fenster zu demontieren, Sticksäge holen und einen grosses Loch in die Seitenwand zu schneiden, um dann ein solches Panoramafenster zu montieren. Wäre ja keine Hexerei und Platz haben wir auch.

Aber wo kriege ich so ein Fenster her? Bei einem der zwei grössten Wohnmobilfenster-Hersteller Dometic finde ich kein Fenster, dass nur annähernd solche Masse hat. Es müsste so ca. 80 x 80cm sein. Alle Fenster sind aber nur jeweils Breitformate ohne entsprechende grosse Höhe. Wir bräuchten ein quadratisches oder gar hochkantes Fenster. Gibt es Hersteller, die solche Fenster bauen? Leider habe ich bisher nichts im Netz gefunden, keine Hinweise, keine Ideen und schon gar kein Geschäft, wo man ein solches Fenster kaufen kann. 

Hat von den Lesern irgendjemand eine Idee? Das einzige was ich nur annähernd finde hat die Dimension 90 x 60cm, aber eben, das ist nicht das Mass, dass ich suche.

Die Dachluken wären alle quadratisch, aber das sieht ja dann auch Scheisse aus, wenn ich eine Dachluke an der Seitenwand montiere…

Kann uns da jemand weiterhelfen?


Ich lese mich durch Womo- und Campingbücher 5.4.2019

Wer kennt noch ein lustiges, informatives oder spannendes Campingbuch?

Momentan lese ich mich durch verschiedenste Stellplatz- und Campingführer, Routenbeschreibungen und sogar einige Kochbücher. Was aber noch fehlt wären spannende und lustige Bücher rund um das Thema Wohnmobil und Camping.

Hintergrund der ganzen Aktion: ich will nächstens einen Blogbeitrag über gute Stell- und Campingplatzführer veröffentlichen und auch noch ein paar Tipps über sonstige gute Campingbücher. Manchmal bin ich mir einfach die Online-Infos etwas überdrüssig und dann gibt es nichts besseres, als wieder mal ganz herkömmlich ein Buch zu lesen. Dazu zählt für mich übrigens auch des EBook-Readers, einfach alles, wo man nicht ständig online sein muss für Infos. 

Der zweite Grund für meine momentane Büchermanie ist ein mein Auftrag, verschiedenste Literatur auf die Webseite des Schw. Camping und Caravanning-Verbandes zu veröffentlichen. Und wie das so ist, will ich da natürlich nur das Beste zum besten Preis veröffentlichen. Ich treffe da zwar nicht die Entscheidungen, kann aber wesentlich Einfluss darauf nehmen. Also her damit mit guten Büchern. 

Hat vielleicht jemand sogar selber ein Buch geschrieben? Seine Reiseberichte niedergeschrieben oder kugelte sich jemand vor Lachen beim Lesen des letzten Campingbuches?

Schreibt eventuelle Vorschläge unten in die Kommentare. Ich bedanke mich sehr dafür.

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Melamin oder Bambus 6.4.2019

Ist das Bambusgeschirr wirklich so ökologisch, wie angepriesen?

Momentan gibt es in der Schweiz im Manor eine grosse, neue Auswahl von tollem Bambusgeschirr. Anita konnte natürlich nicht widerstehen und hat mal kräftig für unser Womo eingekauft. Schon wieder ist Geld weg, und war das wirklich nötig? Ich weiss, Frauen sagen Ja, und für Männer hätte es das alte Geschirr noch lange getan. Und für mich mal ein Grund, sich nun mit unserem Geschirr zu befassen.

Es gibt momentan zwei Hauptherstellungsstoffe für Camping-Geschirr: Melamin und Bambus.

Melamin

Melamin ist ein weißes, geruchs- und geschmackloses Pulver. Es wird heute industriell aus Harnstoff gewonnen. Harnstoff wiederum entsteht u.a. bei der Verbrennung von Erdgas. Der größte Teil des Melamins wird zu Kunstharzen verarbeitet, dazu wird das Melamin mit Formaldehyd versetzt.

Das ist anscheinend nicht ganz so gesund, wie es aussieht: Die deutsche Verbraucherzentrale schreibt dazu: "Werden säurehaltige Lebensmittel in melaminhaltigen Behältnissen aufbewahrt oder Essen darin erhitzt, können Melamin und Formaldehyd austreten und auf die Lebensmittel übergehen. Melaminhaltige Haushaltsgegenstände sollten daher nur Temperaturen bis zu 70° C ausgesetzt werden. Das entspricht z.B. den Bedingungen beim Einfüllen heißer Getränke oder Speisen in Tassen, Teller oder Schüsseln."

Gut, so schlimm wird es jetzt auch nicht sein, was bei mir aber eher ins Gewicht fällt: Melamin kann nicht recycelt werden. Oder wenn, dann nur mit sehr hohen Kosten.

Bambus

Eines vorweg: Bambusgeschirr dass ähnlich aussieht wie Melamingeschirr hat auch einen Anteil Melamin drin. Die obige Gesundheitswarnung zählt also auch für dieses Geschirr…

Bamboo fiber, sog. Bambusfaser, wird aus dem stärkehaltigen Zellstoff des Bambusbaums gewonnen, wobei diese Bäume nur etwa acht Wochen zum Wachsen haben. Und da sich diese Bäume aus ihren eigenen Wurzeln regenerieren, müssen sie nicht mal neu gepflanzt werden. Im Vergleich zu anderen Pflanzen werden beim Bambusanbau weniger Wasser und weniger Pestizide benötigt. Aus diesem Grund wird das Material als umweltschonende und ökologisch nachhaltige Ressource bezeichnet. Bambusfasern bilden kombiniert mit Maismehl eine Paste, die man anschließend mit Harz (allermeistens Melamin) vermischt.

Bei einem einzigen grossen Hersteller fand ich in einem Prospekt eine Beschreibung, woraus das Bambus-Geschirr wirklich besteht.

  • 100% Vegan
  • über 70% Bambusfasern & Maisstärke schont Ressourcen
  • Geringstmöglicher Anteil an Melamin
  • 100% BPA frei
  • 100% frei von Weichmachern
  •  Spülmaschinengeeignet
  • Recyclebar

Komisch ist einfach, dass dieses Geschirr als Recyclebar angepriesen wird, obwohl es anscheinend etwa 30% Melamin enthält.

Gebrauch

Weder Melamin noch Bambus ist für die Mikrowellen geeignet, aber wer hat schon eine Mikrowelle an Board? Bei vielen Geschirr beider Sorten wird angegeben, dass es nur bis 70 Grad heiss gemacht werden darf. Dies geschieht übrigens nicht wegen der Verformbarkeit oder Schädigung des Materials, wohl eher damit, dass bei heisseren Temperaturen die Möglichkeit besteht, Giftstoffe frei zu setzen.

Bambusgeschirr ist matt, Melamingeschirr glänzt meistens. Dadurch sieht man in den Tellern eher die Schnitte scharfer Messer. Uns gefällt aber die Matte Oberfläche des Bambusgeschirrs besser, auch finden wir, dass die Becher und Tassen etwas besser zum Greifen und nicht so rutschig sind. Unzerbrechlich werden beide angepriessen, aber bei uns hat schon eine Melamintasse einen Sprung bekommen. Bambusgeschirr haben wir erst seit ca. einem Jahr, da ist noch nichts kaputt.

Fazit

Wir glauben, dass es wahrscheinlich mehr auf die Qualität der Herstellung und der einzelnen Marken darauf ankommt. Ganz so ökologisch ist Bambusgeschirr nicht, wie es überall angepriesen wird. Aber es werden doch etwa 70% des Rohstoffs aus nachwachsenden Ressourcen gewonnen, was sicher schon mal nicht so schlecht ist. Aber wirklich recycelbar ist leider auch das Bambusgeschirr nicht, auch wenn uns das Gegenteil weiss gemacht wird. Hat man nun noch Melamingeschirr in seinen Womoschränken, ist es am umweltfreundlichsten, wenn man dieses noch so lange wie möglich braucht. Auch muss man niemand schräg anschauen, der im Womoladen Melamingeschirr noch neu kauft.

Kochkellen aus Holz sind aber immer noch sehr viel umweltfreundlicher und auch Edelstahltöpfe und -Schüsseln sind wegen ihrer fast Unzerstörbarkeit eigentlich immer noch ökologischer.

Freistehen versus Stellplatz 8.4.2019

Die Zeit des Freistehens wird irgendwann vorbei sein, eher schon bald wie in ferner Zukunft.

Griechenland (Symbolbild)

Ich rege mich diese Tage wieder mal auf, über etwas, was mich eigentlich gar nichts angeht. Da teilt ein Womofahrer via Youtube und Facebook wieder so ein supercooles Video von einem Freistehplatz direkt am Meer in Spanien. Sieht ja wirklich ganz toll aus mit den ca. zehn dort stehenden Womos. Ehrlich, ich kenne den Platz dort nicht also schaue ich mir das Video an. Ich beginne wenigstens, es anzuschauen. Denn schon nach kurzer Zeit wird die Zufahrt zum Platz gezeigt und man sieht auf dem Video deutlich auf Spanisch ein grosses Schild: Campieren verboten!

Echt jetzt? Da ist jemand so dreist und blufft damit, dass er an einem schönen Platz steht, obwohl Campingverbot herrscht? Irgendwie kann ich es nicht fassen. Klar, jetzt kommen die spitzfindigen unter uns und sagen, wenn man die Markise und Stühle drin lässt, ist es nicht campieren sondern nur parken. Glaubt jetzt jemand in echt, die hätten dieses Schild aufgestellt, wenn sie wollten, dass dort Womos tagelang stehen, auch wenn die Stühle nicht draussen sind?

Der nächste Schritt wird sein, dass sich die Anwohner beschweren, dass dort immer noch Wohnmobile stehen. Für einen nicht Wohnmobilisten ist doch ein bewohntes Wohnmobil gleich campieren. Hätte ich nämlich vor meiner «Womokarriere» auch gedacht und ist irgendwie verständlich. Also wird in Zukunft die Polizei vermehrt vorbeischauen und Bussen verteilen. Und die Freisteher, die den Platz jahrelang benützen, beginnen zu motzen und über Spanien zu fluchen. Aber die Wohnmobilisten werden nicht weniger und sie werden weiterhin dort stehen. Die Anwohner werden wieder reklamieren und irgendwann wird eine Höhenbegrenzung gebaut. So dass es für Wohnmobilisten endgültig fertig ist.

Man kann eigentlich nur hoffen, dass irgendein vernünftiger Wohnmobilist oder sogar Anwohner bei der Gemeinde vorbeigeht und ihnen einen Vorschlag macht, sie sollen doch offiziell einen Wohnmobilplatz eröffnen. Das blöde ist nur, aus irgendeinem plausiblen Grund wurde das Campingverbotsschild einmal aufgestellt, also ist dieser Platz nicht als Stellplatz geeignet. Und die Gemeinde wünscht nach so vielen ignoranten Wohnmobilfahrer, die bei ihnen bisher nur Reklamationen eingebracht haben, nicht noch mehr von dieser Sorte und eröffnet auch keinen Stellplatz an einem andern Ort. Und wieder ist eine Gemeinde verloren. Das stört diese Freisteher aber nicht, denn sie finden auch in der Nachbargemeinde irgendwo einen Platz um schlussendlich auch diese Gemeinde zu vergraulen.

Was können wir dagegen tun oder welches ist eine Lösung? Ich glaube, langfristig werden Wohnmobile nur noch auf offiziellen Stellplätzen geduldet und erwünscht, das Freicampen wird verschwinden. Nachdem in Portugal jahrelang vieles erlaubt war, wurden dort in den letzten zwei Jahren die Schrauben angezogen, Spanien folgt nun und andere Länder werden auch nicht tatenlos zusehen, wie Wohnmobilisten ihre Kacke irgendwo auf einem Grundstück vergraben.

Die Zukunft gehört also den bezahlten Stellplätzen. Ich habe da gar nichts einzuwenden, mir gefällt es auf den Stellplätzen und auch auf den Campingplätzen. Dort darf man nach dem durchlesen des Reglementes jedenfalls mit guten Gewissen das machen, was erlaubt ist (ja ich weiss, dass nicht überall auf einem Stellplatz campiert werden darf). Aber geniessen kann man das dort doch trotzdem, oder?

Jetzt müssen wir Wohnmobilisten selber dafür sorgen, dass genug und flächendeckend Stellplätze erschaffen werden. Wenn jeder Wohnmobilist in seiner Gemeinde schaut, wo so ein Stellplatz möglich wäre und sich bei der Gemeinde einsetzt, gäbe es sicher schon ein paar Plätze mehr.

Ich habe übrigens vom Schw. Camping und Caravanning-Verband den Auftrag, ein Konzept/ Broschüre/ Flayer etc. auszuarbeiten, um das dann einer Gemeinde abgeben zu können. Den Auftrag habe ich schon gefasst, obwohl ich erst Ende April in den Vorstand gewählt werde (hoffentlich). Schauen wir, dass wir da etwas bewirken, arbeiten kann ich ja jetzt schon dran.

Meine Arbeit geht also nicht aus, und wenn mich jemand unterstützen will, sehr gerne, ich brauche Ideen. Unterstützen könnt ihr mich übrigens auch, wenn ihr dem Verband als Wohnmobilisten-Mitglied beitreten würdet oder wenigstens Mitglied in der Facebookgruppe «Schweizer Wohnmobil Lobby» werdet. Vielleicht nützt mir diese Gruppe bei dem einen oder anderen Projekt etwas.

So, ich habe mich nun abreagiert und meine Nerven sind wieder i.O.

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TCS, VCS oder ACS 10.4.2019

Ein Vergleich für Wohnmobilisten unter den drei grossen Verkehrs- und Autoclubs der Schweiz.

Diese drei im Titel erwähnten Verkehrsklubs sind in der Schweiz die grossen, die sich um Mitglieder streiten und grundsätzlich etwas ähnliches anbieten. Ich habe diese drei Mal verglichen mit der Berücksichtigung für Wohnmobilfahrer.

TCS >link

1.5 Mio Mitglieder

Er ist tätig im Bereich des Beistandes an Personen und Fahrzeugen, des Tourismus und der Konsumentenberatung in Bezug auf Fahrzeuge. Der TCS engagiert sich ebenfalls für Verkehrserziehung und Unfallverhütung.

Der TCS betreibt 33 Campingplätze und 2 Hotels

ACS >link

Sein Zweck ist die Wahrung der verkehrspolitischen, wirtschaftlichen, touristischen und sportlichen Interessen seiner Mitglieder. Des Weiteren engagiert er sich in weiteren automobilistischen Interessensfeldern. Ausserdem ist die Problematik der Verkehrssicherheit auf der Strasse seit seinem Bestehen eine der Hauptaktivitäten des ACS

Mitglieder ca. etwas über 100’000

VCS >link

Vereinszweck ist gemäss Statuten ein menschen-, umwelt- und klimagerechtes Verkehrswesen nach folgenden Grundsätzen (nicht vollständig):

  • sparsame Verwendung von Energie, Raum, Rohstoffen
  • minimale Umweltbelastung, vor allem durch Lärm, Erschütterungen, Schmutz- und Schadstoffe
  • Vermeidung von unnötigem Verkehrsaufkommen
  • Begünstigung von Verkehrsmitteln mit optimalem Wirkungsgrad
  • Förderung verkehrsarmer Raumordnungs- und Siedlungsstrukturen
  • Schutz der Natur und der Kulturgüter gegen Beeinträchtigung durch Verkehr.

Mitglieder ca. etwas über 100’000

Der VCS hat einige Grossprojekte mit dem Verbandsbeschwerderecht schon zum Scheitern gebracht, der bekannteste Fall wohl das Fussballstadion in Zürich für die EM 2008.

Fakten

Verglichen habe ich die Preise und den Nutzen für ein Ehepaar mit einem Wohnmobil, einmal bis 3.5t einmal über 3.5t. Ungefähr auch die gleichen Leistungen, was aber nicht ganz so einfach war.

TCS VCS ACS
MitgliedschaftFamilien 139.-Familien 95.-Classic je nach Sektion 130 – 170.- für alle Mitglieder im gleichen Haushalt
Vergünstigungen NeumitgliedNeumitglieder 125.-keineNeumitglied 98.-
Pannendienst Wohnmobil bis 3.5tKein AufpreisKein AufpreisKein Aufpreis
Wohnmobil bis 7.5tBraucht Mitgliedschaft Camping 60.- Nicht möglichKein Aufpreis
Wohnmobil bis 9tNicht möglichNicht möglichKein Aufpreis
Mit Europafür schwere Womos braucht es auch noch den ETI-Schutzbrief für 119.-
89.-Kein Aufpreis
Speziell für Camping15% Rabatt in der Hochsaison und von 20% in der Nebensaison auf sämtlichen TCS CampingplätzenCampingcard für 25.- gleiche Rabatte wie beim SCCVCampingcard für 35.- gleiche Rabatte wie beim SCCV



Bemerkungen: die Pannenhilfe des VCS ist meistens betragsmässig weit unter den anderen Verbänden limitiert, z.B. bei der Rückführung, Hotelübernachtungen etc.

Campingcard TCS bringt bis zu 20 % Rabatt auf den eigenen Campingplätzen, allerdings gibt es für die Karten der andern zwei Verbände ebenfalls 10%. Die Vergünstigung ist also nicht wahnsinnig.

Die Leistungen der Pannenhilfe zwischen TCS und ACS sind ziemlich ähnlich, Ausnahme schwere Wohnmobile, wo der ACS günstiger und bei über 7.5t auch der einzige Verband ist, der diese versichert.

Fazit

Die Leistungen des Pannendienstes für Wohnmobile bis 3.5t sind zwischen dem ACS und TCS ziemlich ähnlich, der VCS fällt mit kleineren Leistungen aus dem Rennen. Der VCS setzt sich stark für die Umweltfreundlichkeit und die Verlagerung des Verkehrs ein, darum sehe ich dort die Zukunft der Wohnmobilisten eher nicht. Für Wohnmobile über 3.5t hat der ACS ganz klar die Nase vorn.

Will man aber die Vorteile der Campingangebote nutzen, kommen noch andere Überlegungen ins Spiel. Beim TCS würde dies 199.- kosten, beim ACS ca. 165.- Das kann man machen, problemlos und ist gut abgesichert. Aber: keiner dieser Vereine setzt sich intensiv für Wohnmobilisten oder Camper im Allgemeinen ein. Von daher wäre eine Mitgliedschaft beim Schw. Caravanning Verband mit 65.- plus die ACS Classic-Mitgliedschaft für 130.- zusammen für Wohnmobile und Camper die sinnvollste Kombination, die vor allem für schwere Wohnmobile extrem günstig ist.

Ach ja, ich habe alles richtig gemacht, ich bin Mitglied beim SCCV und beim ACS, aber der Entscheid fiel vom Bauch her. Jetzt habe ich wenigstens für mich die Fakten…


Nachtrag 10.4.19 22:30 Uhr Hinweis ETI-Schutzbrief beim TCS für Europa ergänzt.


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