Headbild
Finnland 2014
Sie befinden sich: Unsere Reisen \ Reiseberichte

Reisebericht

Nix los 16.2.2019

oder habe ich nur eine Schreibblockade?

Ich sitze hier im Womo am Compi und studiere krankhaft einer Geschichte von heute nach. Was haben wir erlebt, worüber lohnt es sich zu schreiben? Wir hingen heute nur faul herum und haben uns kaum 100m vom Womo wegbewegt, da ist unser Horizont heute ziemlich eingeschränkt. Aber muss das nicht zwischendurch wiedermal so sein, wenn man auf Erholungstripp ist? Und irgendwie langweilig wurde es uns dann doch nie.

Nachmittags wurden wir von Daniela und Röbi, unseren Womonachbarn und Womobloglesern, zum Apéro eingeladen. Natürlich verquatschen wir uns wieder, das heisst, ich beginne zu quatschen und lasse mich zu Einzelmonologen hinreisen über Marokko, Kroatien und Nordkappreisen. Ich weiss echt nicht, ob wir da nochmals eingeladen werden und es die beiden schon tief bereuen. Und als wir dann endlich freiwillig gehen, muss es dann doch plötzlich wieder schnell gehen, wir verpassen beinahe die Brötchenbestellung für morgen.

Danach inspizieren wir das erste Mal die drei verschiedenen Saunas (oder Saunen?) und schrubben uns gründlich sauber, bevor wir dann doch noch in den Innenpool gehen. Aber da machen fünf Rotzgoofen den Pool unsicher, obwohl der Bereich für Kinder eigentlich ab halb sieben gesperrt ist. Wir könnten uns jetzt aufregen, machen wir aber nicht, die Kinder können ja nichts dafür und schliesslich haben wir ja selber auch fünf gross gezogen. Aber irgendwie war doch der Anstand in unserer Zeit schon noch etwas grösser, oder? Und so staunt man eigentlich nicht, dass Stellplätze geschlossen sind, weil sich nicht alle an Regeln halten können, wenn schon Erwachsene in einem Wellnessbereich ihre Aufsicht nicht wahrnehmen können. Aber wie gesagt, wir regen uns nicht auf (echt jetzt) und diskutieren zu zweit, ob das eventuell Wohnwagen-Fahrer sind. Und schlussendlich sind wir bei der Frage angelangt, ob so ein Campingplatz lieber die Wohnwagen- oder die Wohnmobilfahrer hat und ob es im Verhalten auf so einem Platz grosse Differenzen zwischen den beiden Gruppen gibt. Würde es sich mal lohnen, dieser Frage nach zu gehen? Aber die Idee verwerfe ich wieder, denn ehrliche Antworten wird man ja nicht bekommen, die Campingplatzbetreiber wollen je weder die einen noch die anderen vergraulen und vom Verdienst her werden die Wohnwägeler mehr einbringen, da sie länger auf einem Platz stehen. Vermute ich mal. Könnte ja sein. Würde ich jetzt mal glauben. 

Man echt, wer bis jetzt durchgehalten hat, diesen Blogbeitrag zu lesen, ist eine harte Nuss. Immerhin weiss ich das morgige Thema schon, da wird es dann wieder etwas spannender.

Ach ja, und das tolle, wunderschöne Restaurant auf dem Campingplatz ist proppenvoll, so dass Anita jetzt doch noch selber kochen muss…


Übernachtung

Nenzing - Alpencamping****
Camping Koordinaten: 47.181882,9.682722
letzter Besuch: 2.2019

Fazit Alpencamping Nenzing 17.2.2019

Wir verbrachten nun vier Tage hier im Alpencamping Nenzing bei tollem Wetter, den wir weiterempfehlen können, aber es gibt doch auch Abstriche.

Ursprünglich wollten wir diese vier Tage langlaufen und wellnessen, es ergab sich dann aber, dass wir den Sport sein liessen und uns aufs Wellnessen konzentrierten. Und da kam uns der Campingplatz Alpencamping in Nenzing, Vorarlberg grad richtig. Er ist quasi hinter der Schweizer Grenze nicht weit von unserem zu Hause. Wenn man ihn erreichen will, braucht man nicht mal ein Pickerl, die 8km auf der Autobahn kann man sich nämlich schenken.

Grundsätzlich

Wir waren Mitte Februar hier während den lokalen Schulferien. Unter der Woche hatte es vor allem Wohnwagen hier auf dem Platz, die Wohnmobile kamen dann auf das Wochenende.

Reception und Restaurant

Wir wurden sehr freundlich empfangen, aber das ist in Österreich ja nichts unbekanntes. Das angegliederte Restaurant im Campingplatz ist einfach nur Top, sehr gutes Essen und extrem schön mit Holz gemacht. Wir haben noch nie ein so stimmungsvolles Lokal auf einem Campingplatz angetroffen wie hier. Absolut zu empfehlen und mindestens ein Besuch ist hier Pflicht. Das wissen aber auch die Einheimischen aus Nenzing und der weiteren Umgebung, so dassman zur Sicherheit Abends schon mal reservieren sollte.

Sanitärgebäude

Es gibt ein Bäderhaus und ein Waschhaus. Das Waschhaus ist im Winter oder der Nebensaison geschlossen, haben wir also nicht benützt. Das Bäderhaus ist aber genial, darin befinden sich etwa 12 (ich habe es nicht gezählt) einzelne richtige Badezimmer, die man benützen kann. Das fanden wir ganz toll, und auch die Kassettenentleerung und der Abwaschraum machten einen tollen, sauberen Eindruck. Da gibt es wirklich nichts auszusetzen.

Eingangsbereich zum Sanitärgebäude

Wellness

Der Wellnessbereich ist ebenso stimmungsvoll wie das Lokal eingerichtet. Es hat einen kleinen Aussen und Innen-Pool, nicht sehr gross aber es reicht eigentlich und man braucht gar nicht mehr. Der Aussenpool ist leider im Winter geschlossen und nur zu den Weihnachts-, Fasching- und Osterferien geöffnet. Das fanden wir etwas schade, aber irgendwie auch verständlich.

Innenpool

Der Saunabereich muss extra bezahlt werden (Finnen-, Kräuter- und ein Dampfsauna, wieder sehr schön hergerichtet und toll gepflegt. Aber auch hier gilt, eher klein, aber dafür umso feiner.

Lage

Die Lage des Campingplatzes ist am Nordhang der Rätischen Alpen zu finden, dadurch hat er jetzt Mitte Februar von ca. 9 – 14:30 Uhr Sonne, im Sommer aber von morgens früh bis abends durchgehend. Da er schätzungsweise auf 650müM. liegt, ist er im Winter nicht unbedingt schneesicher. Es sind ca. 2km bis ins Dorf Nenzing, im Sommer fährt der Ortsbus bis vor den Campingplatz, im Winter muss man die 25Min ins Dorf laufen oder mit dem Bike zurücklegen. Der ganze Campingplatz ist für Wohnwagenfahrer vielleicht etwas perfekter, da diese das eigene Auto dabei haben. Zum Skifahren muss man meist auf die Skigebiete des Montafons ausweichen und so ist man mit einem Auto gut bedient. Für Wanderungen oder Ausflüge in die umliegenden Berge ist es aber super toll, auch kann man direkt weg vom Campingplatz durch die Mengschlucht oder Richtung Bergen wandern.

Sonstiges

Die Parzellen fanden wir sehr ok, es gibt sehr viele Plätze mit Gas-, TV und Wasseranschluss. Auch das WLan war ziemlich zügig, gar nicht selbstverständlich. Brötchenservice klappt tipptopp, was will man da noch mehr?

Momentan werden auf dem Gelände des Campingplatzes Himmelchalets gebaut, dadurch gibt es natürlich etwas Baulärm und nicht alles sieht bilderbuchmässig aus. Aber im Mai 2019 werden diese Bauarbeiten abgeschlossen sein und die Chalets stehen für Touristen bereit.

die geplanten Himmelchalets

Fazit.

Wer ein stimmungsvolles und sehr gutes Restaurant sucht und sich zwischendurch im Wellness verwöhnen lassen will ist das hier der perfekte, ruhige Campingplatz. Für Skifahrer und Langläufer, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind, gibt es geeignetere Campingplätze als diesen hier. Wir waren aber bestimmt nicht das letzte mal hier.


Externe Links

Übernachtung

Nenzing - Alpencamping****
Camping Koordinaten: 47.181882,9.682722
letzter Besuch: 2.2019

Achtung, nicht mit geliehenen Fahrzeugen nach Italien 19.2.2019

Wenn der Sohn mit dem Camper des Vaters nach Italien fährt, kann das Fahrzeug dort beschlagnahmt werden. Wie man das verhindern kann.

Es ist krass und paradox, was für Gesetze es gibt und wie man manchmal hilflos diesen ausgesetzt ist. Beispiel: Die verheiratet Tochter fährt mit ihrer Familie und dem Wohnmobil der Eltern nach Italien. Durch einen dummen Zufall oder weil die Italiener Geld brauchen, gerät man in eine Kontrolle der Guardia di Finanza (die mit den dunkelblauen Polizeiautos). Hat der Beamte schlechte Laune (oder den Auftrag, sich stur an die Gesetzte zu halten) muss die Familie entweder ein paar Tausend Euro Kaution (je nach Wert des Fahrzeuges) hinterlegen und wenn das nicht geht, wird das Fahrzeug beschlagnahmt und der Urlaub ist zu Ende.

Der Hintergrund der Geschichte, Europa (oder die EU) geht gegen Fahrzeugschieberei vor. Jeder, der mit einem geliehen Fahrzeug im Ausland unterwegs ist, (das heisst, mit einem nicht im Land immatrikulierten Fahrzeug) muss eine Vollmacht des Besitzers mitführen. Also immer wenn man ein Fahrzeug lenkt, das einem nicht gehört und das Nummernschild eines anderen Landes hat wie man sich gerade aufhält, muss eine Vollmacht mitgeführt werden. Kapiert? Also nochmals, wenn ein in Deutschland wohnhafter in der Schweiz mit einem Auto mit deutschen Nummernschildern unterwegs ist, das ihm nicht selber gehört, sollte er eine Vollmacht für das Führen des Fahrzeuges vom Fahrzeugbesitzer haben. Genau gleich für uns Schweizer, wenn wir mit dem Fahrzeug eines Kollegen oder Verwandten unterwegs sind und damit ins Ausland wollen, brauchen wir eine unterschriebene Vollmacht. (Schweiz, Deutschland und Österreich wird eine Vollmacht nur empfohlen, um bei einer Kontrolle nicht lange Wartezeiten für Abklärungen zu verlieren).

Amtliche Vollmacht in Italien

Und nun das perfide: In Italien reicht diese Vollmacht nicht, sie muss amtlich bestätigt sein! Man muss diese Vollmacht also in der Wohngemeinde, Polizeiposten oder Notariat amtlich beglaubigen lassen!

Wer das nicht macht und trotzdem nach Italien fährt, kann wegen Schmuggel und Autoschieberei gröbere Probleme bekommen.

Das Ganze ist Zollrelevant, es geht also um Versteuerung und Zölle und nicht um Strafrecht. Dadurch ist diese beglaubigte Vollmacht vor allem nötig, wenn eine Kontrolle der Guardia di Finanza erfolgt. Bei der Polizia di Stato (Verkehrspolizei, Carabinieri) braucht man diese Vollmacht meistens nicht. Allerdings können sich diese Polizias in den Aufgaben gegenseitig unterstützen. Man kann sich also nicht darauf verlassen, dass man bei der Guardia di Finanza so eine Vollmacht braucht oder bei der anderen nicht. 

Ausländische Womos mieten und zurück in die Schweiz fahren

Übrigens muss man auch aufpassen, wenn man mit Wohnort Schweiz über der Grenze z.B. ein deutsches Wohnmobil mietet. Man darf dann nicht einfach schnell zurück in die Schweiz fahren um das Womo zu beladen, sondern man muss beim Grenzübertritt klar deklarieren und ein Formular ausfüllen, dass man mit einem Mietmobil in die Schweiz reist. Und man darf höchstens 8 Tage in der Schweiz damit unterwegs sein.

Ausländische Fahrzeuge in der Schweiz fahren

Es ist übrigens auch verboten, wenn man in der Schweiz wohnt, mit einem Fahrzeug mit ausländischen Nummernschildern hier herumzukurven. Ebenso darf der in Deutschland wohnhafte Freund nicht mit meinem Schweizer Fahrzeug in Deutschland herum fahren (es gibt einige Ausnahmen bei z.B. Firmenfahrzeugen). Alles hört sich ja ziemlich irrsinnig an, macht aber doch Sinn. Denn sonst könnte man mit Wohnsitz Schweiz sein Auto in Ungarn einlösen, wenig Prämien zahlen, keine MFK machen und mit dieser Schrottkarre das gesamte Jahr in der Schweiz rumfahren…

Also, extrem aufpassen, wenn man einem Familienmitglied sein Fahrzeug ausleiht (ob bezahlt oder nicht, macht keinen Unterschied) und dieser ins Ausland damit verreist.

Die Fahrzeugvermieter haben mit der EU eine Ausnahmeregelung ausgehandelt, allerdings konnte mir diese noch niemand zur Verfügung stellen und ich konnte da noch nichts überprüfen. 


Externe Links

Test Holzkohlentischgrill Vesuvio von Limatec 21.2.2019

Ein kleiner Erfahrungsbericht über einen Tischgrill mit echter Holzkohle

Grundlagen

Wir sind überzeugte Holz-Griller mit einem grossen top Grill im häuslichen Garten und grillen damit im Sommer mehrmals pro Woche. Der bis jetzt mit dem Womo mitgeführte Gasgrill überzeugte uns bisher vor allem beim Braten von Poulets und Würsten. Bei Steaks habe ich das Gefühl, dass er zu wenig heiss wird (Wärme kommt von oben).

Letzten Herbst kurz vor unserer Abreise nach Marokko schwärmten uns Steffi und Lui von Comewithus2 von ihrem gesponsorten Vesuvio vor. «Klar, ist ja Werbung, der ist nur halb so gut» dachten wir, aber da wir in Marokko etwas Gas sparen mussten und sowiso Holzkohle für unsere Tajine mitführen, kaufen wir vor der Abreise noch inkognito diesen Tischgrill. Inkognito darum, dass wir darüber schreiben können, was wir wollen, denn ich traue diesem Grill noch überhaupt nicht...

Technisch

Der Grill hat einen Durchmesser von 34cm, ist 19cm hoch und etwa 3.5kg schwer. In der Mitte ist der Kohlebehälter, darunter ein Teller, um die Brennpaste einzufüllen und im Gehäuse ist noch der Einschub für den USB-Lüfter.

Benützung

Die Brennpaste wird in den Teller eingefüllt und angezündet, danach setzt man den Behälter mit der Kohle darauf, setzt den Lüfter auf Stufe 3 und setzt den Rost oben drauf und klemmt ihn fest. Keine 4 Minuten später kann schon mit grillen begonnen werden. Wir probierten den Grill mit Poulet, Schweins-Kotelette und Würste. Auch Onkel Hansuelis Grillbrötchen werden darauf absolut top! Mit dem Lüfter kann man drei Stufen wählen, je stärker der Lüfter läuft, desto glühiger und heisser wird die Kohle und desto schneller ist sie verbrannt.

Grill in Marokko im Einsatz

Positiv

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Relativ leicht und klein
  • Sehr schnell bereit, Fleisch auf den Grill zu legen
  • Gute Wärmeverteilung auf dem Grillrost
  • Während dem Grillen kann der Vesuvio herumgetragen werden, die Aussenwand wird nicht heiss
  • Die brennende Holzkohle kann nicht aus dem Behälter fallen
  • Der Vollgeladene Lüfter reicht locker für 3x grillen
  • Die Grilladen werden sehr gut uns saftig, weil die Temperatur nicht sehr heiss ist
  • Lüfter kann mittels USB-Dose aufgeladen werden

Negativ

  • Die Wärme ist nicht so richtig ganz heiss
  • Man muss Holzkohle und Grill mitnehmen, und auch der Lüfter muss geladen sein. An drei Dinge denken für 1x grillen, das kann bei mir schon zu viel sein
  • Zwei normale Schweinskoteletts hatten bei uns ganze 25Min auf dem Grill
  • Eine Ladung Holzkohle reicht bei uns ca. 30 Min. Bei grösseren Gelagen mit Gemüse, Fleisch etc. muss Holzkohle nachgefüllt werden. Geht aber während dem Betrieb.
  • Achtung bei der Anzündpaste: die sind alle ziemlich agressiv, falls ihr die auf einem Holztisch verschüttet, ist er hin...

Tipp

Vor dem Grillen mit Alufolie die Grillschale auskleiden, dann ist der Vesuvio ruckzuck wieder sauber nach dem Essen

mit Alufolie

Fazit

Schlussendlich sind wir echt positiv überrascht. Das Fleisch wurde jedes Mal echt lecker, auch wenn mir als «Holzgriller» das richtige Zischen fehlte und die Hitze zu wenig heiss wurde. Aber das Fleisch ist ja gesünder, wenn es aussen nicht verkohlt ist. Aber eben, ich liebe dunkel gebratene Würste und ganz knuspriges Poulet. Das wird da etwas schwieriger.

Die Handhabung ist einfach und sehr sicher, auch gegenüber Kindern und die Verarbeitung ist top. Grundsätzlich muss man überdenken, ob man überhaupt einen Holzkohlegrill braucht mit dem Womo oder ob ein Gasgrill es auch tut. Der Holzkohlegrill hat unserem Gasgrill gegenüber eigentlich keine Vorteile, so richtig schön grillen über sehr heisser Hitze ist bei beiden nicht möglich. Aber es ist sicher der beste Holzkohlengrill in dieser Art, da kann auch die Konkurrenz nicht mithalten. Jedes Einzelteil kann problemlos ausgetauscht werden, auch wenn der Lüfter kaputt geht, muss man nur diesen ersetzten und nicht den gesamten Grill (anders wie bei den allermeisten Konkurrenten).


Externe Links

Ist das dicht? 25.2.2019

Jetzt sind wir schon den zweiten Tag am Einbau einer Trenntoilette in einen Kastenwagen, und noch nicht ganz fertig.

Aber wir sind schon sehr weit, die Toilette ist eingebaut und sogar der Drehmechanismus funktioniert perfekt. Allerdings haben wir ein klitzelkleine Unsicherheit: ist unser selbstkonstruierter Wasserschlachverschluss wirklich dicht? Oder sind wir nicht ganz dich, es so zu versuchen?

die vorbereitete Schraube

Der Wasserschlauch für die alten Spülung brauchen wir nun ja nicht mehr, der Abzweiger dieser Leitung liegt aber so extrem versteckt, dass wir das halbe Auto demontieren müssten, um den Abzweiger heraus zunehmen und es mit einem geraden Verbindungsstück zu ersetzen. Der Schlauch ist ziemlich sterrig, so dass wir ihn nicht einfach abklemmen können und mit einer Schlauchbride dicht bringen. Also haben wir eine andere Idee: wir besorgen uns eine genau passende Schraube, wickeln da um den oberen Teil ein Teflonabdichtungsband um das Gewinde und drehen die Schraube direkt in den Schlauch. Da es ziemlich streng geht, haben wir ein gutes Gefühl, den Schlauchabschluss so dicht zu haben. Die ersten Tests haben dies auch bestätigt, aber Langzeiterfahrung haben wir da noch nicht. Hat diese Methode schon jemand gemacht? Kann uns darüber jemand etwas berichten?

fertig

Der Ganze Einbau geht bis jetzt reibungslos über die Bühne, sogar der Drehmechanismus, der das WC noch vorne schiebt und gleichzeitig dreht, funktioniert perfekt. Jetzt müssen nur noch die Einbaumöbel etwas angepasst werden und noch zwei, drei andere Kleinigkeiten gemacht werden. Und dann ist ein weiterer Kastenwagenfahrer mit einer Trenntoilette ausgerüstet und muss nicht mehr dauernd Entsorgungsstellen suchen.

Bohrung des Drehmechanismus

Klar, dass dann hier noch eine Anleitung veröffentlicht wird, sobald wir mit dem Einbau ganz fertig sind.


TV über Sat oder Internet 1.3.2019

In der Schweiz wird der terrestrische Empfang von TV Signalen eingestellt. Welches ist die beste Methode im Wohnmobil TV zu schauen?

TV über Internet kurz erklärt

TV über Internet funktioniert technisch prächtig. Das Problem dabei ist der Datenverbrauch und das Roaming im Ausland. Schaut man sich einen Film übers Internet an, ob das jetzt bei Netflix, Zattoo oder direkt beim TV-Sender ist, braucht dieser Film in HD Qualität ca. 2.2 GB Datenvolumen pro Stunde. Ein Spielfilm oder ein Fussballspiel braucht also etwas über 3 GB Daten. Das lohnt sich nur, wenn man ein Mobile-Abo mit unlimitiertem Volumen in Europa hat. Das günstigste Abo bietet da momentan Salt mit „Plus Europa“ an, kostet 70.- / Monat. Dort sind auch die Länder inbegriffen, die nicht in der EU sind, wie Norwegen und in Kürze auch England.

Hat man so ein Datenabo finde ich die Dienste wie Zattoo etc am Besten. Zum Einen kann man da die Länderbeschränkungen einfach umgehen, zum anderen kann man so ziemlich viele Sender überall empfangen. Einfach diese Internetseite aufrufen, Sender wählen, TV gucken… Will man da nicht auch noch ein Abo abonnieren, wird Werbung geschaltet, wenn man die Kanäle umschaltet oder sie nervt sonst irgendwo. Löst man bei diesen Diensten auch noch ein Abo, kostet dies zwischen 5.- und 10.- / Monat. Die Gesamtkosten betragen also in etwa 80.- pro Monat inklusive Handyabo.

So kann man mit Geräten mit WLan oder Internet Tv gucken, z.B. mit Laptop oder Tablet, oder via Handy und Bluetooth das Bild an den TV übertragen.

Hat man keinen mobilen Empfang, gibt es aber auch kein TV, aber diese Empfangslücken werden immer kleiner. Die WLan's auf den Campingplätzen sind meist zu langsam für TV, vor allem wenn dies immer mehr Gäste machen werden.

Noch ein kurzes Wort zur Länderbeschränkung: Die TV Stationen bezahlen die Internet-Rechte jeweils nur für ihr eigenes Land, sobald man sich also im Ausland aufhält, kann man z.B. die Schweizer Sender nicht mehr schauen (kann man technisch und legal umgehen, kostet aber wieder).

TV über SAT

Bei TV über SAT braucht man auf dem Womo eine SAT-Schüssel und eine Access-Card für die Schweizer TV-Sender. Blöderweise sind die SRF-Sender auf dem Hotbird Satelliten und viele deutsche Sender auf Astra. Will man also alle Sender empfangen, muss man auch ein umschaltbare Satellitenschüssel haben. Funktioniert auch tipptopp, die Anfangskosten sind mit ca. 2000.- aber ziemlich hoch für eine automatische Sat-Schüssel. Und das Telefonabo für Gespräche und Internet kommt dann auch noch dazu.

Fazit

Wenn ich heute nochmals wählen muss, würde ich mich für TV über Internet entscheiden. Der entscheidende Vorteil: ich brauche keine Sat-Schüssel mehr und spare dadurch viel Gewicht und Geld, habe alle Sender und schnelles Internet in ganz Europa, inklusive gratis Anrufe.

TV über Internet

+ inklusive grossem Datenvolumen ganz Europa
+ kleine Investitionskosten
+ kein Zusatzgewicht
- Nur Internet bei mobilen Netz
- monatliche finanzielle Belastung

TV über Sat

+ Einfache Bedienung
+ günstiger Preis im Betrieb
- hohe Anschaffungskosten
- unter Bäumen oder im Wald nicht immer Empfang
- keinen Empfang im hohen Norden
- zusätzliches Gewicht

kein TV

+ mehr Freie Zeit und Erholung
+ günstig
+ mehr Zeit für Beziehung pflegen
- evtl. Langeweile bei Regentag


Marokkanisches Fladenbrot 2.3.2019

Perfekt im Wohnmobil, wenn man keinen Backofen hat.

Diese frische Fladenbrötchen passen perfekt zu einer Tajjne oder aber auch als frische Brötchen zum Frühstück. Die Brötchen brauchen weder einen Backofen noch einen Omnia und es geht  sogar auch auf einem Grill.

Zutaten

  • 230g Mehl
  • 220g Hartweizengriess
  • 1 Päckli Trockenhefe
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 2,5 dl lauwarmes Wasser
  • 2 Esslöffel Olivenöl

Wasser, Zucker und Trockenhefe vermischen. Mehl, Griess und Salz mischen, und dann mit der Flüssigkeit mischen und durchkneten, Olivenöl beigeben und nochmals kneten. Danach den Teig vierteln und jeder Viertel auf ca. 2cm flachdrücken, in etwas Gries wenden und für eine Stunde zugedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen.

Die Teigfladen nun auf mittlerer Hitze je Seite fünf Minuten in einer Bratpfanne goldig braten.


Kommentar Doping im Spitzensport 4.3.2019

Hat wieder nichts mit Wohnmobilen zu tun, aber ich werde so häufig darauf angesprochen, dass ich jetzt meine Meinung doch kund tue.

Ich bin nun weit weg vom Spitzensport, sehe nicht mehr dahinter und will es eigentlich auch nicht. Aber es ist beschämend, wie sich die gesamte Dopingproblematik entwickelt hat, oder besser gesagt, nicht entwickelt hat. Es ist noch genau gleich wie zu meiner Zeit. Verbände schliessen die Augen, Publikum will übermenschliche Leistungen, Sponsoren ihr Image aufbessern und die Sportler werden noch immer alleine gelassen.

Doping dreht sich im Kreise, denn die Situation hat sich gegenüber den 90er Jahren zu meiner Zeit nur leicht verbessert. Das einzige was geändert hat: dopen ist teurer geworden, dadurch kann es sich nicht mehr jeder Sportler leisten und es dopen sich heute weniger Spitzensportler, wie zu meiner Zeit als Radprofi. Aber alles andere ist noch gleich, klar, die Methoden haben sich etwas geändert, man passt noch mehr auf und es ist geheimer, aber sonst?

Der jetzige Skandal an der Nordischen WM wird es zeigen, ob sich jetzt etwas ändert. Der weitere Verlauf ist entscheidend. Sechs Sportler haben inzwischen alles ausgepackt, und der dopende Arzt will ja auch vollständig mit den Behörden kooperieren. Es werden also Namen, Methoden, Hinterleute von rund 60 Sportlern aus mindestens den Sportarten Langlauf, Rad, Schwimmen, Fussball und Leichtathletik aufgedeckt werden. Und wenn man gründlich untersucht, noch eine Verbindung zu einem andern Arzt entdeckt mit wieder ebenso vielen Sportlern und so weiter und so fort. Es könnte also ein riesiges Erdbeben geben, das sich über den gesamten Globus und die gesamte Sportwelt hinwegzieht. Könnte! Würde! Wenn nicht…. Ja, wenn nicht plötzlich die ganz grossen Sportarten auch betroffen wären. Fussballer, Tennisspieler. Dann ist plötzlich unmengen Geld auf dem Spiel, so viel, dass es wie bei den Banken, to Big to Fail ist, und man es gar nicht auffliegen lassen will. Also werden dann urplötzlich Ermittlungen eingestellt, nicht veröffentlicht und unter den Teppich gekehrt. Und dann ist es wie immer: es werden ein paar geopfert, kleinere aus kleineren Sportarten, die bei Sportwetten unwichtig sind, Langläufer, Radfahrer, Schwimmer etc. So wie immer. So wie beim letzten Arzt, der in Spanien vor 15 Jahren aufgeflogen ist. 255 Namen auf der Liste, bekannt wurden die 56 der Radprofis. Die Namen der Fussballer und Tennisspieler wurden nie veröffentlicht und einfach gelöscht…

Auch die Verbände spielen ein himmeltrauriges Spiel. Der Verbandsboss des ÖSSV will die Langläufer am liebsten aus dem Verband werfen und ihnen keinen Euro Unterstützung mehr zahlen. Aber genau dieser Verbandsboss ist seit über 20 Jahren an der Macht und hat nichts, rein gar nichts in Sachen Doping geändert. Er zeigt mit dem Finger auf gedopte Sportler, deckt sie mit Klagen ein und wundert sich dann, wenn diese Auspacken und den nächsten Skandal ins Rollen kommt. Dabei schaut er bei den Sportlern so weit wie möglich weg, wenn sie gewinnen. Wie sie die Leistungen bringen, interessiert dann niemand mehr. Und die, die keine Weltcuprennen mehr gewinnen, werden runtergestuft, Gelder gekürzt und die Sponsoren springen ab.

Der Sport kann sich nicht selber heilen. Auch dieser Skandal wurde nur ausgelöst, weil Journalisten nachgehackt haben und ein Sportler ausgepackt hat. Die Sportverbände selber wollen die Doper am liebsten sofort mundtot machen. Kein einziger Skandal wurde von einem Verband oder einer Anti-Dopingagentur aufgedeckt. Auch der Skandal um Lance Armstrong nicht, dort standen seine genervten Teamkollegen am Anfang. Vielleicht müssten die Sportverbände doch endlich mal das Gespräch mit den Sportlern suchen und fragen, welche Möglichkeit es gibt, das System zu reinigen. Denn nur die Sportler könnten einen sauberen Sport herführen.

Etwas Positives (ich meine Gutes) hat dieser Skandal mit dem auffliegenden Arzt aber alleweil: die Sportler wissen jetzt, dass sie jederzeit ohne ihr eigenes zutun erwischt werden können. Das verbreitet Angst. Viel mehr Angst, wie jede Dopingkontrolle. In Zukunft wird es also mehr Sportler geben, die bewusst Nein sagen können. Aber nur, wenn mehr als diese aktuell (momentan ist es ja schon wieder einer mehr) sieben Sportler geopfert werden.


Brunnen läuft 5.3.2019

Die Solar-Wasserpumpe am Rande der Sahara läuft! Danke allen Spendern!

Die Solar-Wasserpumpe auf dem Campingplatz La Boussole du Sahara in M‘hamid (Marokko) ist installiert und läuft wie ein Uhrwerk. Und das dank den Lesern von womoblog.ch, was uns natürlich besonders stolz macht.

Allerdings war der Weg dorthin ja nicht ganz so einfach. Das einfachste war noch, die Spenden und den Betrag von rund 3000 € zusammen zu bekommen. Das ging ratzfatz und dauerte keine 10 Tage. Aber wenn ich daran denke, was ich alles unternehmen musste, nur bis das Geld nach Marokko überwiesen werden konnte…

Und dann, als die Pumpe bestellt wurde, ging es halt marokkanisch los, nach dem Motto: „Ihr habt die Uhr, aber wir die Zeit“. Und dann haben die Schlitzohren dort unten ja gedacht, sie könnten noch etwas Geld sparen und bestellten ein chinesisches Billigprodukt als Wasserpumpe. Sie hielt nicht mal zwei Wochen, dann war sie wegen dem ziemlich salzhaltigen Wasser zerfressen und kaputt. Also musste dann doch die „echte“ und teure offerierte Qualitätspumpe gekauft werden. 

Diese wurde aber mit der bekannten marokkanischen Zuverlässigkeit und Sorgfalt eingebaut (na ja, wir hätten die Wasserleitungen sicher noch etwas vergraben und die Stromkabel ebenfalls).


Zwischengeschichte: in einem Restaurant in Marrakesch verläuft innen an der Wand ein dickes Stromkabel, kaum isoliert und für unsere Verhältnisse ziemlich gefährlich. Ein Wohnmobilfahrer hat dann den Restaurantbesitzer auf dieses gefährliche Kabel aufmerksam gemacht. Der Besitzer schaut erstaunt und sagt dann dem Tourist: „Warum gefährlich? Hier in Marokko weiss jeder, dass man nicht an ein Stromkabel fassen darf.“

Tja, genau so läuft es eben in Marokko und wir Europäer dürfen einfach nicht zu viel dreinreden. Ich bin einfach gespannt, ob bei unserem nächsten Besuch die frei liegenden Wasserleitungen und Stromkabel dann doch irgendwann schön verlegt werden. Aber Provisorien halten erfahrungsgemäss am längsten…

Auf alle Fälle freuen sich Abdou und Khalifa riesig über die Wasserpumpe und lassen allen Spendern nochmals ganz herzlich danken. Natürlich auch Anita und ich! Ebenfalls ist der Campingplatz am Rande der Sahara schon etwas besser besucht, dank all den Lesern, die ihn auf der Marokkoreise besuchen. Auch dafür ein grosses Dankeschön.

Wir freuen uns immer wieder über Emails und Nachrichten von den Besuchern dort, haltet uns auf dem Laufenden!

Falls auch jemand für ein Projekt Spenden sucht, können wir "I care for you" empfehlen, schnell unbürokratisch, einfach und erfolgreich


Externe Links

Nothelferkurs Leben retten: Schlaganfall und Reanimation 7.3.2019

Erinnerung: extra für Wohnmobilisten wird am 16. März ein Nothelferkurs auf unsere Bedürfnisse durchgeführt. Es hat noch Plätze frei!

Am Samstag, 16. März 2019 findet kurzfristig in Bad Ragaz ein Nothelferkurs mit Schwerpunktthema „Reanimation und Erkennung von Schlaganfall und Herzinfarkt“ statt.

Kursthemen:

  • Schlaganfall und Herzinfarkt erkennen, vorbeugen
  • anatomische und physiologische Hintergründe
  • Patientenbeurteilung nach SRC
  • Reanimation mit einem oder zwei Helfern
  • Lagerungen im Wohnmobil

Kosten: 80.- / Person (2 Personen-Besatzung Wohnmobil 150.-), maximale Teilnehmerzahl 16 Personen

Programm

  • Samstag bis 12 Uhr Ankunft auf dem Campingplatz Giessenpark in Bad Ragaz
  • Begrüssung durch die Besatzung des Knutschis und um 12:40 Uhr laufen wir 300m ins Kurslokal des Samaritervereins Bad Ragaz
  • 13 – 17 Uhr Kurs und Instruktionen
  • Ca. 18 Uhr gemeinsames Grillen auf der grossen Feuerstelle auf dem Campingplatz oder bei schlechten Wetter gemeinsames Abendessen im Restaurant (freiwillig)
  • Sonntag Vormittag: Wellnessen und Baden in der Tamina Therme zum Einheimischen-Preis (10Min zu Fuss)
  • Sonntag Nachmittag: gemütliches Fachsimpeln bis zur individuellen Abreise

Kosten Campingplatz: ca. 50.- inkl. Allem

Weiteres


Tja, jetzt gehen wir vom Womoblog noch unter die Eventveranstalter. Aber das hat sich nun spontan ergeben, denn wenn meine Holde Kunigunde einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hätte, ich hätte kein Plan, was ich da machen müsste und wie ich so was überhaupt erkennen könnte. Also erkundigte ich mich nach Kursangeboten (Scheisse, sind alle so teuer…) Ich erzählte das einem befreundeten Wohnmobilisten. Er würde gleich auch mit  seiner Frau mitkommen, war seine Reaktion. Also haben dieses Bedürfnis noch andere Wohnmobilisten und das könnte man ja grad auch mit einem Treffen organisieren. Kurz nachgedacht und oben seht ihr das Resultat.

Wer also zum oben genannten Spezialpreis am Kurs teilnehmen möchte, melde sich doch bei mir per Email (knutschi@womoblog.ch). Wir haben nur Platz für maximal weitere 7 Wohnmobilbesatzungen.

Falls das Interesse viel grösser als die Plätze sind, werde ich weitere solche Kurse organisieren…

Ich möchte mich besonders beim Samariterverein Bad Ragaz für die sehr spontane Unterstützung und für diesen sehr fairen Preis bedanken. Auch beim Campingplatz Giessenpark und der Tamina Therme für das Angebot.


Externe Links

Reisestrecken

unseres Reisestrecke