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Marokko 2017
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Wohnmobilfahrer grüssen eben doch

Wir sind heute wieder unter Wohnmobilisten und können sogar Dialekt sprechen

es wird wieder mehr Wüste

Bisher haben wir auf unserer Reise insgesamt 0 (null) Wohnmobilen begegnet, waren quasi ganz exklusiv unterwegs. Das änderte sich heute rapide und total. Morgens früh bekommen wir von Jacques und Lili ein Email, dass sie heute Zagora passieren, ob wir auch diese Richtung einschlagen. Ja, schlagen wir ein, so gegen zweite Hälfte Nachmittag werden wir in Zagora sein. Vielleicht treffen wir uns ja dort irgendwo.

Dann fahren wir los, die Landschaft wird wüstenähnlich, irgendwann sehen wir auch die ersten Sanddünen. Die Schlaglöcher werden weniger, die Strecken gerader und zum Teil wirklich bis zum Horizont schnurgerade. Und dann der grosse Moment: das erste Wohnmobil auf dieser Reise kommt uns entgegen. Grüssen alleine reicht nicht, da wird auch mit dem Licht gehupt und zum Fenster raus gewinkt, und keine Stunde später ein zweites entgegenkommendes. Genau das gleiche Szenario. Wer behauptet denn, Wohnmobilisten grüssen nicht mehr? Wir haben eine Erfolgsquote von 100%.

bis zum Horizont

Dann kommen wir in Zagora an, gehen noch schnell einkaufen, wir brauchen vor allem Wasser endlich wieder mal mit etwas Kohlensäure. Wir kaufen auch noch zwei farbige Tücher für den Turban von Anita und auch endlich ein kleines Teekännchen, aber KEINEN Teppich! Ist doch eine gewalts Leistung. Und während wir am Einkaufen sind, fährt draussen ein Luxembourgisches Womo mit coolem Design vor. Man findet sich in dieser Gegend also auch ohne SMS, Whatsapp und was weiss ich noch alles. Wir verabreden uns am Fluss unten und keine 20 Minuten später sitzen wir in einem Womo und tauschen unsere Marokko-erfahrungen aus. Sie haben auf ihrem Fiat Ducato 4x4 Reifen drauf, sieht das cool aus! «Ich will auch haben» denke ich zu mir, ist aber leider für unser Womo nicht möglich. Grrrr, warum haben andere coolere Sachen wie wir?

wir trefen Lilly und Jaq


Aber egal, es war eine schöne Stunde bis wir uns verabschieden und wieder jeder seines Weges zieht. Wir fahren aber nicht mehr lange und schwenken auf einen Campingplatz hier in Zagora ab. Diesen haben wir schon letztes Jahr angefangen und wissen, dass es einfach schön grün hier ist.

Wie alte Kenner fahren wir auf den Platz, fahren dabei einem sehr coole, dreiachsigen alten und schönen Truck-Wohnmobil mit Nummernschild BL 2 vorbei? Schweizer? Kaum stoppen wir, werden wir von deutschen Fotografen schon mit Namen begrüsst und keine 5 Minuten später sitzen wir mit Klaus und Oktavia zusammen. Wieder fünf Minuten später kommen auch Moritz und Maya aus ihrem Truck zu uns und wir können nun sogar Dialekt reden. Also, von allen Wohnmobilisten, die wir auf dieser Reise gesehen haben, haben zwei überschwenglich gegrüsst und mit den andern drei sitzen wir zusammen. Erfolgsquote über 100% würde ich mal sagen.

Mokama

Moritz erklärt mir noch seinen, in drei Jahren selber restaurierten und umgebauten Unic. eine Wahnsinnsmaschiene! Unbedingt anschauen: mokama.ch

Und jetzt sitzen wir vollgegessen, von einer selber gemachten, sensationell guten Tajine vor dem Womo, geniessen noch immer die ralative Wärme von 18 Grad und schreibe den Blog.

Was will man mehr?

unser Abendessen wird zubereitet

Übernachtung

Zagora - Camping palmeraie d amezrou****
Camping

relativ neu, gute Infrastruktur

Koordinaten: 30.313983,-5.830581
letzter Besuch: 11.2017

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